Serie: Ausländische Wissenschaftler bei Helmholtz

Mehr als 8.500 ausländische Forscher arbeiten an Helmholtz-Zentren in Deutschland. Was ist ihre persönliche Geschichte? Wie erleben sie unser Land? In einer Serie stellen wir einige von ihnen vor.

"Das Schlimmste waren die Formulare" 

Als einzige Biologin unter den Ozeanografen an der University of Western Australia in Perth fühlte sich Anya Waite manchmal etwas verloren: Die meisten Fachkollegen saßen in Europa oder Amerika und waren dank Zeitverschiebung nur schwer zu erreichen. Nach ihrem Umzug nach Bremen schwärmt sie vom Alfred-Wegener-Institut, wo die Kollegen auf dem gleichen Flur sitzen.

"Deutschland hat sich gewandelt" 

Der Brite Brian Foster ist ein Weltreisender in Sachen Teilchenphysik. Als er vor 30 Jahren erstmals nach Hamburg kam, wunderte er sich über geschlossene Geschäfte und endlos lange Antragsformulare. Jetzt lebt er wieder in Deutschland, und die Leute kommen ihm entspannter vor.

Deutschstunden in Dresden 

Ihre Faszination für die Festkörperphysik und ein Zufall brachten Elizabeth Green von Florida an das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Dabei konnte sie nicht nur ihre Forschung, sondern auch ihren Ehemann mitnehmen.

 

„Weniger Regen und mehr Sonnenschein, das wäre schön“

Aufgewachsen ist Rohini Kumar in der Gangesebene in Nordindien. Heute forscht er am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung daran, extreme Ereignisse wie Überflutungen oder Dürre vorherzusagen.

Therapie vom Meeresgrund 

Deniz Tasdemir ist schon viel herumgekommen auf der Welt. In Kiel am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung fühlt sie sich ihrem wichtigsten Ziel besonders nahe: Sie forscht an Naturstoffen aus dem Meer, die in Zukunft Patienten heilen sollen.

„Die deutsche Zuverlässigkeit kann süchtig machen“

Der Italiener Emanuele Poli forscht in Garching bei München an nichts Geringerem als einer praktisch unerschöpflichen Energiequelle. Nach seinem Umzug musste er zunächst das bayerische Deutsch und kuriose Behördenfehler meistern.

„In Deutschland kann man nahezu alles erreichen“

Seine Forschung rettet Leben: Ulrich Kemloh aus Kamerun untersucht die komplexen Menschenströme auf Großveranstaltungen. Die deutsche Sprache zu lernen schien ihm ein geringer Preis dafür, hier nahezu kostenlos eine Spitzenausbildung zu erhalten.

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