News Archiv
Mitteilungen aus dem Bereich Wissens- und Technologietransfer aus der Vergangenheit.
Helmholtz richtet erfolgreich Start-up Days und 4Investors aus
18. Oktober 2025
In diesem Jahr fanden zwei herausragende Veranstaltungen statt, die das Gründungsgeschehen im außeruniversitären Forschungsbereich in Deutschland entscheidend mitprägen. Gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft fanden im Oktober 2025 die Start-up Days und 4Investors statt. Wir sind sehr stolz, dass wir die Events austragen durften. Beide standen im Zeichen des Transfers von Forschung in unternehmerisches Handeln und haben gezeigt, wie lebendig und innovationsstark unser Netzwerk ist.
Die Start-up Days fanden am 15. Oktober 2025 in Berlin statt und boten gründungsinteressierten Forscher:innen eine Plattform zum Austausch, Lernen und Netzwerken. Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft und Gründungsförderung kamen zusammen, um sich in Workshops zu Geschäftsmodellentwicklung, Finanzierung und Pitch-Training weiterzubilden.
Neben praxisnahen Einblicken erfahrener Gründerinnen und Gründer stand insbesondere der kollegiale Austausch im Mittelpunkt.
Einen Tag später, am 16. Oktober, trafen beim 4Investors Day mehr als 160 Teilnehmende in Berlin zusammen. Auf der Bühne präsentierten sich 40 technologieorientierte Start-ups Investoren mit innovativen Geschäftsideen aus den Bereichen Deep Tech & AI, Life Sciences & Med-Tech, Green Energy und Space. In einer dynamischen Atmosphäre aus Pitches, Einzelgesprächen und Ausstellungsständen ergaben sich zahlreiche neue Kontakte und Kooperationsansätze. Besonders erfreulich war das große Interesse der Finanzierungsseite, das den hohen Innovationswert der präsentierten Projekte unterstrich.
© Alexi Papadopoulos
Chronische Hepatitis B: Erster Patient erhält neuen Impfstoff
24. Juli 2025
Helmholtz Munich, ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft, hat einen entscheidenden Schritt im Kampf gegen chronische Hepatitis B gemacht: Der erste Patient erhielt im Juni 2025 den neu entwickelten therapeutischen Impfstoff TherVacB im Rahmen einer klinischen Studie. Nach über 13 Jahren Forschung wird der Ansatz nun erstmals an Patient:innen getestet.
TherVacB soll das Immunsystem so aktivieren, dass der Körper das Virus selbst bekämpfen kann – ein potenzieller Durchbruch, der eine Heilung ermöglichen könnte. Die internationale Studie untersucht Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs und markiert einen bedeutenden Erfolg für den Wissenstransfer von der Forschung in die Klinik.
Mit TherVacB zeigt Helmholtz Munich, wie aus langjähriger Spitzenforschung konkrete Lösungen entstehen, die Millionen Infizierten weltweit Hoffnung geben. TherVacB wird im Rahmen des Förderprogramms Helmholtz Enterprise 2025 gefördert.
Bild © unsplash | Towfiqu barbhuiyai
DLR Spin-off eröffnet internationalen Hauptsitz in München
05. Juni 2025
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, feierte gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Anke Kaysser-Pyzalla die Eröffnung des neuen internationalen Hauptsitzes des DLR-Spin-offs Agile Robots in München. Die Einweihung markiert einen bedeutenden Schritt für das Unternehmen, das seit seiner Gründung vor sieben Jahren in Bayern verwurzelt ist.
Mit mehr als 2.300 Mitarbeitenden weltweit und über 10.000 installierten Lösungen unterstreicht Agile Robots seinen globalen Expansionskurs. CEO Zhaopeng Chen hob die zentrale Rolle der bayerischen Innovationslandschaft für den Unternehmenserfolg hervor. Ministerpräsident Söder betonte die Bedeutung Bayerns als führender Technologie- und Gründungsstandort. Mit Milliardeninvestitionen in Schlüsseltechnologien wie KI, Robotik und Luftfahrt bietet der Freistaat ein einzigartiges Ökosystem für Forschung und Unternehmertum.
Die Eröffnung steht exemplarisch für das Zusammenspiel von Wissenschaft, Industrie und Politik in der Helmholtz-Gemeinschaft. Wir gratulieren zu diesem bedeutenden Schritt.
von links: DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und Agile Robots CEO Zhaopeng Chen. Bild © DLR
atSTAKE: Mit smarter Software zur Verkehrswende in kleinen Kommunen
02. Juni 2025
Verkehrsplanung neu gedacht: Mit ihrer Software wollen drei Wissenschaftlerinnen kleinen Kommunen dabei helfen, kluge Mobilitätsentscheidungen schneller und eigenständig zu treffen. Das Startup atSTAKE, gegründet von der Sozialwissenschaftlerin Kerstin Stark, der Psychologin Viktoriya Kolarova und der Verkehrsingenieurin Nina Thomsen, hat ein intelligentes Planungswerkzeug entwickelt, das komplexe Simulationen ersetzt – effizient, datenbasiert und leicht verständlich.
Im Zentrum steht ein klarer Anspruch: mehr Nachhaltigkeit, mehr soziale Gerechtigkeit – und weniger Abhängigkeit von großen Ingenieurbüros. Besonders Kommunen im ländlichen Raum sollen damit besser planen können, etwa bei der Einführung von Rufbussen oder Sharing-Angeboten. Durch präzise Nachfrageprognosen hilft die Software, öffentliche Mittel gezielter einzusetzen und den ÖPNV wirtschaftlich wie sozial sinnvoll auszubauen.
Entstanden ist atSTAKE im Rahmen des Förderprogramms „Helmholtz Enterprise“, das Gründerinnen und Gründern aus der Wissenschaft den Sprung in die unternehmerische Praxis erleichtert. Die drei Forscherinnen arbeiteten zuvor am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Verkehrsforschung – aus der Praxis heraus entwickelten sie ihre Vision eines Werkzeugs, das fundierte Entscheidungen für zukunftsfähige Mobilität einfacher zugänglich macht.
„Wir stellen die gängigen Modelle auf den Kopf“, sagen sie selbstbewusst – und meinen damit nicht nur die Technologie, sondern auch den Anspruch, Verkehrsplanung demokratischer, zugänglicher und nachvollziehbarer zu machen. Mit ihrem datengetriebenen Ansatz wollen sie Kommunen dazu befähigen, selbstbestimmt und evidenzbasiert zu planen – und die Mobilität von morgen gerechter zu gestalten.
von links: Dr. Viktoriya Kolarova, Dr. Kerstin Stark, Nina Thomsen. Bild © atSTAKE
Auszeichnung für Citrapeutics: HZI-Spin-off gewinnt bei BioVaria 2025
05. Mai 2025
Das Spin-off Citrapeutics, eine Ausgründung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), wurde auf der BioVaria 2025 in München mit dem renommierten „Emerging Start-up“-Preis ausgezeichnet. Das junge Unternehmen überzeugte mit einem neuartigen Therapieansatz in der Krebsimmuntherapie: oral verfügbare Hemmstoffe des Enzyms ACOD1, die das Immunsystem stärken und das Wachstum von Tumoren unterdrücken.
