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Kooperationen

Forscher:innen der Helmholtz-Gemeinschaft kooperieren mit der Industrie, gründen Unternehmen, lizensieren ihre Erfindungen oder stellen Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung.

Kooperationen sind die gängigste Form des Technologietransfers. Die Kooperationsformen reichen dabei von der Infrastrukturnutzung, über Dienstleistungen wie beispielsweise Bauaufträge bis hin zu gemeinsamen Forschungsvorhaben. Eine für beiden Seiten besondere Kooperationsform ist die strategische Partnerschaft, bei der langfristige Allianzen zur Erforschung bestimmter Themen bzw. Technologien vereinbart werden.

Schulterschluss im Kampf gegen den Krebs

Das DKFZ und Bayer haben eine strategische Allianz geschmiedet

Wie lassen sich Resultate aus biomedizinischen Forschungslabors schneller in die Praxis bringen? Um diese Herausforderung zu meistern, gingen das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Bayer AG 2008 eine langfristig angelegte Partnerschaft ein. In gemeinsamen Projekten erforschen die Fachleute Moleküle und Mechanismen, die Impulse für die Entwicklung neuer Krebstherapien geben können. Außerdem untersuchen die Forscher:innen neuartige Diagnoseverfahren, die den individuellen Krankheits- und Therapieverlauf überwachen sowie den Behandlungserfolg vorhersagen können. Mit der strategischen Allianz bündeln beide Partner ihre Stärken: Das DKFZ steht für exzellente Grundlagenforschung, Bayer verfügt über langjährige Erfahrung in der pharmazeutischen Entwicklung von Wirkstoffen. Die Allianz wird von beiden Partnern zu gleichen Teilen finanziert, 2009 und 2010 waren es insgesamt 3,5 Mio. Euro. Die Gelder können flexibel für aktuelle Projekte verwendet werden. Ein gemeinsames Komitee wählt sie aus und entscheidet über die Mittelvergabe. Regelmäßige Treffen der Projektgruppen und ein gemeinsames wissenschaftliches Symposium gewährleisten den intensiven Austausch zwischen Grundlagen- und Industrieforscher:innen.

Projekthaus arbeitet an der Zukunft des Elektroantriebs

KIT und Daimler AG nutzen innovative Form der Zusammenarbeit

Batterieantrieb, Brennstoffzelle oder doch ein Hybrid aus Elektro- und Verbrennungsmotor? Noch steht die Entwicklung des Elektroantriebs für Automobile am Anfang, muss die Alltagstauglichkeit der verschiedenen Konzepte untersucht und Grundlagenforschung betrieben werden. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat zusammen mit der Daimler AG dafür Ende 2008 eine besondere Form einer strategischen Partnerschaft gestartet: das Projekthaus „e-drive“. In sogenannten Projekthäusern arbeiten Teams der unterschiedlichen Partner für eine gewisse Zeit räumlich zusammen, außerdem sind diese Kooperationen grundsätzlich offen für weitere Mitglieder. Das KIT stellt für e-drive seine Räume und Labore zur Verfügung, außerdem die gebündelte Expertise der Bereiche „Leistungselektronik“, „Steuerungs- und Regelungstechnik“ sowie „Elektrische Energiespeicher und Elektromaschinen“. Die Daimler AG wird das Projekthaus mit Forschungsaufträgen längerfristig auslasten und auch eigene Mitarbeiter:innen einbinden. Zusätzliche Unterstützung erhält e-drive durch die Daimler-Stiftungsprofessur „Hybrid Electric Vehicle“, die zunächst auf 5 Jahre angelegt ist. Das badenwürttembergische Wissenschaftsministerium fördert das Projekthaus im Bereich der Grundlagenforschung mit einer halben Million Euro pro Jahr.

V.l.n.re.: Prof. Dr. Eberhard Umbach, Prof. Dr. Horst Hippler (beide KIT); Dr. Thomas Weber (Daimler AG) und Günther Hermann Oettinger (EU-Kommissar für Energie)

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