Bonner Erklärung zur Forschungsfreiheit

Am 20. Oktober haben sich die EU-Forschungsminister zum Europäischen Forschungsraum (EFR) und zur Lage der Forschungsfreiheit beraten. Ministerin Anja Karliczek betonte, dass der EFR ein Garant für Forschungsfreiheit sein müsse. Um diese zu stärken, wurde die „Bonner Erklärung“ lanciert. Unterzeichnende Staaten verpflichten sich, den kritischen Diskurs zu schützen und Verletzungen der Forschungsfreiheit zu ächten.

Helmholtz und die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßen die Erklärung ausdrücklich. „Mit der Erklärung stärkt und flankiert die Politik die Bemühungen der Wissenschaftsorganisationen um weltweite Wissenschaftsfreiheit“, so Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der aktuell in der Allianz federführenden Hochschulrektorenkonferenz (HRK). „Wir brauchen solche klaren politischen Zeichen für die Freiheit der Forschung als Grundwert der Europäischen Union und als Prinzip der internationalen Forschungszusammenarbeit. Mobilität und freier Austausch sind Bedingungen einer erfolgreichen Wissenschaft.“ 

Die Vereinbarung eines kontinuierlichen Monitorings zur Lage der Forschungsfreiheit sei als konkrete Absprache außerordentlich wichtig: „Wir werden die Verantwortlichen beim Wort nehmen und gegebenenfalls auf Konsequenzen drängen. Als höchstes Gut darf Wissenschaftsfreiheit keiner Einschränkung aufgrund politischer Beweggründe unterliegen.“ Helmholtz-Präsident Otmar D. Wiestler ergänzt: „Die Bonner Erklärung betont den Wert der Wissenschaftsfreiheit als Grundpfeiler unserer Demokratie.“

Im Jahr 2019 hatte die Allianz der Wissenschaftsorganisationen anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Grundgesetzes zehn Thesen zur Wissenschaftsfreiheit als Selbstverpflichtung verabschiedet.

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