Energiewende

"Das Netz der Zukunft wird extrem stark IT-gesteuert sein. Die Digitalisierung wird die Energiewelt genauso durchfluten wie alle anderen Lebensbereiche auch."
Holger Hanselka

Das Energiesystem der Zukunft wird in vielen Bereichen völlig anders aussehen als das heutige. Der Anteil der Erneuerbaren wird deutlich steigen, das Netz wird kein Strom-, sondern ein IT-gesteuertes Energienetz sein, das mit den Schwankungen der dezentralen Quellen umgehen kann. Welchen Beitrag muss die Forschung leisten? Auf diesen Seiten stellen wir die Projekte der Helmholtz-Gemeinschaft zur Energiewende vor.

Die Initiative „Energie System 2050“ der Helmholtz-Gemeinschaft hat sich das Ziel gesetzt, bis 2019 greifbare Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende zu liefern.

 Auf einer Konferenz im Mai 2017 wurden Zwischenergebnisse präsentiert und diskutiert. Führende Wissenschaftler der fünf Forschungsthemen “Speicher und Netze“, “Biogene Energieträger“, “Wasserstoffpfade“, “Nachhaltigkeitsanalyse“ sowie “Toolbox mit Datenbanken“ gaben in kurzen Vorträgen Einblicke in die bisherigen Ergebnisse, die Politik und Wirtschaft aufgreifen können.

Links

Nachbericht zur Konferenz

 


Biografien

Nachstehend finden Sie die Biografien der Referenten der Veranstaltung "Energie System 2050".

Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka

Koordinator der Initiative Energie System 2050

Zur Person:
4.11.1961 in Oldenburg (Olb) geboren
Beruflicher Werdegang:
Seit 10.2013 Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
Seit 10.2013 Vizepräsident für den Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft

Vollständiger Lebenslauf (PDF-Dokument)


Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe

Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technische Physik (ITEP)

Zur Person:
4.10.1963 in Worms geboren
Beruflicher Werdegang:
Seit 2006 Director of Institute for Technical Physics, Research Center of Karlsruhe/from 2009 on:KIT; Areas: superconductors and superconducting components, Tritium Laboratory Karlsruhe, cryo technology

Vollständiger Lebenslauf (PDF-Dokument)


Prof. Dr. Veit Hagenmeyer

Karlsruher Institut für Technologie Institut für Angewandte Informatik (IAI)

Zur Person:
06.10.1971 in Oldenburg (Olb) geboren
Beruflicher Werdegang:
Seit 2014 Director at Institute of Applied Computer Science of KIT (Karlsruhe, Germany) and Full Professor for Energy Informatics, Faculty of Informatics, KIT (Karlsruhe, Germany)

Vollständiger Lebenslauf (PDF-Dokument)


Prof. Dr.-Ing. Dieter Stapf

Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technische Chemie

Zur Person:
06.10.1971 in Oldenburg (Olb) geboren
Beruflicher Werdegang:
Seit 2016 Topicsprecher „Effiziente Nutzung von Energierohstoffen“ im Helmholtz-Programm „Energieeffizienz, Materialien und Ressourcen“

Vollständiger Lebenslauf (PDF-Dokument)


Prof. Dr.-Ing. Detlef Stolten

Forschungszentrum Jülich Institut für Energie und Klimaforschung (IEK-3)

Zur Person:
Sudium Universität Clausthal Zellerfeld Hüttenwesen, Fach: Nichtmetallische Werkstoffe
Beruflicher Werdegang:
Seit 2010 widmet sich Detlef Stolten der technisch-ökonomischen Systemanalyse für die Transformation des Energiesystems.

Vollständiger Lebenslauf (PDF-Dokument)


Zitate

Nachfolgend erhalten Sie Zitate von den Referenten der Veranstaltung "Energie System 2050".

Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe

Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technische Physik (ITEP)

"Ohne den Einsatz und die Systemintegration neuer Netztechnologien und Energiespeicher    ist die Energiewende nicht zu schaffen. Die Energie System 2050 Initiative bietet eine ausgezeichnete Plattform, um die notwendigen Akteure effizient und wirksam zu vernetzen".

