Impact Story #20

Präzise Strahlen gegen Augentumore

Ein Teilchenbeschleuniger aus der Forschung rettet heute Augenlicht. Am HZB werden Augentumore mit hochpräzisen Protonenstrahlen behandelt.

Augentumore wie das Aderhautmelanom sind selten, aber gefährlich. Früher bedeutete die Diagnose oft den Verlust des Auges. Entscheidend ist eine Therapie, die den Tumor zerstört, ohne gesundes Gewebe zu schädigen.

Am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) wird dafür ein ursprünglich für die Materialforschung gebauter Protonenbeschleuniger eingesetzt. In Kooperation mit der Charité wurde die Anlage für die medizinische Nutzung weiterentwickelt und optimiert.

Der Protonenstrahl lässt sich äußerst präzise steuern: Er gibt seine Energie gezielt im Tumor ab und schont das umliegende Gewebe. So kann der Tumor wirksam zerstört werden, während Auge und häufig auch die Sehkraft erhalten bleiben.

Der Erfolg ist belegt: Bereits über 5.000 Patientinnen und Patienten wurden am HZB behandelt. In rund 97 Prozent der Fälle lässt sich der Tumor vollständig kontrollieren.

Die Anlage ist heute vollständig auf die medizinische Anwendung ausgerichtet und bietet eine spezialisierte Behandlungsumgebung.

Was als Forschungsinfrastruktur begann, hilft heute, Augen zu erhalten und Leben zu verbessern.

Bild: HZB/. S. Kodalle