Helmholtz gratuliert Francis Halzen zum Physik-Nobelpreis
Das IceCube-Observatorium. Bild: IceCube Collaboration
Der Teilchen- und Astrophysiker Francis Halzen wird von der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften für Beiträge zum Neutrino-Observatorium IceCube und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs geehrt.
Seit 2010 liefert ein großer Detektor namens IceCube in der Antarktis bahnbrechende Messungen höchstenergetischer kosmischer Neutrinos. Die nahezu masselosen Elementarteilchen stammen aus den Tiefen des Alls und können Aufschluss über weit entfernte und in der Vergangenheit liegende kosmische Ereignisse liefern. Das Observatorium ist ein Musterbeispiel für eine große internationale Kooperation. Helmholtz ist über seine beiden Zentren DESY und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an der internationalen IceCube-Kollaboration beteiligt. Insbesondere DESY trägt maßgeblich zum Aufbau und der Weiterentwicklung des Observatoriums bei.
IceCube besteht aus vielen optischen Sensoren, die in ein rund einen Kubikkilometer großes Volumen des antarktischen Eises eingelassen sind. Im letzten Jahr wurde IceCube mit neuen optischen Modulen aufgerüstet, um auch Neutrinos kleinerer Energie messen zu können. Forschende des KIT und von DESY leisteten einen wesentlichen Beitrag zu dieser Erweiterung.
Halzen ist ein belgisch-amerikanischer Teilchenphysiker und Professor an der University of Wisconsin–Madison. Er wurde dafür gewürdigt, weil er erkannte, dass sich das Eis am Südpol zur Verfolgung von Neutrinos eignet. Seine Pläne präsentierte er erstmals 1988. Diese Vision und seine wissenschaftliche Führungsrolle seien von grundlegender Bedeutung für IceCube gewesen.
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06.10.2026