Das Programm „Umweltbedingte und metabolische Erkrankungen“

Um die Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Gesundheit zu verstehen und zu modulieren, verfolgt das Forschungsprogramm „Umweltbedingte und metabolische Erkrankungen“ das Ziel die Gesundheit der Gesellschaft zu verbessern. Die Entwicklung von personalisierten Lösungen zur Früherkennung, Behandlung bzw. Vermeidung von umweltbedingten Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Allergien, Asthma und chronische Lungenerkrankungen, wird den Weg für eine gesündere Zukunft in einer sich schnell verändernden Welt ebnen.

Unseren Forscherinnen und Forschern geht es darum, Zusammenhänge zu finden und besser zu verstehen: Welche Faktoren erhöhen in welchem Maß das Risiko, an Adipositas zu erkranken? Was wirkt womöglich schützend in Bezug auf Diabetes? Und welche Folgekrankheiten können daraus entstehen? Welchen Einfluss haben Umweltstressoren auf Allergien, Asthma und chronische Lungenerkrankungen? Haben schützende Umwelteinflüsse eine präventive Wirkung? Im nächsten Schritt wollen wir bessere Behandlungsmöglichkeiten finden. Dabei arbeiten wir interdisziplinär; betrachten sowohl die kleinste Ebene von Molekülen und Zellen als auch die Gewebe und Organe bis hin zur menschlichen Physiologie und bevölkerungsbasierten Studien.

Das Forschungsprogramm ist am Helmholtz Zentrum München (HMGU) angesiedelt. Dort kommen Expertinnen und Experten für künstliche Intelligenz, Zellprogrammierung, Strukturbiologie/Wirkstoffentwicklung und Bioengineering zusammen. Sie arbeiten unter anderem daran, kranke Zellen umzuprogrammieren, neue Wirkstoffe mithilfe von Algorithmen zu finden und etwa bei Diabetes, Fettleibigkeit, Allergien, Asthma und Lungenkrankheiten die Ursachen besser zu verstehen und daraus mögliche Präventionsstrategien abzuleiten. Auch die Zusammenhänge mit anderen Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden untersucht, um eine schnellere und genauere Diagnostik und umfassendere Therapie zu ermöglichen.

Eine besondere Rolle bei alldem spielt der Helmholtz Pioneer Campus am HMGU: ein Magnet, der die nächste Generation internationaler Talente aus der Biomedizin mit Expertinnen und Experten aus Ingenieurwissenschaft und Informatik zusammenbringt, um beispielsweise Biomaterialien und künstliche Gewebe herzustellen – und so die Themen des Programms synergistisch verbindet. So gelingt es, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung weiterzuentwickeln und als klinische Anwendung zu den Betroffenen zu bringen.

Factsheet:

  • Das Forschungsprogramm „Umweltbedingte und metabolische Erkrankungen“ am Helmholtz Zentrum München konzentriert sich vor allem auf vier weit verbreitete Krankheitsbilder: Diabetes mellitus, Adipositas, Allergien und Lungenerkrankungen.
  • Ein Fokus liegt auf der Ursachenforschung, von der molekularen Ebene bis hin zu Organen und dem Verhalten von Betroffenen.
  • Aus diesen Erkenntnissen sollen neue Wege zur Prävention und Behandlung entwickelt werden.
  • Dazu braucht es eine interdisziplinäre Herangehensweise. Diese wird unter anderem durch den Helmholtz Pioneer Campus umgesetzt.

 

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