Die Kunst des Kuschelns

Dicht drängen sich die Kaiserpinguine in der Antarktis aneinander, um sich gegenseitig warm zu halten. Damit sich jedes Tier auch mal in der Mitte aufwärmen kann, wird die Gruppe – Huddle genannt – ständig durchmischt. Alle 30 bis 60 Sekunden macht ein Pinguin einen Schritt, wodurch periodische Wellen in der Kolonie entstehen. Diese Beobachtungen veröffentlichten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, erstmals 2011, nachdem sie Videoaufnahmen von Pinguinkolonien analysiert hatten. Jetzt sind die Forscher wieder in der Antarktis und bauen eine neue, größere Beobachtungsstation an der Neumayer-Station auf. Viele Jahre hinweg werden verschiedene Kameras mehrmals pro Sekunde Aufnahmen machen. So lassen sich rund 2.000 Pinguine individuell verfolgen und ihr Huddle-Verhalten beobachten.

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Zeitraffer vom Pinguin-Huddle

Nicht nur Kaiserpinguine entdecken die AWI-Wissenschaftler: Als das Forschungsschiff Polarstern für ein paar Stunden im Packeis des Weddellmeeres feststeckte, erregte das deutsche Forschungsschiff die Aufmerksamkeit von Adeliepinguin (Pygoscelis adeliae).

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