ACOD1 ist in vielen Tumorzellen aktiv und erzeugt das Molekül Itaconat, das zytotoxische Immunzellen wie CD8⁺-T-Zellen blockiert und so eine immunsuppressive Umgebung im Tumorgewebe schafft. Citrapeutics hat mit Citraconsäure (CA) den weltweit ersten ACOD1-Inhibitor identifiziert und weiterentwickelt. Diese Wirkstoffe bieten eine Alternative oder Ergänzung zu klassischen Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI), die nicht bei allen Patient:innen wirken und häufig starke Nebenwirkungen verursachen.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Frank Pessler zielt das Team darauf ab, Krebserkrankungen mit hoher ACOD1-Aktivität gezielt zu behandeln. Die oral verfügbaren Wirkstoffe sind kostengünstig herstellbar und zeigen in präklinischen Studien bereits vielversprechende pharmakologische Eigenschaften. Seit 2024 wird das Projekt im Rahmen des Helmholtz Enterprise-Programms gefördert. Die BioVaria bringt jährlich führende europäische Forschungseinrichtungen, Start-ups und Investor:innen zusammen, um innovative Life-Science-Technologien zu präsentieren und Ausgründungen sichtbar zu machen.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der BioVaria: www.biovaria.org/startup-pitch-partner/startups-2025/startups-detail-view/citrapeutics
Nikolaos Chalkias, Ph.D. & Prof. Dr. Dr. Frank Pessler © BioM Biotech Cluster Development GmbH
MDC Spin-off MyoPax erhält EIC Accelerator Förderung für bahnbrechende Muskelregenerationstherapien
20. Februar 2025
Das Berliner Biotechnologie-Start-up MyoPax, eine Ausgründung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, wurde als eines von 71 Unternehmen für die renommierte EIC Accelerator Förderung ausgewählt.
MyoPax hat sich auf die Entwicklung innovativer Therapien zur Muskelregeneration spezialisiert und nutzt dabei proprietäre Technologien zur Isolation und Kultivierung von Muskelstammzellen. Diese ermöglichen es, große Mengen hochreiner Muskelstammzellen zu produzieren, die für die Behandlung von Muskelschwund und -verletzungen eingesetzt werden können.
MyoPax wurde durch das Förderprogramm Helmholtz Enterprise unterstützt, das jährlich ausgewählte Gründerprojekte finanziert und begleitet. Diese Förderung ermöglichte es dem Team um Dr. Verena Schöwel und Prof. Simone Spuler, ihre Forschungsergebnisse in praxisnahe Anwendungen zu überführen und den Grundstein für die Unternehmensgründung zu legen. Mit der aktuellen EIC Accelerator Förderung plant MyoPax, die Entwicklung ihrer Therapien weiter voranzutreiben und klinische Studien zu initiieren, um Patient:innen mit bislang unheilbaren Muskelerkrankungen neue Hoffnung zu geben.
Auch in diesem Jahr fördert Helmholtz-Enterprise Erfindungen innerhalb der Helmholtz-Zentren. Noch bis zum 28. März 2025 kann man sich bewerben.
KIT und IBM starten strategische Partnerschaft für KI-Innovationen
14. Februar 2025
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und IBM haben eine strategische Zusammenarbeit im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) und digitalen Innovationen vereinbart. Ziel dieser Partnerschaft ist es, gemeinsam KI-Lösungen zu entwickeln, die sowohl wissenschaftliche als auch industrielle Anwendungen vorantreiben. Im Rahmen der Kooperation wird das KIT seine Expertise in Forschung und Entwicklung einbringen, während IBM fortschrittliche Technologien und Ressourcen bereitstellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Innovationen durch den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, um den Technologietransfer zu beschleunigen und neue Marktpotenziale zu erschließen. Diese Zusammenarbeit unterstreicht das Engagement der Helmholtz-Gemeinschaft, durch strategische Partnerschaften den Wissens- und Technologietransfer zu fördern und somit einen nachhaltigen Beitrag zur digitalen Transformation zu leisten.
Bauen ihre Zusammenarbeit aus: Prof. Stefan Nickel (KIT), Prof. Michael Decker (KIT), Dr. Carsten Holtmann (IBM), Dr. Juan Bernabe Moreno (IBM, virtuell auf dem Bildschirm), Prof. Jan S. Hesthaven (KIT), David Faller (IBM), Dr. Barbara Schmuker (KIT), Prof. Thomas Hirth (KIT) (v. l. n. r.)© Markus Breig, KIT
DLR Spin-off EOMAP wird Teil von Fugro
05. Februar 2025
Die EOMAP GmbH & Co. KG, ein ehemaliges Spin-off des DLR, wurde von der niederländischen Fugro N.V. übernommen. EOMAP ist weltweit führend in der satellitengestützten Kartierung von Gewässern und liefert präzise Geo-Daten für Industrie und Behörden. EOMAP wurde in den letzten Jahren in vielen Klimaanpassungs- und Naturschutzprojekten zum wichtigen Partner von Fugro. Die Fusion ermöglicht eine optimale Integration von EOMAPs Technologien in Fugros bestehende Lösungen. Dies stärkt den globalen Wassermarkt und erweitert das Angebot beider Unternehmen. Die Übernahme ist ein bedeutender Erfolg für den Technologietransfer aus der Helmholtz-Gemeinschaft. Sie zeigt, wie Forschung in erfolgreiche Unternehmen überführt wird und internationale Relevanz gewinnt. Dr. Thomas Heege, Gründer von EOMAP, begrüßt die Fusion als wichtigen Schritt zur Skalierung ihrer Technologie. Diese Entwicklung unterstreicht den Wert von wissenschaftlichen Ausgründungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Helmholtz-Gemeinschaft gratuliert EOMAP zu diesem Meilenstein.
DLR Ausgründung sorgt für sichere Interaktion zwischen Roboter und Mensch
08. Januar 2025
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Entwicklung eines neuen Robotersystems bekannt gegeben, das die Effizienz und Flexibilität in der industriellen Produktion steigern soll. Das ausgegründete Unternehmen Versatile Robotics GmbH ist Teil der DLR-Initiative "Factory of the Future", die darauf abzielt, Fertigungsprozesse durch fortschrittliche Robotik und Digitalisierung zu revolutionieren.
Das neue System verfügt über leichte, drehmomentgeregelte Roboterarme, die die Bewegungen des menschlichen Arms nachahmen und eine intuitive und sichere Mensch-Roboter-Kollaboration ermöglichen. Diese Roboter können leicht für verschiedene Aufgaben umprogrammiert werden und sind somit für die Produktion kleiner Losgrößen und individualisierter Fertigung geeignet.
Die DLR Factory of the Future integriert neueste Forschung in den Bereichen künstliche Intelligenz und kooperative Robotik, um Produktionsabläufe zu vereinfachen und zu optimieren. Durch die Nutzung von Technologien, die ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurden, möchte das DLR innovative Lösungen in die Fertigungsindustrie einbringen und so Produktivität und Anpassungsfähigkeit steigern.
2023 wurde das Projekt zur nachgiebigen Roboterregulierung im Rahmen von Helmholtz Enterprise als Field Study Fellowship gefördert. In diesem Förderprogramm können Kund:innenbedürfnisse ergründet und Interviews durchgeführt werden. Projekte und Ideen werden dabei von einem professionellen Coach begleitet. Klingt spannend? Hier gehts zum Programm:
© DLR Innovation & Transfer
DKFZ und Beiersdorf - Gemeinsame Forschung für die nächste Generation von Sonnenschutzmitteln
12. Dezember 2024
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Universität Heidelberg entwickeln gemeinsam innovative Ansätze für Sonnenschutzmittel der Zukunft. Ziel ist es, neue Substanzen zu erforschen, die nicht nur vor UV-Strahlung schützen, sondern auch DNA-Schäden in Hautzellen reparieren können. Damit soll ein umfassender Schutz gegen die Entstehung von Hautkrebs gewährleistet werden.
Die Forschungsinitiative vereint Expertise aus Dermatologie, Krebsforschung und Biochemie, um die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Substanzen zu untersuchen. Neben dem Schutz vor Hautkrebs sollen die neuen Mittel auch umweltfreundlich sein und ökologischen Anforderungen gerecht werden. Die enge Zusammenarbeit mit der Industrie soll die Ergebnisse schnell in marktfähige Produkte umsetzen.
© unsplash / Nataliya Melnychuk
Amplitude und HZDR gründen gemeinsames Forschungslabor für Laser-Technologien der nächsten Generation
11. Dezember 2024
Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Amplitude Laser Group vertiefen ihre 18-jährige Partnerschaft mit der Gründung eines gemeinsamen Forschungslabors in Dresden. Aufbauend auf den Erfolgen mit dem Hochleistungslaser DRACO zielt die Kooperation darauf ab, Laser-Diagnostik, -technologien und -anwendungen weiterzuentwickeln, insbesondere in den Bereichen Elektronen- und Protonenbeschleunigung sowie radiobiologische Anwendungen für die Krebsforschung.