Prof. Dr.-Ing. Dieter Stapf

Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technische Chemie (ITC)

"Biogene Energieträger - nachhaltige Rohstoffbasis für die Kraftstoffe und die chemische Industrie der Zukunft: Durch den fachübergreifenden Ansatz der Initiative Energie System 2050 können wir ganzheitlich die im Sinne des Zusammenspiels von Technologien wesentlichen Forschungsbedarfe identifizieren und voranbringen".

"Mit der bioliqÒ-Anlage am KIT haben wir schon heute eine der Schlüsseltechnologien zur Verfügung, um ihre Rolle im Energiesystem auf Basis realer Daten zu bewerten, beispielsweise den systemstabilisierenden Beitrag, den der industrielle Sektor künftig bei immer volatilerem regenerativem Strom leisten kann".

"Zu lange wurde Energiewende in der gesellschaftlichen Diskussion mit "Strom" gleichgesetzt; wichtige notwendige Veränderungen für nachhaltige Veränderungen gelangen damit aus dem Fokus. Der ganzheitliche Ansatz von Energie System 2050 hat dagegen das Gesamtsystem, Netze und Energieträger wie Strom, Wärme, Kraftstoffe für Langstreckenmobilität, nachhaltige Rohstoffe für die Industrie, etc. im Fokus".

Fact-Sheet

Ziele der Bundesregierung für den Ausbau erneuerbarer Energie

Der Atomausstieg in Deutschland

  • 2022 soll das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen                                                                                           Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU)   

Der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland

  • Seit der Einführung des EEG ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch (insgesamt in Deutschland verbrauchte elektrische Energie) von rund sechs Prozent im Jahr 2000  auf 31,7 Prozent im Jahr 2016 gestiegen.
  • Bis zum Jahr 2025 sollen 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.
  • Der Durchschnittlicher Zuschlagswert in der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen nach dem EEG 2017 (zum Vergleich: erste Ausschreibungsrunde der Pilotrunde durchschnittlicher Zuschlagswert 9,17 ct/kWh) liegt bei 6,58 ct/kWh.)
  •  Mehr als 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen stellten Ende 2016 mit rund 41 Gigawatt Leistung den zweitgrößten Anteil der Stromerzeugungssysteme in Deutschland.
     
  • Ende 2016 waren in Deutschland 4.108 Megawatt (MW) Offshore-Windleistung am Netz. Bis zum Jahr 2030 soll nach den Plänen der Bundesregierung eine Leistung von 15.000 MW am Netz sein.
  • Fast 60 Prozent der gesamten Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen wurde 2016 durch die verschiedenen energetisch genutzten Biomassen bereitgestellt

Quelle: BMWI
  
Der Energieverbrauch in Deutschland

  • Bis 2020 soll der Energieverbrauch um 20 Prozent gegenüber 2008 reduziert werden.
  • Bis 2050 soll der Energieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2008 reduziert werden.

Quelle: Bundesumweltamt (UBA)

Senkung der Treibhausgasemissionen

  • Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 20 % gegenüber 1990 sinken.
  • Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen um 95 % gegenüber 1990 sinken.

Quelle: Bundesumweltamt (UBA)

Energieeffizienz

  •  Ziel der Bundesregierung ist eine jährliche Steigerung der Energieproduktivität bis 2050 um 2,1 ProzentDer Wärmebedarf im Gebäudebereich soll bis 2020 um 20 Prozent reduziert werden.
  • Die Sanierungsrate soll auf zwei Prozent pro Jahr verdoppelt werden.
  • Im Interesse der Energieeinsparung sowie des Umwelt- und Klimaschutzes soll der Anteil der Strom-Erzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 um 25 Prozent erhöht werden.           

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI)

Verkehr

  • Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis 2030 sechs Millionen.
  •  Aktuell fahren auf deutschen Straßen weniger als 30.000 Elektroautos.
  •  Bundeskanzlerin Angela Merkel hat aktuell das Ziel aufgegeben, bis 2020 eine Million E-Autos auf die deutschen Straßen zu bringen

Quelle: Bundesregierung

Ansprechpersonen

In der nachstehenden Liste finden Sie die jeweiligen Ansprechpartner zu der Veranstaltung "Energie System 2050".

