Helmholtz Tech & Industry Day 2026

Forschungsexzellenz mit industrieller Innovation verbinden

Sarah Engel, Head of AI TRUMPF. Bild: Dominik Butzmann/photothek.de

Wie können strategische Partnerschaften zwischen Forschung, Industrie und Politik Innovationen beschleunigen und die technologische Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas stärken? Diese Frage stand im Mittelpunkt des ersten Helmholtz Tech & Industry Day 2026, der am 9. Juni bei DESY in Hamburg stattfand. 

Auf dem Programm standen Impulsvorträge und Praxisbeispiele, die zeigen, wie Grundlagenforschung durch gezielten Transfer auf die industrielle Anwendung einzahlt: von KI-gestützter Chemie und industriellen Anwendungen Künstlicher Intelligenz, über radionuklidbasierter Theranostik bis hin zu innovativen Photovoltaik-Technologien. In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion diskutierten Helmholtz-Präsident Martin Keller, Alexandra-Gwyn Paetz, Abteilungsleitung Technologiesouveränität im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Sarah Engel, Head of AI bei TRUMPF, Mario Brandenburg, Senior Director für Research & Innovation Strategy bei SAP und Kevin Jablonka, Wissenschaftler beim Helmholtz Institute for Polymers in Energy Applications Jena über die Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationsökosysteme und die Rolle von Forschungseinrichtungen bei der Stärkung technologischer Souveränität. 

„Deutschland und Europa verfügen über eine starke wissenschaftliche und industrielle Basis. Jetzt kommt es darauf an, dieses Wissen schneller in Anwendungen zu überführen, die das Leben der Menschen spürbar verbessern. Dafür brauchen wir mehr Public-Private-Partnerships, die die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie gezielt ausbauen und langfristig verankern. Genau solche Partnerschaften zahlen auf die Ziele der Hightech Agenda Deutschland ein und stärken Europas technologische Souveränität. Deshalb sind wir heute hier“, ordnete Helmholtz-Präsident Martin Keller die Veranstaltung ein. 

Beate Heinemann, Vorsitzende des DESY-Direktoriums, lenkte den Fokus auf die Rolle von Forschungsinfrastrukturen für Technologieentwicklungen in Forschung und Industrie: „Unsere Großforschungsanlagen – wie unsere Röntgenquellen PETRA III oder FLASH – bieten einzigartige Voraussetzungen für wissenschaftliche Durchbrüche und technologische Innovationen. Unser Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken und konkrete gesellschaftliche Mehrwerte schaffen“, so Heinemann.

Die Veranstaltung wurde von den Helmholtz-Innovationsplattformen Hi-Acts und SolarTAP gemeinsam mit der Helmholtz-Gemeinschaft ausgerichtet. Die Helmholtz-Innovationsplattformen verbinden unterschiedliche Forschungszentren mit einer jeweils themenfokussierten Ausrichtung im Hinblick auf Kooperationen mit Anwendern aus der Industrie. Anhand konkreter Beispiele zeigen die Partner, wie neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen Entwicklungen in Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Big Data sowie der Energie- und Materialforschung vorantreiben können. 

Neben den Fachvorträgen bietet die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Anbahnung neuer Kooperationen. Bereits am Vormittag erhielten die Teilnehmenden bei einer Führung über den DESY-Campus Einblicke in die Großforschungsinfrastrukturen, die wissenschaftliche Spitzenforschung und industrielle Zusammenarbeit gleichermaßen ermöglichen. Die Helmholtz-Gemeinschaft plant, den Tech & Industry Day jährlich stattfinden zu lassen, um eine starke Dialogplattform zwischen Grundlagenforschung und Industrie zu schaffen. 

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