Um die Zusammenarbeit zu stärken, verlagert Amplitude Forschungs- und Entwicklungsressourcen von Frankreich nach Dresden, finanziert Doktorandenstellen am HZDR und etabliert ein lokales Team. Mit dieser Partnerschaft unterstreicht die Helmholtz-Gemeinschaft ihren Fokus auf die Überführung von Forschungsergebnissen in Anwendungen und den Ausbau internationaler Kooperationen. Die Initiative wird durch Hi-Acts, die Helmholtz-Innovationsplattform für beschleunigerbasierte Technologien, unterstützt.
Bei der Unterzeichnung des neuen Kooperationsvertrages zwischen HZDR und Amplitude: Damien Buet (li.), CEO Amplitude Laser Group, und Prof. Sebastian M. Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des HZDR | © HZDR / K. Zheynova
KIT-Ausgründung INERATEC gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Brennstoffindustrie
27. November 2024
Das Karlsruher Unternehmen INERATEC, ein Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 in der Kategorie Brennstoffindustrie ausgezeichnet. Prämiert wurde das Unternehmen für seine bahnbrechenden Beiträge zu nachhaltigen Energielösungen durch die Produktion synthetischer Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien und CO₂.
Die innovative Reaktortechnologie von INERATEC ermöglicht die effiziente Synthese von E-Fuels und bietet eine nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen. Durch die Nutzung von abgeschiedenem Kohlendioxid und grünem Wasserstoff adressiert das Unternehmen zentrale Herausforderungen bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen, insbesondere in schwer zu dekarbonisierenden Sektoren wie Luftfahrt und Schifffahrt.
Diese prestigeträchtige Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung fortschrittlicher Technologien für eine klimafreundliche Energiezukunft. INERATEC baut seine Produktionskapazitäten weiter aus und treibt damit den Wandel zu einem klimaneutralen Energiesystem voran.
© INERATEC
39. Helmholtz Enterprise Auswahlsitzung fördert sechs Spin-offs und 15 Field Stury Fellowship-Projekte
19. November 2024
In der 39. Auswahlsitzung des Helmholtz-Enterprise Programms haben wir gemeinsam mit unserer hochkarätigen Jury aus VCs, Wirtschaft und Wissenschaft sechs neue Spin-offs und 15 neugierige Field Study Fellowship-Projekte ausgewählt.
Die Teams werden im neuen Jahr starten und wir freuen uns darauf, sie auf ihrem unternehmerischen Weg zu begleiten:
- EDY Diagnostics (DKFZ Deutsches Krebsforschungszentrum)
- KCP (Karlsruher Institut für Technologie (KIT))
- PoreX (Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt e.V.)
- DeKox (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung)
- SideroGaIn (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
- SUNEO (Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Herzlichen Dank an Alex Koch, Stephan Schulze, Leonie Erhard, Yann Fiebig, Thomas Grandke, Lea Bogner, Mirco Müller, Angelika Vlachou, Agnes von Matuschka, Daniel Steffen, Jan Elmiger und Jörn Krupa.
Bewerben Sie sich bis zum 28. März 2025 für ein Field Study Fellowship, um mehr über Ihre zukünftigen Kunden und deren Probleme zu erfahren. Oder bewerben Sie sich für das Spin-off-Programm, um aus Ihrer Idee ein Unternehmen zu machen.
Das Jury-Team der 39. Auswahlsitzung | © Helmholtz
DLR Spin-off erhält 1,7 Millionen Euro Finanzierung
10. November 2024
Das Spin-off-Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ExoMatter hat erfolgreich eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 1,7 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von Vanagon.vc, mit weiteren Investoren wie Bayern Kapital, 212 NexT, Bloomhaus Ventures AG, ZAKA VC sowie vier weiblichen Business Angels von encourageventures e.V. ExoMatter nutzt eine KI-gestützte Plattform, um Unternehmen bei der Entwicklung neuer, leistungsstarker und nachhaltiger Materialien zu unterstützen – bis zu 90 % schneller als herkömmliche Verfahren. Dies senkt Kosten und Emissionen und fördert nachhaltige Innovationen. Laut Susanne Fromm von Vanagon Ventures hilft diese Technologie Unternehmen, sich auf kommende EU-Vorgaben wie die Ecodesign-Richtlinie vorzubereiten. Mit Kunden wie Airbus und Infineon und einem klaren Wachstumskurs will ExoMatter die führende Plattform für digitale Materialentwicklung in Europa werden. ExoMatter wurde im Rahmen von Helmholtz-Enterprise in 2022 als DLR Spin-off gefördert.
Das Exomatter-Gründungsteam Josua Vieten und Barbara Bachus | © ExoMatter
Helmholtz-Zentrum DLR forscht an fahrerlosen Zügen
07. November 2024
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erforscht im Rahmen des Projekts "ARTE" (Autonomous Regional Train Evolution) den Einsatz fahrerloser Züge im regionalen Bahnverkehr. Ziel ist es, automatisiertes Fahren ohne umfangreiche Anpassungen an der Bahninfrastruktur zu ermöglichen – allein durch eine Umrüstung der Fahrzeuge. Da viele Strecken nicht mit dem Europäischen Zugsteuerungssystem (ETCS) ausgestattet sind, sollen die Züge eigenständig Signale erkennen und interpretieren können. Partner sind der Bahntechnik-Anbieter Alstom und die Technische Universität Berlin. Das DLR analysiert umfassend, wie sich der fahrerlose Betrieb in das Bahnsystem integrieren lässt, und untersucht Auswirkungen auf Infrastruktur, Betriebskosten und die Rolle des Bahnpersonals, das künftig verstärkt überwachende und steuernde Aufgaben übernehmen wird. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium und dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium gefördert.
Autonomous Regional Train Evolution | © Alstom
Inspirierende Einblicke bei den Start-up Days 2024 in München
25. Oktober 2024
Vom 17.-18. Oktober trafen sich bei den Start-up Days 2024 über 120 Wissenschaftler:innen und Gründer:innen in München, um ihre Start-up-Ideen und -Erfahrungen auszutauschen. Jedes Jahr planen die vier großen deutschen Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Helmholtz-Gemeinschaft dieses Event, um ihren Forscher:innen eine Plattform zum Austauschen und Lernen zu bieten. Organisiert von der Max-Planck-Gesellschaft, bot das Event Workshops und Vorträge zu Gründungsthemen wie Finanzierung, Teamaufbau und Marktstrategien. Die Podiumsdiskussion mit erfahrenen Gründerinnen und Gründern gab wertvolle Einblicke in den Alltag und die Herausforderungen junger Unternehmen. Neben Networking und Wissenstransfer stand der Aufbau nachhaltiger Kontakte im Fokus. Die nächsten Start-up Days finden 2025 in Berlin statt.
Start-Up Days 2024 in München | © Sarah Oppenländer
DLR Spin-off unterzeichnet Lizenzvereinbarung
14. Oktober 2024
The Exploration Company (TEC) und das DLR Spin-off InSpacePropulsion Technologies (ISPTech) haben eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet. Dies ermöglicht TEC die Nutzung des grünen hypergolen Treibstoffs HIP_11 für ihre Raumkapsel Nyx, die 2027 fliegen soll. HIP_11, entwickelt von ISPTechs CTO Felix Lauck, bietet Vorteile wie niedrige Toxizität, einfache Handhabung und Kosteneffizienz. ISPTech spezialisiert sich auf umweltfreundliche Antriebstechnologien. Nyx wird zunächst für Frachtmissionen eingesetzt, später aber auch Menschen transportieren können. ISPTech wurde im Rahmen von Helmholtz-Enterprise in 2022 als DLR Spin-off gefördert.
