Das Forschungsspektrum der Technologieplattformen umfasst Projekte aus der Krebsforschung, Virologie, Biosensorik, Enzymologie, Polymerchemie und Mathematik. Die hier entwickelten molekularen Bausteine und Schaltkreise sollen dann in den interdisziplinären Anwendungsprojekten zum Einsatz kommen.

So beschäftigen sich z. B. Forscher der Universität Heidelberg und des Helmholtz-Zentrums München mit dem Aufbau neuer Designervehikel für die gezielte Gentherapie, die auf natürlich vorkommenden Viren basieren. Im Vordergrund steht dabei die Kombination von Oberflächenproteinen verschiedener natürlicher viraler Isolate mit synthetischen Sequenzen, die eine selektive Therapie einzelner Gewebe- und Zelltypen, zum Beispiel bei Pankreaskrebs oder viralen Infektionen, ermöglichen soll.


Am Forschungszentrum Jülich hingegen werden modulare synthetische Enzymkaskaden entwickelt. Diese sollen in mikrobielle Zellfabriken eingebaut werden, um beispielsweise die Nutzung alternativer Kohlenstoff- und Energieressourcen möglich zu machen, oder die Synthese von optisch aktiven Bausteinen zu ermöglichen, die z. B. als Pharmazeutika, Nahrungsergänzungsmittel oder Feinchemikalien genutzt werden können.


Die Entwicklung neuartiger biohybrider Polymere haben sich Forscher an der Universität Freiburg zum Ziel gesetzt. Dabei werden neue Materialien mit justierbaren mechanischen und biologischen Eigenschaften durch den Einbau von synthetischen biologischen Schaltern funktionalisiert, und können so von Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie als 3D-Matrizen für die gezielte Differenzierung von neuronalen Stammzellen genutzt werden.

 

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iGEM Team Heidelberg gewinnt Weltmeistertitel der Synthetischen Biologie

Dem Stein der Weisen, einer Substanz, mit der man Abfall in Gold verwandeln kann, spürte ein Team von 13 Studierenden der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums hinterher. Die Suche war Teil eines Projektes, mit dem sich das Team beim international renommierten iGEM-Wettbewerb des Massachssetts Institute of Technology (MIT) in Boston beteiligt hatte. Vom 1. bis 4. November setzte sich das Heidelberger Team gegen seine 70 Mitkonkurrenten durch und holte damit gewissermaßen den Weltmeistertitel in Synthetischer Biologie. Unterstützt wurde das Team dabei unter anderem von der Helmholtz-Initiative Synthetische Biologie.

 

Synthetic Biology - from Understanding to Application

international symposium on synthetic biology

09.-11.12.2013

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

www.synbio-symposium.de


KONTAKT

Dr. Julia Ritzerfeld

j.ritzerfeld(at)dkfz.de