Nachhaltigkeit

Die Politik und die Zivilgesellschaft stellt zunehmend Fragen an die Forschung nach Handlungsoptionen für die besonderen ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen, welche sich die Gesellschaft in den nächsten Jahren für eine nachhaltige Entwicklung stellen muss. Dies kann nur durch ein verantwortungsvolles und zukunftsorientiertes Handeln gewährleistet werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft trägt durch interdisziplinäre und internationale Forschung angelehnt an die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft bei. Dabei werden auf multipler Weise zukunftsweisende Entwicklungen in den Bereichen Energie, Gesundheit, Klimawandel, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft sowohl national als auch durch internationale Kollaborationen in Gang gesetzt. Neben den wissenschaftlichen Ergebnissen haben  Forschungsorganisationen auch den gesellschaftlichen Auftrag, sich gegenüber der Umwelt, der Gesellschaft sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den eigenen Forschungs- und betrieblichen Prozessen mit der Thematik Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Die Standards, welche in Wirtschaftsunternehmen für ein effektives und glaubwürdiges Nachhaltigkeitsmanagement benutzt werden, können nur sehr begrenzt oder gar nicht auf Forschungsorganisationen übertragen werden, da sich diese als gemeinnützige Organisationen in ihrem Auftrag, Geschäftszweck sowie rechtlichen und organisatorischen Aufbau von Wirtschaftsunternehmen eminent unterscheiden. Darüber hinaus tritt ein messbarer Effekt von Forschungsleistungen auf Gesellschaft und Umwelt im Gegensatz zu Produkten und Dienstleistungen von Wirtschaftsunternehmen teilweise erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung auf.

Damit die Helmholtz-Gemeinschaft nicht nur Beiträge zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen liefert, sondern auch eine Rolle zur Vermeidung von Risiken und möglichen Schäden durch die Forschungsleistungen sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen einnimmt, ist es essentiell, ein auf die Forschungsorganisationen zugeschnittenes Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen. Diesen Beitrag möchte die Helmholtz-Gemeinschaft durch die Anwendung der verschiedenen Handlungsfelder der LeNa-Handreichung erreichen.

Im Funktionsbereich Gebäude und Infrastrukturen geht es um ein an den Prinzipien einer Nachhaltigen Entwicklung orientiertes Planen, Bauen und Betreiben von Infrastrukturen. Ziel ist dabei die bedarfsgerechte Bereitstellung einer zukunftsorientierten Arbeitsumgebung unter Wahrnehmung der Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Dies schließt die Erfüllung technischer und funktionaler Anforderungen ebenso ein wie die Themen Nutzerzufriedenheit, Energie- und Ressourceneffizienz, Wirtschaftlichkeit und gestalterische sowie städtebauliche Qualität. Die Handlungsfelder in diesem Bereich sind entlang des Lebenszyklus von Gebäuden und Infrastrukturen angeordnet: von der Planung und baulichen Gestaltung über Bau und Modernisierung, Betrieb und Bewirtschaftung bis zu Rückbau und Entsorgung.

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