Gründer Felix Lauck und Lukas Werling bei Vertragsunterschrift | © ISPTech
MDC und Bruker eröffnen ko-kreatives „Center of Excellence“ für Einzelzell-Omics
9. Juli 2024
Das Max Delbrück Center und Bruker, ein führendes Unternehmen für analytische Instrumente, eröffneten am 8. Juli ihr gemeinsames Innovationszentrum für Systemmedizin, das sich auf die Entwicklung von Massenspektrometrie-basierten Einzelzell- und Multiomik-Technologien konzentriert. Das „MDC-Bruker Center of Excellence for Single Cell Omics“ in Berlin, das wir im Rahmen der Förderlinie Helmholtz Co-Creation Projects fördern, wird Forschenden Zugang zu Brukers fortschrittlichen Technologien und Expertise ermöglichen, während Bruker durch die Zusammenarbeit klinische Einblicke erhält. Ziel ist es, einen Multiomik-Workflow zu entwickeln, der Proteine, Metabolite und Lipide gleichzeitig analysieren kann. Im Rahmen des Projekts können Forscher durch die Analyse dieser Körperbausteine auf Einzelzellebene besser verstehen, wie Krankheiten auf zellulärer Ebene entstehen und verlaufen. Das Konsortium hofft so, präzisere medizinische Diagnosen und Behandlungen zu ermöglichen. Die ko-kreative Zusammenarbeit soll langfristig neue Forschungspartnerschaften und Anwendungen hervorbringen und auch Berlin als Innovationsstandort stärken.
Eröffnungsveranstaltung | © MDC
ISPTech wirb 2 Millionen Euro für die Weiterentwicklung ihrer Antriebstechnologie für Weltraumfahrzeuge ein
3. Juli 2024
Das Spin-off ISPTech des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Helmholtz Enterprise-Alumunus, hat 2 Millionen Euro Pre-Seed-Finanzierung für ihre umweltfreundlichen Antriebstechnologien erhalten. Diese Antriebe nutzen ungiftige Treibstoffe und bieten kostengünstige, leistungsstarke Lösungen für Raumfahrzeuge, von kleinen CubeSats bis zu großen Satelliten. Die Investorenrunde wurde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF) angeführt, mit Beteiligung von First Momentum Ventures und Possible Ventures. ISPTechs Technologien, basierend auf über 10 Jahren Forschung, zielen darauf ab, die Raumfahrtindustrie nachhaltiger zu gestalten und den Bedarf an erschwinglichen, zuverlässigen Antriebssystemen dieser Art zu decken. Erste Einsätze der Antriebssysteme sind für Ende 2025 geplant, um ihre Funktionalität und Leistungsfähigkeit zu demonstrieren.
Gründer Felix Lauck und Lukas Werling | © ISPTech
Heidelberg Epignostix GmbH, ein Spin-off des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), hat sich 4,3 Millionen Euro in einer Seed-Finanzierungsrunde gesichert, um seine KI-gestützte Krebsdiagnosetechnologie voranzutreiben
02. Juli 2024
Die Finanzierungsrunde wurde von der CARMA FUND I Capital GmbH & Co KG geleitet, mit Beteiligung des High-Tech Gründerfonds, der LBBW Venture Capital GmbH und des Start-up BW Seed Fonds.
Die Technologie des Unternehmens kombiniert Epigenetik mit KI-gestützter Bioinformatik, um eine präzise Klassifizierung von Krebs-Subtypen zu ermöglichen, mit besonderem Fokus auf Hirntumore. Dieser Ansatz nutzt DNA-Methylierungsmuster als genomische Fingerabdrücke und wurde bereits bei über 150.000 Patientenproben angewendet.
Heidelberg Epignostix plant, seinen Heidelberg Brain Tumor Classifier bis 2025 als zugelassenen Diagnosetest auf den Markt zu bringen, um die Diagnosegenauigkeit und Patientenversorgung zu verbessern, in Übereinstimmung mit den WHO-Richtlinien, die eine methylierungsbasierte Tumorklassifikation empfehlen.
"Wir konzentrieren uns zunächst auf Hirntumore, bei denen eine beträchtliche Patientenzahl und die hohe Relevanz bei Kinderkrebserkrankungen bereits zu einer schnellen Akzeptanz geführt haben, planen jedoch eine rasche Erweiterung auf andere Tumorindikationen," sagte Mitbegründer Felix Sahm.
MDC Startup Captain T Cell wirbt 8,5 Millionen Euro für die Entwicklung ihrer Behandlungsmethode gegen Krebs ein
24. Mai 2024
Captain T Cell, ein Biotech-Startup des Max Delbrück Center für Molekulare Medizin (MDC), hat 8,5 Millionen Euro eingeworben, um T-Zell-Therapien zur Behandlung solider Tumoren zu entwickeln. Die Finanzierungsrunde wurde von Investoren wie dem i&i Biotech Fund, Brandenburg Kapital und HIL-INVENT sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Die Mittel werden dazu beitragen, die innovativen T-Zell-Therapien in Richtung klinischer Studien voranzubringen.
Captain T Cell konzentriert sich auf die Entwicklung von TCR-T-Zellen der ersten Klasse, die darauf ausgelegt sind, Tumore anzugreifen, die mit aktuellen Methoden nicht effektiv behandelt werden können. In präklinischen Tests haben diese T-Zellen die Fähigkeit gezeigt, aggressive Tumore vollständig zu vernichten. Die firmeneigene TCR-ALLO-Plattform des Startups zielt darauf ab, gebrauchsfertige Behandlungsoptionen für verschiedene Krebsarten bereitzustellen.
Das Unternehmen profitiert von starker Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem Max-Delbrück-Centrum und der Technologieberatungsfirma Ascenion. Diese Finanzierung wird den Markteintritt dieser lebensrettenden Behandlungen beschleunigen.
© Captain T-Cell
Ozeandaten von kommerziellen Schiffen: Kooperation von SOOP und HX Hurtigruten Expeditions
16. Mai 2024
Die Helmholtz Innovationsplattform „Shaping an Ocean Of Possibilities“ (SOOP) und HX Hurtigruten Expeditions – ein Unternehmen, das sich auf See-Expeditionsreisen zu entlegenen Regionen spezialisiert hat – haben eine Kooperation zur Verbesserung der Ozeanbeobachtung gestartet. Das Ziel ist, Meeresforschung nicht nur von speziellen Forschungsschiffen, sondern auch von kommerziellen Schiffen aus durchzuführen. Damit will das Projekt dazu beitragen, Datenlücken in wenig befahrenen Meeresregionen zu schließen und das Verständnis der Ozeane zu verbessern. Die Passagiere sollen zudem einen einzigartigen Einblick in die Meeresforschung erhalten und deren wichtige Rolle für den Schutz unserer Umwelt besser verstehen.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden auf dem Expeditions-Kreuzfahrtschiff MS FRIDTJOF NANSEN verschiedene Messgeräte installiert. Diese sammeln während der Reisen, die von Hamburg nach Reykjavik und über Norwegen sowie die Shetland- und Färöer-Inseln führen, wichtige Daten über Temperatur, Sauerstoffgehalt, Salzgehalt, Mikroplastik und CO2-Gehalt des Meerwassers. Zusätzlich wird untersucht, wie Phytoplankton und eDNA (Erbgutspuren im Wasser) genutzt werden können, um die biologische Vielfalt zu erfassen.
Dr. Toste Tanhua, Koordinator von SOOP, betont die Bedeutung einfacher und standardisierter Instrumente für die Datenerfassung, um eine umfassendere Beobachtung der Ozeane zu ermöglichen. Die Kooperation mit HX Hurtigruten Expeditions ist ein wichtiger Schritt, um die Erhebung von Daten auf kommerziellen Schiffen zu testen und zu optimieren.
Messgeräte an Bord von MS FRIDTJOF NANSEN liefern Daten für die Wissenschaft. Foto: Espen Mills
Wissenstransfer im Projekt SoftWert
4. April 2024
Das vom BMBF geförderte Projekt SoftWert bietet Transferakteur:innen einen Methodenbaukasten zur kommerziellen und nicht-kommerziellen Verwertung von wissenschaftlicher Software. Dieser Baukasten adressiert den spürbaren Bedarf der Wissenschaftsorganisationen, geeignete Abläufe für diese Verwertungsprozesse zu etablieren.
