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Das Programm Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung (NUSAFE)

Gesellschaftliche Vorsorgeforschung, nukleare Sicherheit

Bild: HZDR/Oliver Killig

Auch nach dem Ausstieg aus der Kernenergie zur Stromerzeugung steht Deutschland vor großen Herausforderungen: Die Sicherheit kerntechnischer Anlagen und die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle bis hin zur Endlagerung muss für Jahrzehnte gewährleistet werden. Dazu braucht es exzellente Forschung sowie eine erstklassige Aus- und Weiterbildung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses.

Die Sicherheitsbewertung von Kernreaktoren sowie der Schutz der Bevölkerung und unserer Umwelt vor Strahlenexposition sind strategische, langfristige Ziele der NUSAFE-Vorsorgeforschung – auch nach Beendigung der nuklearen Stromerzeugung in Deutschland. International hat die Kernenergie aber durchaus eine langfristige Perspektive: Länder wie China, Russland und Japan bauen neue Kernkraftwerke, und auch europäische Nachbarn wie z.B. Frankreich setzen weiterhin auf Kernenergie. Die Sicherheitsstandards solcher Reaktoren durch eigene Forschung mitzugestalten, liegt deshalb auch im hiesigen Interesse. Das Programm NUSAFE ist daher auf Sicherheitsfragen fokussiert: Mit welchen Methoden lassen sich Störfallverläufe genauer vorhersagen? Wie zuverlässig funktionieren Sicherheitseinrichtungen wie die Notkühlung und Rekombinatoren? Wie lässt sich das Unfallmanagement in nukleartechnischen Anlagen verbessern?

Radioaktive Abfälle verantwortungsbewusst zu entsorgen und in einem Endlager sicher zu verwahren, bleibt eine Herausforderung für sehr lange Zeit. Die Sicherheit eines Endlagersystems muss nach gesetzlicher Vorgabe für einen Zeitraum von einer Million Jahre nachgewiesen werden. Das Programm NUSAFE betreibt Forschung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf grundlegenden Prozessen, die einen relevanten Einfluss auf die Langzeitsicherheit haben. Wir erforschen, wie sich radioaktiver Abfall im Laufe der Zeit verändert und verhält und wie sogenannte Radionuklide – also radioaktive Substanzen – sicher in Endlagern verwahrt werden können. Außerdem untersuchen wir, welche Schritte weiterhin erforderlich sind: Was muss beim Rückbau kerntechnischer Anlagen beachtet werden? Wie sollten problematische (Sonder-)Abfallarten behandelt werden? Welche zusätzlichen Fragestellungen ergeben sich aus der absehbaren verlängerten Zwischenlagerung ausgedienter Brennelemente? Wie ist die Kernmaterialüberwachung zu organisieren?

Um diese Fragen zu beantworten, betreiben wir einzigartige Laborinfrastrukturen an den beteiligten Helmholtz-Zentren: dem Forschungszentrum Jülich, dem Karlsruher Institut für Technologie und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.

Damit schaffen wir die notwenigen Voraussetzungen für exzellente nukleare Sicherheitsforschung. Im Zusammenspiel mit Universitäten widmen wir uns außerdem intensiv der Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das NUSAFE-Programm ist eng in internationale Netzwerke und Forschungsprojekte eingebunden. Als Mitglieder in verschiedenen Gremien tragen wir zur kompetenten Politikberatung bei.

Überblick:

  • Das Programm NUSAFE trägt maßgeblich zur Bewertung der Sicherheit von Kernreaktoren sowie zum Schutz der Bevölkerung und unserer Umwelt vor Strahlenexposition bei.
  • Mit der Forschung zur sicheren Entsorgung und Endlagerung radioaktiver Abfälle widmet sich das Programm einem integralen Bestandteil der Energiewende.
  • Die einzigartigen Helmholtz-Laborinfrastrukturen schaffen die notwenigen Voraussetzungen für exzellente nukleare Sicherheitsforschung.
  • Ein weiterer Schwerpunkt des Programms liegt auf der Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Themen:

  • Nukleare Entsorgung
  • Reaktorsicherheit

Beteiligte Helmholtz-Zentren:

Aktuelles

Kontakt

Dirk Bosbach

Haupt-Ansprechpartner Programm Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung
Forschungszentrum Jülich

Horst Geckeis

Topicsprecher Nukleare Entsorgung
Karlsruher Institut für Technologie

Sören Kliem

Topicsprecher Reaktorsicherheit
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

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