Unsere Forschungszentren im Überblick

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 18 Helmholtz-Zentren arbeiten an den unterschiedlichsten Themen von A wie Astrophysik bis Z wie Zellforschung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen modernste wissenschaftliche Infrastruktur, insbesondere Großgeräte, die auch der internationalen Scientific Community zur Verfügung stehen. Im Auftrag des Staates verfolgen Helmholtz-Wissenschaftler das ehrgeizige Ziel, wesentlich zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen.

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)

Wie lassen sich Energie und Ressourcen effizient, sicher und nachhaltig nutzen? Wie können wir Krebserkrankungen besser visualisieren, charakterisieren und wirksam behandeln? Und Wie verhalten sich Materie und Materialien unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen? Es sind genau solche Fragen, die die Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) antreiben. Nur auf den ersten Blick verbindet sie wenig miteinander. Energie, Gesundheit und Materie: Die Forschung an diesen Schwerpunktbereichen ist am HZDR eng miteinander verwoben.

Forschungsbereich Energie

In der Energieversorgung und der Rohstoffgewinnung zeichnen sich globale Engpässe ab, während die Entsorgung von Rückständen schon jetzt als eines der größten Umweltprobleme des 21. Jahrhunderts gilt. Deswegen suchen die HZDR-Forscher*innen nach Lösungen, um heutigen und künftigen Generationen einen gleichbleibend hohen Lebensstandard zu ermöglichen. So bündeln das HZDR und die TU Bergakademie Freiberg ihre Kompetenzen und Infrastrukturen im Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie mit dem Ziel, neue und umweltschonende Technologien zur Erkundung, Gewinnung und Nutzung von Rohstoffen zu entwickeln. Das HZDR forscht aber auch neuen Speichertechnologien, verbessert die Effizienz von Industrieanlagen und sucht nach einer optimalen und sicheren Lösung für die Endlagerung hochradioaktiven Abfalls.

Forschungsbereich Gesundheit

In Deutschland erkranken jährlich etwa 490.000 Menschen an Krebs. Um Fortschritte im Kampf gegen diese Krankheit zu erzielen, ist es wesentlich, dass Forscher*innen aus unterschiedlichen Bereichen – von der Biologie über Chemie und Physik bis hin zur Medizin – zusammenarbeiten. Von zentraler Bedeutung ist der reibungslose Transfer von Erkenntnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung und zurück.

Die Krebsforschung am HZDR befasst sich mit mehreren Bereichen: So entwickeln die Wissenschaftler*innen neue radioaktive Arzneimittel für die Diagnose von Krebs und Substanzen für die Krebstherapie. Sie verbessern Verfahren zur Bildgebung in der Onkologie, erforschen eine neue Generation laser-basierter Beschleuniger für die Therapie und optimieren die individualisierte Strahlenbehandlung.

Forschungsbereich Materie

Eine besondere Stärke der Helmholtz-Forschung kommt gerade im Forschungsbereich Materie zum Tragen: der Betrieb und der Einsatz von Großgeräten und komplexen Infrastrukturen. Die HZDR-Wissenschaftler*innen nutzen hohe Magnetfelder oder intensive Strahlen, um grundsätzliche physikalische Phänomene zu erforschen. Damit wollen sie potentielle Materialien für zukünftige Technologien besser verstehen und gezielt beeinflussen. Sie schaffen so die Voraussetzungen für innovative Produkte und Lösungen für die Industrie.

Zahlen & Fakten

Das HZDR gehört seit 1. Januar 2011 zur Helmholtz-Gemeinschaft. An sechs Standorten (Dresden, Freiberg, Görlitz, Grenoble, Leipzig und Schenefeld bei Hamburg) suchen 1.400 Mitarbeiter*innen – davon 500 Wissenschaftler*innen inklusive 170 Doktorand*innen – Antworten drängende Fragen unserer Zeit. Das HZDR entwickelt und betreibt große Infrastrukturen, die externe Messgäste aus der ganzen Welt anziehen: Ionenstrahlzentrum, Hochfeld-Magnetlabor Dresden und Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen ELBE. Das Zentrum wurde am 1. Januar 1992 gegründet – die Geschichte des Forschungsstandortes in Dresden-Rossendorf reicht jedoch bis 1956 zurück.

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

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