KIT - Zentrum für Energie

Dr. Christine Stürzer

KIT-Zentrum Energie
Referentin für die Initiative „Energie System 2050“
Tel.: +49 721 608 23043
Fax: +49 721 608 24960
Christine.Stuerzer(at)kit.edu

KIT - Institut für Technische Chemie

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Dieter Stapf

Tel.: +49(0)721/608 - 29270
Fax: +49(0)721/608-24373
Dieter.Stapf(at)kit.edu

Sekretariat: Stephanie Preßmann 

Tel.: +49(0)721/608 - 29271
Fax: +49(0)721/608-24373
Stephanie.Pressmann(at)kit.edu

KIT - Institut für Angewandte Informatik

Leitung: Prof. Dr. Veit Hagenmeyer

Tel.: +49(0)721/608 - 22602
Fax: +49(0)721/608-22602
veit.hagenmeyer(at)kit.edu

Sekretariat: Barbara Dorostan

Tel.: +49 721 608-25753
Fax: +49 721 608 -22602
barbara.dorostan(at)kit.edu

KIT - Institut für Technische Physik (ITEP)

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe

mathias.noe(at)kit.edu

Sekretariat: Marion Gilliar

sekretariat(at)itep.kit.edu

Forschungszentrum Jülich - Institut für Energie und Klimaforschung (IEK-3)

Leiter: Prof. Dr.-Ing. Detlef Stolten

Telefon: +49 2461 61-3076
Fax: +49 2461 61-3385
E-Mail: d.stolten(at)fz-juelich.de

Sekretariat: Ann-Kathrin Steinke

Telefon: +49 2461 61-5585
E-Mail: a.k.steinke(at)fz-juelich.de

Forschungszentrum Jülich - Institut für Energie und Klimaforschung (IEK-STE)

Dr. Petra Zapp

Tel. 49 (0) 2461 61 5942
Fax 49 (0) 2461 61 2540
E-Mail: p.zapp(at)fz-juelich.de

Sekretariat: Sabine van den Broek

Telefon 02461 61 3632
Telefax 02461 61 2496
E-Mail: iek-ste-sekretariat(at)fz-juelich.de

Pressekontakte

In der nachstehenden Liste finden Sie Ansprechpartner für Pressevertreter aus den acht am Forschungsbereich Energie beteiligten Helmholtz-Zentren.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Dorothee Bürkle

Kommunikation, Teamleitung Media Relation
Tel.: +49 2203 601-3492
Fax: +49 2203 601-3249

E-Mail Kontakt

Karlsruher Insitut für Technologie (KIT)

Monika Landgraf

Leiterin Gesamtkommunikation, Pressesprecherin         
Tel: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
presse(at)kit.edu

Forschungszentrum Jülich

Erhard Zeiss

Pressereferent
Tel: +49 02461 61-1841
e.zeiss(at)fz-juelich.de

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)

Anja Weigl

Pressereferentin     
Tel: +49 351 260-4427
Fax: +49 351 260-2700
a.weigl(at)hzdr.de

Deutsches Geo Forschungs Zentrum GFZ

Dipl.-Geogr. Josef Zens

Leitung Medien und Kommunikation   
Tel: +49 331 288-1040
Fax: +49 331 288-1044
josef.zens(at)gfz-potsdam.de

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  
Tel: +49-89-3299-2607
Fax: +49-89-3299-2622
info(at)ipp.mpg.de

Bilder

Hier finden Sie eine Auswahl an Bildern aus der Energieforschung. Die Bilder stehen zum Download zur Verfügung und können unter Angaben des Copyrights frei verwendet werden.

Grafiken

Hier finden Sie Grafiken zu den Zielen der Bundesregierung für den Ausbau erneuerbarer Energien. Alle Grafiken können per Mausklick herunter geladen und unter Angaben des Copyrights frei verwendet werden.

Pressemitteilungen

Aktuelle Meldungen aus den Helmholtz-Zentren zum Thema "Energieforschung" und "Energiewende".

Kontakt

    • Kommunikation und Außenbeziehungen
    • Helmholtz-Geschäftsstelle
  • Photo of Roland Koch
    • Roland Koch
    • Pressesprecher / Teamleiter Pressearbeit

Forschungsbereich Energie

Die Arbeiten im Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft gliedern sich in sieben Forschungsprogramme.

Alle Programme finden Sie hier.