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Challenge #16

Natürliche Kohlenstoff-Speicher in der Ostsee ausbauen.

Seegraswiesen helfen, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Wir finden heraus, wie viel sie in der Ostsee speichern und pro Jahr aus der Atmosphäre aufnehmen können, wenn wir sie gezielt ausbauen.  

Beteiligte Zentren

Seegraswiesen sind Alleskönner: Zentrum für Biodiversität, Lebensraum für Fischbestände, Aufbereiter von Wasserqualität - und sie helfen, den Klimawandel zu entschärfen. Denn sie binden organischen Kohlenstoff und speichern ihn im Meeresboden. An der deutschen Ostseeküste besiedeln Seegraswiesen derzeit eine Fläche von 285 Quadratkilometern. In mehreren Tauchgängen haben die Wissenschaftler:innen der Forschungsgruppe Marine Evolutionsökologie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Bodenproben entnommen und analysiert.

Wir wissen jetzt, dass die Sedimente unter Seegraswiesen 2 bis 60-mal mehr organischen, „blauen“, Kohlenstoff speichern können als Sedimente ohne Seegras. Wenn wir Seegraswiesen erhalten und wiederherstellen, können wir die Lebensräume an der deutschen Küste auf 3064 Quadratkilometer erweitern. So lassen sich bis zu 404 Kilotonnen CO2 pro Jahr binden. Dabei planen wir, Amateur-Taucher:innen in Deutschland einzubinden, die neu restaurierten Seegraswiesen zu überwachen und beim Anpflanzen von Seegras zu helfen – wie bei einem Unterwasser-Gemeinschaftsgarten.

(Headerbild: Tadhg O Corcora)

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