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Drei Fragen an die Physikerin Nomi Sorgenfrei

Bild: HZB/M. Setzpfandt

Nomi Sorgenfrei ist Physikerin und forscht an BESSY II des Helmholtz-Zentrums Berlin an katalytischen Dünnschichtmaterialien. Sie ist außerdem Gleichstellungsbeauftragte des Zentrums.

Am spannendsten an meiner Arbeit finde ich tatsächlich die Diversität. Sei es die verschiedenen Wünsche der Nutzer:innen, ein Experiment umzusetzen, was in der knappen Zeit einer Woche im 24-Stunden-Betrieb zu kreativen Lösungen führt. Oder auch die diversen Herkunftsländer der Nutzenden an unserem Strahlrohr. Darüber hinaus blühe ich in meiner Arbeit als Wissenschaftlerin darin auf, das Experiment am Laufen zu halten und die verschiedenen Aspekte wie Laser-Timing, Spektroskopie, Datenerfassung und -auswertung zu orchestrieren und den Nutzer:innen und uns damit spannende Experimente in der zeitaufgelösten Photoelektronenspektroskopie zu ermöglichen. Dabei reichen die täglichen Aufgaben von „Hands-on“-Arbeiten, wie Vakuumkammern öffnen, über Programmieren bis zu Detektorinstandsetzung oder Laserjustage.

Wenn Zeit und Geld keine Rolle spielten, würde ich gerne mehr an aktuellen Phasenübergangssystemen mit gezielter Anregung durch den Pumplaser arbeiten. Diese Arbeit wäre verknüpft mit einer großangelegten Automatisierungsstrategie am Strahlrohr, um diese Experimente zeiteffizient durchführen zu können. Dies umzusetzen, kostet neben Geld aber auch sehr viel Zeit – leider etwas, was wir Strahlrohrbetreuer:innen mit unseren vielfältigen Aufgaben kaum haben.

Ich würde gerne mit Jamie Clayton zu Abend essen, da sie eine wunderbare Schauspielerin ist und ihre Darbietung in der Fernsehserie „Sense8“ mir viel Kraft gegeben hat, meinen Weg zu gehen und zu mir stehen zu können. Genau diese Überschneidungen, die mein Leben mit ihrer Rolle hat, und wie sehr ihre Rolle mich geprägt hat, wäre dann auch das Gesprächsthema – wobei man natürlich nicht im Voraus sagen kann, wie sich so ein Abend entwickeln wird.

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