In dem Projekt vom Deutschen Eelekronensynchrotron (DESY), dem Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes und der Atrineo AG, einer Transferberatung- und Unterstützung, teilen die Projektpartner ihre Erfahrungen, best practices und neu erprobte Methoden in einem anschaulichen Booklet und über die Webseite softwert.org.
© SoftWert
DLR Ausgründung Lumoview erhält 2,5 Mio Euro EIC Accelerator Förderung
11. März 2024
Als eines von 42 geförderten Vorhaben, aus einem Bewerberpool von 1083 Antragstellern, erhält die Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Förderung des European Innovation Council. Mit ihrem EIC Accelerator Grant möchte das junge Unternehmen weiter expandieren und Immobilienbesitzern den energieeffizienten Betrieb ihrer Gebäude vereinfachen.
Lumoview Building Analytics GmbH stellt Messgeräte her, mit denen einzelne Räume und ganze Gebäude schnell und kostengünstig vermessen und analysiert werden können.
© Lumoview Building Analytics GmbH
TherVacB - Therapeutischer Impfstoff gegen chronische Hepatitis B von Helmholtz Munich geht in die klinische Phase
29. Februar 2024
Der unter Federführung von Helmholtz Munich im Rahmen eines Helmholtz Proof-of-Concept-Vorhabens entwickelte therapeutische Impfstoff TherVacB gegen chronische Hepatitis B, einer Lebererkrankung, die zu Gewebeschäden und sogar zu Leberkrebs führen kann, hat die erste klinische Phase erreicht. Bisherige Behandlungsmethoden für chronische Hepatitis B können zwar die Viruslast reduzieren, den weltweit ca. 296 Millionen Infizierten jedoch keine Heilung in Aussicht stellen.
Der neu Entwickelte Impfstoff birgt nun genau dafür Potenzial: In einer Phase-1a-Studie an gesunden Probanden, in Zusammenarbeit mit dem LMU Klinikum München und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wurden bereits erste Tests zur Sicherheit und Immunogenität durchgeführt. In einer "First-in-Patient" Studie der Phase 1b/2a soll bald in mehreren Ländern der EU die Sicherheit und Wirksamkeit bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Hepatitis B geprüft werden.
TherVacB Logo | Helmholtz Munich
Drei Helmholtz Enterprise Alumni gründen 2023 am GFZ
2. Februar 2024
Im Jahr 2023 konnte das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) drei neue Ausgründungen verzeichnen, die allesamt Alumni des Ausgründungsprogramms Helmholtz Enterprise sind: GreenGate Genomics, FOMON und fluxtec. Die Ausgründungen unterstreichen den anhaltend positiven Gründungstrend am GFZ, das in den letzten sechs Jahren insgesamt 13 erfolgreiche Gründungsteams hervorbrachte. Die Spin-Offs nutzen Technologien und Patente, die am GFZ entwickelt wurden und erhalten Unterstützung durch die Transferstelle des GFZ.
Pressemeldung des GFZ mit weiteren Informationen zu den Ausgründungen →
(Fotos: GFZ | M. Lipus 2023, GreenGate Genomics, fluxtec UG)
Vernetzungstreffen für Helmholtz Enterprise Ausgründungsteams in Berlin
25. Januar 2024
12 Spin-offs Teams von sieben Helmholtz-Zentren, die sich aktuell in der Förderung unseres Ausgründungsprogramms Helmholtz Enterprise befinden, trafen sich am 23. Januar in Berlin. Sie nutzten das Vernetzungstreffen, um sich über gemeinsame Erfolge, Hürden und Best Practices auszutauschen, die den Verlauf ihrer Ausgründungsvorhaben bisher geprägt haben. Zudem bekamen sie die Möglichkeit, unter Anleitung von von Expertinnen und Experten der ImpactNexus GmbH, ihre Nachhaltigkeitsstragien zu verfeinern.
Mitglieder von 12 Helmholtz Enterprise Teams des KIT, HZI, DLR, MDC, DESY, FZJ und Hereon auf dem Vernetzungstreffen in Berlin.
DLR Vorstand Karsten Lemmer wirft Schlaglicht auf die Erprobung von Wärmespeicherung in Großforschungsanlage für Flüssigsalzspeicher und -technologie (TESIS) am DLR
7. Januar 2024
Deutschland erreicht 2023 erstmals über 50% erneuerbaren Strom, ein bedeutender Fortschritt für die Energiewende. Um den Strom in Zukunft gezielt dann nutzen zu können, wenn er gebraucht wird, liegt der Fokus der Forschung nun besonders auf Speichertechnologien. Insbesondere Salzspeicher haben das Potenzial, sicher, effizient, kostengünstig und langfristig Energie speichern zu können. Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) betreibt dazu einzigartige Großforschungsanlagen wie das TESIS in Köln, wo Flüssigsalzspeicher im Megawattstunden-Maßstab getestet werden. Hierfür hat das DLR im November 2023 zusammen mit den Partnern Siemens Energy und Alfa Laval eine Förderung in Höhe von 6 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erhalten.
Projekte wie TESIS zeigen, wie Helmholtz mit Unterstützung durch Industriepartner und Politk Forschung in die Anwendung bringt, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern.
Das TESIS am DLR in Köln. © DLR
Transfer-Taschenmesser der SPRIND
28. November 2023
Die SPRIND stellt das Transfer-Taschenmesser für Gründungsteams an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen vor. Es bietet verschiedene Werkzeuge, mit denen sich die Teams auf Gespräche und Verhandlungen zur Bewertung und zum Schutz von geistigem Eigentum im Rahmen ihrer Ausgründung vorbereiten können. So soll ihnen das IP-Wahl-O-Meter dabei helfen, sich mit verschiedenen Verwertungsmodell-Typen vertraut zu machen. Die IP-Scorecard soll sie bei der IP-Bewertung unterstützen und eine Datenbank mit Musterverträgen für unterschiedliche IP-Transferszenarien soll als Anhaltspunkt für Beteiligungsverträge dienen.
Helmholtz Enterprise Alumus Priavoid erhält Freigabe für Phase-II-Studie ihres Wirkstoffs zur Bekämpfung von Alzheimer
28. November 2023
Das Medikament mit dem Namen PRI-002 hat die Genehmigung für eine Phase-II-Studie der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) erhalten. Die Studie namens PRImus-AD wird von Priavoid, einem Helmholtz Enterprise Alumus des Forschungszentrum Jülich (FZJ) und PRInnovation durchgeführt und von der SPRIND finanziert. PRI-002 löst neurotoxische Aggregate ohne Immunsystembeteiligung auf. Die Phase-II-Studie zielt darauf ab, die Wirksamkeit bei früher Alzheimer zu zeigen. Die Ergebnisse werden 2026 erwartet.
© SPRIND (v.l.n.r Prof. Dr. Dieter Willbold, Dr. Dagmar Jürgens, Alexander Brener, Philipp Bürling)
Helmholtz Enterprise Spin-off Marmorkrebs Bioproducts vom DKFZ gewinnt "German Food Startup Award"
25. November 2023
Das durch Helmholtz Enterprise geförderte Spin-off Marmorkrebs Bioproducts des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gewann am 23. November den "German Food Startup Award" der innovate! Connvention in Osnabrück. In einem Pitch-Wettbewerb konnte sich das Team, bestehend aus Dr. Vitor Carneiro, Prof. Dr. Frank Lyko, Dr. Sina Tönges und Dr. Ranja Andriantsoa, im Finale gegen ihre Mitbewerber:innen durchsetzen.
Das Team von Marmorkrebs Bioproducts auf der Convention (v.l.n.r. Dr. Ranja Andriantsoa, Dr. Vitor Carneiro, Dr. Sina Tönges, Prof. Dr. Frank Lyko)
Venture Capital Fonds Sustainable & Invest - Nachhaltige Investitionen in Cybersicherheit am CISPA
24. Oktober 2023
Sieben Startups aus dem Inkubator des CISPA - Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit beantragten im Rahmen eines Pitch Day erstmals Mittel aus dem CISPA Venture Capital Fonds. Dabei betont das CISPA, dass Investitionen nicht nur finanzielle Rendite, sondern auch nachhaltigen gesellschaftlichen Nutzen anstreben sollten. Insbesondere Cybersicherheit ist dafür von entscheidender Bedeutung in einer zunehmend vernetzten Welt.
