Helmholtz-Förderung für den Wissenstransfer

Die Helmholtz-Gemeinschaft will mit einer Fördermaßnahme den Wissenstransfer mit definierten Zielgruppen der Gesellschaft fördern. Gesucht werden innovative Wissenstransfer-Projekte mit hohem gesellschaftlichem Mehrwert.

Es ist unser Selbstverständnis, durch hochkarätige Forschung zur Lösung der drängenden Fragen und Probleme der heutigen Zeit beizutragen. Wissenschaftlichen Erkenntnisse, die an den Helmholtz-Zentren entstehen, müssen dazu die richtigen Zielgruppen in der Gesellschaft erreichen und ihnen wissenschaftliche fundierte Entscheidungen ermöglichen. So entsteht ein enger Dialog mit den verschiedensten gesellschaftlichen Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bildung und Medien, sodass die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung letztendlich zur Basis für Fortschritt und Zukunftsentscheidungen werden.

Mit dieser Fördermaßnahme soll der Wissenstransfer zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft und definierten Zielgruppen der Gesellschaft gefördert werden. Gesucht wurden innovative Wissenstransfer-Projekte mit hohem gesellschaftlichem Mehrwert.

Eine erste Ausschreibungsrunde gab es bereits 2017, nun sollen in einer zweiten Runde weitere Projekte zur Förderung ausgewählt werden.

Bisher geförderte Projekte

Die Energiewende und damit die Umgestaltung der bestehenden Energiesysteme ist in vielen Bereichen eine große Herausforderung für die Gesellschaft. Die intensive Erschließung erneuerbarer Energiequellen, deren Speicherung, die Verknüpfung von Energienetzen (Wärme, Strom, Gas) in einer dezentralen Architektur und ihre Ausstattung mit geeigneter Informationstechnologie sind dabei zentrale Aufgaben, die letztlich nur gemeinsam mit vielen gesellschaftlichen Akteuren gelingen können. Das Projekt „Energietransformation im Dialog“ aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat sich zum Ziel gesetzt, die Wandlung des Energiesystems in Deutschland mit Hilfe verschiedener Formate unterschiedlichen Zielgruppen zu vermitteln. Bürgerinnen und Bürgern wird wesentliches Grundlagenwissen über Erklärvideos, Workshops, Bürgerforen und Infotouren am KIT vermittelt. Weitere Maßnahmen wie transdisziplinäre Seminare und Realexperimente richten sich spezifischer an Studierende, Innovatoren und sogenannte Early Adopters. Wesentliches Element des Projekts ist dabei der Dialog: Die Initiatoren wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch mit gesellschaftlichen Akteuren ins Gespräch kommen, um gemeinsam Transformation voranzutreiben und offene Fragen wiederum in die Forschung zu tragen. Zur Verstetigung des Projektes soll das Karlsruher Transformationszentrum (KAT) aufgebaut werden. Ab 2020 soll das KAT als eigenständige Einrichtung Infrastruktur und Kompetenzen zur Durchführung von Wissensdialogen, Weiterbildung und Beratung sowie Forschung, Lehre und Innovationen zur Nachhaltigkeitstransformation bereithalten.

 

Ansprechpartner:

Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse

Dr. Oliver Parodi

Tel: +49 721 608 26816

E-Mail: oliver.parodi(at)kit.edu

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Kontakt

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    • Dr. Uli Rockenbauch
    • Referent der Geschäftsführung
      Helmholtz-Gemeinschaft

Frist für die Einreichung von Skizzen war der 29. Juni 2018. Stichtag für die Einreichung von Vollanträgen ist der 26. Oktober 2018.