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Challenge #160

Wie Chorea Huntington im Gehirn entsteht und wie man die Krankheit aufhalten könnte, erforschen Wissenschaftler:innen am Max Delbrück Center mit einem beliebten Forschungsmodell: der Taufliege.

Das Leben mit Chorea Huntington verläuft jahrzehntelang normal. Dann entgleitet den Betroffenen unaufhaltsam die Kontrolle über ihren Körper, über Muskeln und Gedanken. Denn im Gehirn sterben Nervenzellen ab – bis zum Tod. Wir erforschen das Zusammenspiel der Proteine im Verlauf der Erbkrankheit. Wie, wann und unter welchen Bedingungen beeinflussen sie sich gegenseitig? Kleben fehlgefaltete Proteine zusammen, nehmen Nervenzellen wichtige Aufgaben nicht mehr wahr, Netzwerke der Gehirnfunktion sind gestört. Bei Taufliegen können wir solche Proteinklumpen nachweisen – lange bevor Nervenzellen sterben. Dies stützt unsere These: Wir vermuten, dass sie Chorea Huntington auslösen.

Unsere Grundlagenforschung ist das Fundament für zukünftige Therapien beim Menschen: Führen wir die Verklumpung gentechnisch herbei, verkürzt sich die Lebenszeit der Fliege dramatisch. Mit pharmazeutischen Wirkstoffen können wir diesen Prozess bremsen und das Fliegenleben retten. Welche Signalwege wir dafür ansteuern müssen, finden wir mit künstlicher Intelligenz heraus.

Bild: Franziska Schindler/MDC

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