Peter Memminger, Geschäftsführer der Sustainable & Invest GmbH, gibt folgenden Ausblick im Anschluss an das Event: „Wir werden unsere Eindrücke diskutieren und dann das Gespräch mit den besonders vielversprechenden Startups suchen. Es geht hier um eine lange und hoffentlich erfolgreiche gemeinsame Reise, bei der sich beide Seiten wohl mit dem jeweils anderen Partner fühlen müssen. Dafür war der Pitch Day ein wichtiger, erster Schritt, dem sich ein detaillierteres Kennenlernen und eine Due Diligence anschließen.“
Das Ziel des CISPA-Ökosystems ist eine starke Gemeinschaft von Forschung, Startups und Investoren in den Bereichen Cybersicherheit und KI, das mit dem Venture Capital Fonds um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt wurde.
© CISPA | v.l.n.r. Peter Memminger (Geschäftsführer der Sustainable & Invest GmbH), Max Wolf (Leiter der Abteilung Startups & Entrepreneurship am CISPA)
Unternehmen erhalten die Möglichkeit, neuen KI-Service-Katalog am KIT kostenlos zu testen
21. August 2023
Das Smart Data Innovation Lab (SDIL) bietet Unternehmen einen Service-Katalog für KI-Projekte. Unternehmen können aus diesem Katalog aktuelle KI-Methoden und Infrastruktur auswählen, um ihre Innovationen zu fördern. SDIL, geleitet vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), bringt KI-Experten aus Forschung und Industrie zusammen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Aufbau des Katalogs bis 2024.
Interessierte Unternehmen können sich in insgesamt drei Ausschreibungsrunden mit innovativen KI-Projektideen bewerben. Voraussetzung für die Bewerbung ist, dass sie die angebotenen „Innovation Services“ – aus den Bereichen große Sprachmodelle, Bilderkennung, eingebettete sowie datensparsame KI – in eigenen Produkten oder Prozessen gewinnbringend verwerten können. Bewerbungsschluss für die zweite Ausschreibungsrunde ist der 20. September 2023.
Die vom Lenkungskreis des SDIL ausgewählten Projekte können dann, gefördert durch das BMBF, Transferleistungen im Wert von bis zu 50 000 Euro in Anspruch nehmen. Hinzu kommen die Nutzung von bis zu 10 000 GPU-Stunden auf einem Hochleistungs-GPU-Cluster, den das KIT betreibt, sowie von Cloud-Angeboten der Industriepartner.
Weitere Informationen zum Angebot und zur Bewerbung →
Zur Pressemitteilung des KIT →
© Simon Raffeiner, KIT | Mit dem Servicekatalog bieten die Forscher:innen den Unternehmen eine Austauschplattform für Technologietransfer und IT-Kompetenzen.
Helmholtz Enterprise Team InSpacePropulsion Technologies treibt nachhaltigen Treibstoff für die Raumfahrt weiter Richtung Marktreife
21. August 2023
Felix Lauck und Lukas Werling vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeiten an umweltfreundlichen Alternativen zum Hydrazin (N2H4), das als Treibstoff für Satellitentriebwerke in der Raumfahrt eingesetzt wird. Mit ihrem Ausgründungsvorhaben InSpacePropulsion Technologies, das wir im Rahmen von Helmholtz Enterprise fördern, möchten die beiden nun zwei vielversprechende Treibstoffalternativen auf den Markt bringen:
Eine der beiden entwickelten Antriebstechnologien, HyNOx, weist eine vergleichsweise starke Leistung auf, ist sicher in der Handhabung und zudem kostengünstig. Die zweite Technologie, HIP_11, besteht aus einer selbstzündenden Treibstoffmischung. Beide Entwicklungen ergänzen sich: „HyNOx eignet sich für kleine und leichte Satelliten oder Raumfahrzeuge. HIP_11 hingegen bietet Vorteile bei größeren und schwereren Raumfahrzeugen“, erklärt Lukas Werling.
Zur Pressemitteilung des DLR →
© DLR (CC BY-NC-ND 3.0) | Bei einem Tropftest fällt ein Tropfen Wasserstoffperoxid in eine kleine Brennstoffmenge. HIP_11 reagiert nach dem ersten Kontakt der beiden Substanzen und es kommt innerhalb weniger Millisekunden zur Zündung. Diese selbstzündende Eigenschaft heißt „hypergol“. HIP_11 wurde im Rahmen einer Doktorarbeit im DLR-Institut für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen entwickelt und patentiert.
2. Helmholtz Innovation Summit „Climate und Food Tech for Global Impact” in Israel
24. Juli 2023
Am 18. Juli fanden sich im Rahmen des zweite Helmholtz Innovation Summit zahlreiche Innovatorinnen und Innovatoren sowie Vertreter:innen aus Wissenschaft und Politik in Tel Aviv zusammen. Unter der Überschrift „Climate und Food Tech for Global Impact“ präsentierten drei Helmholtz-Teams – Helmholtz Enterprise Alumnus Marmorkrebs Bioproducts (DKFZ), Phytonics (KIT) sowie das Valdierungsprojekt Sorted! (AWI) – und drei israelische Teams ihre Arbeit. Im Fokus stand dabei für die deutschen Teams insbesondere ihre bestehende oder entstehende Zusammenarbeit mit Partnern in Israel. Auch ein Vertreter des Beratungsbüros für bauwerkintegrierte Photovoltaik, eines unserer Helmholtz Innovation Labs, war vor Ort, um sich mit israelischen Partnern zu vernetzen.
Zudem wurde im Beisein und mit aktiver Beteiligung der Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger, dem Präsidenten der Tel Aviv University (TAU) Prof. Ariel Porat und dem Chairman der Israel Innovation Authority (IIA) Dr. Ami Applebaum diskutiert, mit welchen Werkzeugen Regierungen und Wissenschaftsorganisationen nachhaltige Innovation sowie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Zukunft besser unterstützen können.
Zu den Innovatorinnen und Innovatoren
© Tomer Foltyn | Der Summit wurde im EcoBuilding der Tel Aviv University abgehalten.
HIPS und Universität des Saarlandes gründen PharmaScienceHub
20. Juli 2023
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und die Universität des Saarlandes (UdS) stärken ihre Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten PharmaScienceHub. Ziel ist es, die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen Infektionen, Krebs und altersbedingte Krankheiten zu beschleunigen. Die Plattform fördert auch die Zusammenarbeit mit der Arzneimittel- und Biotechnologieindustrie auf nationaler und internationaler Ebene. Mit einer Investition von 70 Mio. Euro durch Bund und Land sollen Wissens- und Technologietransfer beschleunigt und die pharmazeutische Forschung in der Region gestärkt werden.
(vlnr) Dr. Roland Rolles (Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung der Universität), Universitätspräsident Prof. Dr. Manfred Schmitt, Prof. Dr. Dirk Heinz (Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI), Dr. Stephanie Thomas (HIPS-Verwaltungsdirektorin) und Prof. Dr. Rolf Müller (Wissenschaftlicher Direktor des HIPS) © Jörg Pütz/UdS
Leopard Biosciences steht mit innovativem Point-of-Care-Test kurz vor der Ausgründung
17. Juli 2023
Leopard Biosciences vom Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) des HZI erhält mehr als eine Million Euro zur Förderung der Kommerzialisierung ihrer innovativen Diagnostiktechnologie. Die Plattform basiert auf wegweisenden Forschungsergebnissen im Bereich des CRISPR-Systems und ermöglicht den simultanen Nachweis mehrerer RNA- und DNA-Biomarker in einem einzigen Point-of-Care-Test. Die Mittel werden aus dem Helmholtz Enterprise-Programm sowie dem Helmholtz-Validierungsfonds bereitgestellt. Die Technologie birgt das Potenzial, medizinische Entscheidungsprozesse zu optimieren und könnte insbesondere in ressourcenknappen Umgebungen Anwendung finden. Das Team unter der Leitung von Chase Beisel wird in den kommenden Monaten ausgründen. Ihr Ziel ist es, ein führender Akteur im Bereich der molekularen Point-of-Care-Diagnostik zu werden.
