
Yang Li
Yang Li entwickelt Methoden für KI und maschinelles Lernen, mit denen sich komplexe biologische Daten analysieren und medizinische Vorhersage treffen lassen.
KI-Verfahren für die personalisierte Medizin
Datenanalyse für komplexe biologische Systeme
Prognose von Krankheitsverläufen, Impfreaktionen und Alterungsprozessen in Immunzellen
Yang Li ist Direktorin des Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM) am Helmholtz-Zentrum für Infektionskrankheiten (HZI) und leitet dort die Abteilung „Bioinformatik der Individualisierten Medizin“.
Li erforscht mithilfe von KI die molekularen Mechanismen von Erkrankungen und nutzt dafür Multiomics-Daten, also Daten ganz unterschiedlicher Moleküle des Körpers, etwa Gene, Proteine oder Stoffwechselprodukte. Die Bioinformatikerin will so Krankheitsverläufe und Impfstoffreaktionen besser verstehen und vorhersagen können.
Mit ihren innovativen Methoden und Algorithmen untersucht sie, wie genetische Veranlagung und Umwelt gemeinsam die Immunantwort beeinflussen und zu Infektionskrankheiten beitragen. Ihre Analysen tragen damit bei zur Entwicklung personalisierter Therapien für Infektionskrankheiten. Pionierarbeit leistete sie auch bei der Erforschung der Immundysfunktionen bei COVID-19, Long-Covid und HIV.
Li entwickelte außerdem das erste Computermodell, das den Altersprozess von Immunzellen abbildet. Diese KI ist frei zugänglich und erlaubt Forschung zur Frage, warum Menschen im Alter anfälliger werden für bestimmte Erkrankungen.
Yang Li promovierte 2010 in Bioinformatik an der Universität Groningen, Niederlande, und forschte dort als Assistenzprofessorin in der Abteilung für Genetik. 2019 wechselte sie an das HZI und leitet seitdem auch das CiiM als Direktorin. Li ist außerdem Professorin für Bioinformatik an der Medizinischen Hochschule Hannover.
Prof. Dr. Yang Li
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung