Helmholtz-Wintergespräche

In Moskau trafen sich Vertreter deutscher und russischer Politik, Wissenschaft und Bildung zum 4. Mal zu den „Helmholtz-Wintergesprächen". Das Thema in diesem Jahr war Raumfahrt.

Jährlich treffen sich Vertreter deutscher und russischer Politik, Wissenschaft und Bildung zu den „Helmholtz-Wintergesprächen“ in Moskau. Zu wechselnden Forschungsthemen diskutieren die Teilnehmer über gemeinsame Herausforderungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung am 07. Februar unter der Überschrift „Raumfahrt im 21. Jahrhundert – grenzenlose Zusammenarbeit“ statt. Anlass für die Wahl des Themas war die Raumfahrtmission „Horizons“, bei der sich der deutsche Astronaut Alexander Gerst als Kommandant auf eine Reise zur Internationalen Raumstation ISS begab.

Helmholtz-Präsident Otmar D. Wiestler reiste mit einer großen Delegation der Helmholtz- Gemeinschaft zu dem Treffen in die russische Hauptstadt. Zum Auftakt der Veranstaltung betonte der russische Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung Mikhail Kotyukov in seiner Rede die Rolle der deutsch-russischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft. Den Grundstein dazu legte die im Dezember 2018 unterzeichnete Roadmap. Sie schafft die Rahmenbedingungen für den Ausbau der deutsch-russischen Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation zwischen beiden Ländern für die nächsten Jahre.

Seitens der Politik waren die beiden Schirmherren des Abends, Forschungsministerin a.D. Edelgard Bulmahn mit Andrej Fursenko, Berater des russischen Präsidenten, mit dabei. Sie bestritten den ersten Teil der Podiumsdiskussion. Frau Bulmahn erinnerte an die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Ministerebene. Die Förderung von jungen, exzellenten Wissenschaftlern wird auch künftig eine besondere Bedeutung haben.

Bei der anschließenden Diskussion ging es um gemeinsame Missionen und Projekte im Bereich der Raumfahrt. Daran nahmen neben Grigorij Trubnikov, stellvertretender russischer Forschungsminister, Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie sowie die Astronauten Thomas Reiter und Sergej Krikalev teil. Beide vereint mehr als drei Jahre Weltraumerfahrung. Diskutiert wurde unter anderem die Rolle der Internationalen Raumstation ISS. Die Diskutanten sehen die Robotik als eine der großen Möglichkeiten der deutsch-russischen Zusammenarbeit in den künftigen gemeinsamen Forschungen auf dem Mond an.

Die Zahl der Besucher zeigt das große Interesse an den Helmholtz-Wintergesprächen sowohl von den deutschen als auch von den russischen Partnern. Über 200 Gäste haben am Abend die Gelegenheit genutzt, durch ihr persönliches Networking die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu vertiefen.

13.02.2019 , Helmholtz-Redaktion
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