© HIRI | Das Team von Leopard Biosciences (vlnr.): Costas Patinios, Chasel Beisel, Mikkel Noerholm
Nunos kann auf dem AgriFood Network Summit überzeugen
12. Juli 2023
Das Helmholtz Enterprise Spin-off Nunos vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnte das Publikum des AgriFood Network Summit der Growth Alliance am 6. Juli von ihrer natürlichen Wirtschaftsdüngeraufbereitung überzeugen und wurde dafür mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000€ gewürdigt.
© Nunos | Das Nunos-Team bei der Übergabe des Preises
DKFZ und Beiersdorf gründen Joint Innovation Lab zur effektiveren Prävention von Hautkrebs
10. Juli 2023
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Hersteller von Hautpflegeprodukten Beiersdorf haben am 1. Juli 2023 ein gemeinsames Joint Innovation Lab ins Leben gerufen, um die epigenetische Uhr der Hautzellen zu erforschen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Hautbiologen und Krebsforschern ermöglicht molekulare Ansätze zur Prävention von Hautkrebs. Durch die Erforschung epigenetischer Veränderungen und die Entwicklung von zielgerichteten Wirkstoffen strebt das Lab innovative Strategien für die Verjüngung von Hautzellen und die Krebsprophylaxe an. Das Joint Innovation Lab wird mit einem Etat von 4,8 Millionen Euro für vier Jahre unterstützt und bietet eine vielversprechende Plattform für zukunftsweisende Forschung im Bereich Hautalterung und Krebsprävention.
Frank Lyko, DKFZ (links), und Marc Winnefeld, Beiersdorf (2. v. links) © U. Anspach/DKFZ
HZDR und Halbleiterhersteller GlobalFoundries stärken Partnerschaft für Wissenstransfer und Willkommenskultur
30. Juni 2023
Am 28. Juni unterzeichneten der Wissenschaftliche Direktor des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), Prof. Sebastian M. Schmidt, und der Geschäftsführer von GlobalFoundries Dresden, Dr. Manfred Horstmann, eine gemeinsame Absichtserklärung. In ihr vereinbaren beide Parteien eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung des Wissenstransfers, der Technologieentwicklung der Nachwuchsförderung. So wird es in Zukunft verstärkt gemeinsame Weiterbildungsangebote und Netzwerktreffen sowie einen engeren Austausch in der gemeinsamen Forschung an Speicher- und Informationstechnologien und insbesondere an neuromorphen (also dem menschlichen Gehirn nachempfundenen) Chips geben. Bis zum Auslaufen der Vereinbarung zum Jahresende 2025 wollen beide Parteien die Absichtserklärung in eine langfristige Kooperationsvereinbarung überführen.
© GlobalFoundries | Wissenschaftliche Direktor des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) Prof. Sebastian M. Schmidt und Geschäftsführer von GlobalFoundries Dresden Dr. Manfred Horstmann
Helmholtz Transfer Academies Kick-off
19. April 2023
Fünf Helmholtz-Transfer-Teams trafen sich am 19. April in Berlin, um gemeinsam den Startschuss für ihre brandneuen Helmholtz Transfer Academies zu geben.
In den nächsten zwei Jahren werden 12 Zentren in fünf Akademien ihre Kräfte bündeln, um die Art und Weise zu verändern, wie Menschen bei Helmholtz über Transfer und Innovation denken. Von Sensibilisierungsworkshops für neue Mitarbeiter:innen bis hin zur Gründungsberatung für Sciencepreneure sollen die Akademien sowohl in den einzelnen Zentren als auch in der gesamten Gemeinschaft nachhaltige Strukturen aufbauen und die Helmholtz-Familie weiter zusammenführen.
In Zusammenarbeit mit dem Stifterverband haben unsere Teams die Gelegenheit außerdem genutzt, ihr Verständnis für ihre Zielgruppen und die angestrebten Ergebnisse weiter zu präzisieren und zudem ihre Ideen untereinander auszutauschen.
Wir sind gespannt, wie sich ihre harte Arbeit in den kommenden Monaten auszahlen wird und freuen uns auf das Feedback der Teilnehmer:innen.
4Investors – Gemeinsame Investorenveranstaltung der außeruniversitären Forschungsorganisationen
30. März 2023
In diesem Jahr haben die vier großen außeruniversitären Forschungsorganisationen in Deutschland – Helmholtz, Fraunhofer, Max-Planck und Leibniz – zum ersten Mal eine gemeinsame Investorenveranstaltung organisiert. Am 29. März hatten so insgesamt 40 Ausgründungsteams aller Organisationen die Gelegenheit, einem Publikum von ca. 90 Investor:innen im Münchener Kohlebunker zu zeigen, wie ihre Innovationen unser aller Leben in Zukunft beeinflussen werden. Dafür standen sie zunächst für Pitches auf der großen Bühne, bevor sie in kleinerer Runde mit einzelnen Investor:innen persönlich ins Gespräch kamen.
Helmholtz war mit elf Teams vertreten, die sowohl ihre innovative Forschung als auch ihre unternehmerischen Erfolge u.a. aus den Bereichen Medizintechnik, Materialentwicklung und Energiespeicherung vorstellten:
- Alteva (DLR)
- CARTemis Therapeutics (MDC)
- FastCast Ceramics GmbH (KIT)
- fuse.space GmbH (CISPA)
- GreenDelta (DLR)
- Holy Technologies (DESY)
- Leopard (HZI)
- MACROCARBON (AWI)
- neomento GmbH (DZNE)
- TRYPTO Therapeutics (MDC)
- ViroCas13 (Munich)
Neben der Finanzspritze für unsere Teams freuen wir uns ganz besonders über die neu geknüpften Kontakte und die daraus entstehenden Partnerschaften, die zu den Lösungen der großen Probleme unserer Zeit beitragen werden.
Das Helmholtz-Team auf der Investorenveranstaltung
KIT-Ausgründung Phytonics erhält Finanzierung in Millionenhöhe
17. März 2023
Phytonics, eine Ausgründung des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat sich in einer Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag sichern können. Das Unternehmen hat eine Beschichtung für Photovoltaikmodule entwickelt, die neben einer zehnprozentigen Ertragssteigerung im Vergleich zu herkömmlichen Beschichtungen außerdem den Vorteil hat, blendfrei zu sein. Dadurch lassen sich neue Flächen wie die Umgebung von Flughäfen und Bahngleisen für Photovoltaikmodule erschließen, in denen diese bisher aufgrund ihrer starken Spiegelung von einfallendem Licht unerwünscht oder verboten waren.
© Phytonics/KIT
HE Alumnus Myopax und MDC erhalten sieben Millionen Euro für Forschung an Zelltherapie
1. März 2023
Das Start-up Myopax mit Sitz in Berlin und Kopenhagen forscht an zell- und gentherapeutischen Behandlungsmethoden für Muskelerkrankungen. Gemeinsam mit dem Max Delbrück Centrum konnte sich der Helmholtz-Enterprise Alumnus mit sieben Millionen Euro durch das BMBF, den Helmholtz-Validierungsfonds (HVF) sowie die dänische Stiftung Bioinnovation Institute starke Unterstützung für den Transfer seiner Forschung in die Anwendung sichern. Aktuell plant das Team eine Studie am Menschen, in der sich ihre neue Behandlungsmethode für Blasenekstrophie-Epispadie, einer seltenen Erkrankung des Blasenschließmuskels, bewähren soll. Dabei werden Stammzellen aus dem Muskelgewebe der Patient:innen außerhalb des Körpers vermehrt und anschließend an die kranke Stelle gespritzt, um dort gezielt den Muskel aufzubauen. Ziel des Teams ist, das Verfahren bis zur industriellen Produktion zu skalieren. Die dadurch erreiche Reduzierung der Kosten soll das Verfahren unter anderem für profitorientierte Firmen interessant und dadurch für Patient:innen zugänglicher machen.
