Wasserstofftechnologien

Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle, um die Klimaziele zu erreichen. Wir erforschen, wie die einzelnen Technologien in das Energiesystem integriert und im großen Maßstab eingesetzt werden können.

Holger Hanselka

Wasserstofftechnologien sind für den Erfolg der Energiewende unverzichtbar. Sie können die Lücke zwischen der schwankenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der Nachfrage nach grünem Strom schließen, fossile Energieträger in Industrieprozessen ersetzen und die Energiesektoren Strom, Wärme, Industrie und Verkehr stärker koppeln – und zwar möglichst effizient und kostengünstig.

Mit seiner einzigartigen Forschungsinfrastruktur trägt Helmholtz dazu bei, Wasserstofftechnologien zu entwickeln, zu testen und marktgängig zu machen. Das Spektrum reicht von den Grundlagen bis zur Anwendung und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette.

Wasserstoff nützt dem Energiesystem nur dann, wenn er sicher gespeichert und zuverlässig transportiert werden kann. In Zukunft wird der Bedarf an Speichern für große Mengen Wasserstoff stark steigen. Dafür kommen verschiedene Möglichkeiten infrage – von unterirdischen Speichern über das bereits vorhandene Erdgasnetz bis hin zu neuen Technologien.

Helmholtz-Wissenschaftler untersuchen die Vor- und Nachteile von unterirdischen Lagerstätten und Erdgasspeichern zur sicheren Lagerung von Wasserstoff. Das Erdgasnetz eignet sich außerdem zum Transport von gasförmigem Wasserstoff. Wasserstoff lässt sich aber auch in Feststoffe einlagern. Beim Erwärmen setzen diese sogenannten Hydridspeicher den Wasserstoff wieder frei.

Eine weitere Möglichkeit: Wasserstoff kann mit ungesättigten organischen Verbindungen zu einer energiereichen Flüssigkeit („liquid organic hydrogen carrier“, kurz LOHC) reagieren, die ähnlich wie Erdöl gelagert oder transportiert wird. Sie lässt sich mit Tanklastern und Zügen gefahrlos befördern.

Die Helmholtz-Forscher entwickeln solche Hydridspeicher und LOHC-Technologien und weiter.


Kontakt

  • Photo of Sören Wiesenfeldt

Kompetenzatlas Wasserstoff

Rund 600 Mitarbeiter an zehn Helmholtz-Zentren forschen an Wasserstofftechnologien der Zukunft.

Broschüre (20 Seiten)

Handout (2 Seiten)

Beteiligte Zentren

Nationale Wasserstoffstrategie

Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie will die Bundesregierung Deutschland zum weltweit führenden Ausrüster für Wasserstofftechnologien machen.

Aus den Zentren

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