Myopax Gründerinnen Simone Spuler und Verena Schöwel-Wolf | © Myopax
OPTSAL-Kamerasystem unterstützt Lageaufklärung in Erdbebengebiet
7. Februar 2023
Zwei Mitarbeiter vom DLR Institut für Optische Sensorsysteme reisten gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner I.S.A.R. Germany in die Türkei, um die Einsatzkräfte im Erdbebengebiet mit Luftbilddaten zu unterstützen. Das dafür verwendete Kamerasystem, das in einer Drohne verbaut ist, wurde vom Helmholtz-Innovation Lab OPTSAL des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt.
Luftaufnahmen des Erdbebengebiets von OPTSAL
CISPA Transfer-Team gibt Einblick in seine Arbeit
19. Januar 2023
Das Transfer-Team am Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (CISPA), vertreten durch Max Wolf und Nicole Ziesche, stellt ausgewählte Transferaktivitäten vor. Die beiden geben Einblicke in das Transfer-Mindset am saarbrücker Zentrum und stellen stolz den CISPA Innovation Campus vor. Dieser wird es Gründer:innen und Forschenden neben der klassischen Förderung des Zentrums erlauben, sich zielgerichtet weiterzubilden und mit Investor:innen und Unternehmen in Kontakt zu treten, um individuelle und bedarfsorientierte Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft am Standort zu stärken.
Nicole Ziesche und Max Wolf , Foto: CISPA
Gérard Krause (HZI) für Entwicklung von SORMAS ausgezeichnet
17. Januar 2023
Der Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) erhält den Preis für translationale Infektionsforschung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Mit seiner Arbeit am Epidemie-Managementsystem SORMAS haben er und seine Kolleg:innen maßgeblich zur Bekämpfung von Lasse-Fieber, Affenpocken und COVID-19 beigetragen. Allein in Deutschland machen heute bereits über 130 Gesundheitsämter von SORMAS gebrauch.
SORMAS wird durch das Spin-off Programm (HE) gefördert.
Prof. Gérard Krause, Foto: HZI/Verena Meier
2,5 Millionen Euro für das KI-Start-up Quantpi
15. Dezember 2022
Das saarbrücker KI-Startup Quantpi hat erfolgreich 2,5 Millionen Euro in einer Pre-Seed Runde eingeworben. Das junge Unternehmen, das aus dem CISPA (Helmholtz-Zentreum für Informationssicherheit) hervorgegangen ist, will das Geld nutzen, um sein Team weiter zu vergrößern und die kommerzielle Anwendung seiner QuantPi Plattform voranzutreiben. Sie macht Entscheidungsprosse von künstlichen Intelligenzen transparenter und nachvollziehbarer. Ziel des Unternehmens ist es, auf diese Weise neue Anwendungsfelder für KI zu ermöglichen und dem Misstrauen in "black-box"-KI, deren Entscheidungsprozesse menschlichen Aktueren oft unzugänglich sind, zu begegnen.
SPRIND fördert drei Projekte mit HZI-Beteiligung mit je 1,5 Millionen Euro im Rahmen der Challenge „Ein Quantensprung für neue antivirale Mittel“
3. November 2022
Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) hat in einer Jurysitzung im Oktober sechs Teams für die zweite Phase ihrer Challenge „Ein Quantensprung für neue antivirale Mittel“ ausgewählt. Die Hälfte dieser Teams wird von Forscher:innen des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) unterstützt bzw. geleitet: PROTAC-powered antivirals, Mucboost, CRISPR Antivirals. Jedes Team erhält 1,5 Millionen Euro, mit denen sie bis zur nächsten Jurysitzung im kommenden Herbst ihre Vorhaben voranbringen können.
Leiter:innen der geförderten SPRIND-Teams: Dr. Daniel Lauster (MucBoost), Prof. Axel Schambach (iGUARD platform), Prof. Hendrik Dietz (Virustrap), Prof. Elisabeth Zeisberg (CRISPR/Cas13-mediated antiviral therapy), Prof. Harald Schwalbe, (RNA-drugs), Prof. Mark Brönstrup (PROTAC-powered antivirals) ©Bundesagentur für Sprunginnovationen
FZJ-Ausgründung testet Alzheimer-Medikament
19. Oktober 2022
Das Team von Priavoid, einer Ausgründung des Forschungszentrum Jülich (FZJ) und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf arbeitet an der Entwicklung eines Alzheimer-Medikaments. Kürzlich haben sie erfolgreich die erste klinische Testphase mit erkrankten Personen abgeschlossen.
Helmholtz-INERATEC e-Fuels erzielen 1. Platz bei den EARTO Innovation Awards
17. Oktober 2022
In Kooperation mit INERATEC, einer Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), belegte die Helmholtz-Gemeinschaft den ersten Platz in der Kategorie „Impact Delivered“ der Innovation Awards der European Association of Research and Technology Organizations (EARTO). Ausgezeichnet wurden nachhaltige e-Fuels und Chemikalien, die sowohl mit existierenden Infrastrukturen und Fahrzeugen kompatibel, als auch modular (und damit in einem großen Rahmen skalierbar) sind. Als nachhaltige Substitute für fossile Brennstoffe tragen sie schon jetzt zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen bei.
Tim Boeltken, Mitbegründer von INERATEC, bei der Preisverleihung in Brüssel
Wissenstransfer der Forschungsgruppe SECUSO am KIT mit Bundespreis Verbraucherschutz ausgezeichnet
12. Oktober 2022
Die Forschungsgruppe SECUSO (SECurity, USablility und SOciety) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hilft Bürger:innen, zu verstehen, welche Apps und Webangebote vertrauenswürdig mit ihren Daten umgehen. Auf ihrer Webseite stellen sie kostenfrei Infomaterial und digitale Werkzeuge zum Schutz von Daten und Privatsphäre im Netz zur Verfügung. Am 26. September wurden sie von Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke mit dem Preis der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz (DSV) für ihre Leistungen ausgezeichnet.
(links: Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke; rechts: Peter Mayer, KIT) (Foto: Deutsche Stiftung Verbraucherschutz)
ELISE wird mit 14,5 Millionen Euro unterstützt
12. September 2022
Das Team der ELISE GmbH vom Alfred-Wegener-Institut konnte einige Investor:innen von ihrem Vorhaben überzeugen und sich so 14,5 Millionen Euro für ihr Projekt sichern. Die Helmholtz Enterprise Alumni haben ihre Vision des "connected engineering" Realität werden lassen: Mit Hilfe einer intuitiven Programmiersprache (low code) ermöglichlichen sie Ingenierur:innen über ihre Plattform bereits heute eine Zeitersparnis von bis zu 90% bei der Entwicklung aller Arten von technischen Komponenten. Ihr Ziel ist es nun, ihre Plattform weiter zum Low-Code-Standard des Ingenieruwesens auszubauen.
Mehr zu ELISE in der Onlinemeldung des AWI und auf der ELISE Webseite
Gründungsteam von ELISE(v.l.n.r. Daniel Siegel, Dr. Moritz Maier, Sebastian Moeller)
MyoPax gründet aus: Innovative Behandungsmethoden gegen Muskeldefekte
5. September 2022
Das ehemalige Helmholtz Enterprise Team des Max-Delbrück-Centrums hat sich ausgegründet. Wir freuen uns, dass die MyoPax GmbH dem Venture House Programm des BioInnovation Institute beitritt. Die Mission: die Muskelfunktion mit Muskelstammzellen reparieren. Mit ihrer bahnbrechenden Technologie, die Zell- und Gentherapie kombiniert, entwickelt MyoPax neue regenerative Behandlungen für Muskeldefekte und genetische Muskeldystrophien.
Mehr über MyoPax in der Pressemitteilung des MDC.
Kontakt
Dr. Andreas Bergner
Bereichsleiter Transfer und Innovation
Dr. Julian Alexandrakis
Program Manager Transfer and Innovation