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Open Science

Der Begriff Open Science bezeichnet einen kulturellen Wandel in der wissenschaftlichen Arbeitsweise und Kommunikation.

Bild: Shutterstock/Jackie Niam

Computergestütztes Arbeiten und digitale Kommunikation ermöglichen einen effektiveren und offeneren Informationsaustausch innerhalb der Wissenschaft und fördern den Transfer der Ergebnisse in die Gesellschaft. Der offene, durch möglichst wenige finanzielle, technische und rechtliche Hürden behinderte Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, Forschungsdaten und wissenschaftlicher Software erweitert die Transparenz und die Möglichkeiten zur Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeit, erhöht zudem die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft durch eine verbesserte Informationsversorgung und steigert durch die Erleichterung des Wissenstransfers in Wirtschaft und Gesellschaft auch die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Innovation.

Mit diesen Zielen vor Augen gehörten wir im Jahr 2003 zu den Erstunterzeichnern der "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen".

Bereits seit 2016 arbeiten wir zudem mit einer Open-Access-Richtlinie. Sie bietet einen klaren und verlässlichen Handlungsrahmen für die Transformation wissenschaftlicher Ergebnisse hin zu Open Access. Die Richtlinie sieht vor, dass Publikationen in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften spätestens nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich gemacht werden sollen. Für Mittelempfänger:innen des Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gilt eine entsprechende Richtlinie bereits seit 2013. Ein Positionspapier definiert darüber hinaus unseren Umgang mit Forschungsdaten. Es spricht neben der Frage des offenen Zugangs auch Themen wie die Qualifizierung von Datenspezialist:innen an sowie die Bereitstellung von digitalen Informationsinfrastrukturen und deren organisatorische und finanzielle Absicherung. Ergänzt wurde dies durch Empfehlungen für Richtlinien der Helmholtz-Zentren zum Umgang mit Forschungsdaten. Auch der nachhaltige Umgang mit Forschungssoftware ist ein Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft. 

Das Helmholtz Open Science Office

Die Mission des Helmholtz Open Science Office ist die Förderung des kulturellen Wandels hin zu Open Science. Das von uns 2005 etablierte Office versteht sich als Dienstleister, der diesen Kulturwandels unterstützt. Das Helmholtz Open Science Office richtet sich an alle an diesem Prozess Beteiligten innerhalb von Helmholtz. 

Unter dem Motto "Enabling open science practices in Helmholtz!" wirkt das Helmholtz Open Science Office in die Gemeinschaft hinein und fördert unsere Sichtbarkeit auf nationaler und internationaler Ebene im Bereich Open Science im Sinne der Helmholtz-Mission. 

Um in den Helmholtz-Zentren für Open Science zu werben, pflegt das Office den Dialog mit den dortigen Akteuren aus Wissenschaft, Administration und Serviceeinrichtungen, wie Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren. In regelmäßigen Workshops, Vorträgen, Diskussionen und Publikationen informieren wir außerdem über Chancen und Herausforderungen von Open Science.

Weitere Informationen, etwa zu den Vorteilen von Open Science und den konkreten Projektaktivitäten, finden Sie auf der Helmholtz Open Science Website: http://os.helmholtz.de/

Helmholtz ist zentraler Akteur im German Reproducibility Network

Im Februar 2021 wurde das German Reproducibility Network gegründet. Dieses dezentral organisierte, fächerübergreifende Konsortium strebt an, die Vertrauenswürdigkeit und Transparenz wissenschaftlicher Forschung in Deutschland zu erhöhen. Zu den acht Gründungsmitgliedern zählen die Helmholtz Artificial Intelligence Cooperation Unit und das Helmholtz Open Science Office.

Die Ziele des fachübergreifenden Gremiums lauten:

  • Forscher:innen bei ihrer Weiterbildung in Open-Science-Praktiken und bei der Gründung lokaler Open-Science-Communities zu unterstützen,
  • lokale oder themenspezifische Reproducibility-Initiativen zu einem nationalen Netzwerk zu verknüpfen und die Vernetzung zu fördern,
  • Institutionen bei der Verankerung von Open-Science-Praktiken in ihrer Arbeit zu beraten,
  • die Open-Science-Community gegenüber den Stakeholdern in der weiteren Wissenschaftslandschaft zu vertreten.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist durch die Beteiligung von Helmholtz AI und dem Helmholtz Open Science Office ein zentraler Akteur im German Reproducibility Network. 

Website des German Reproducibility Network

AnsprechpartnerInnen des Helmholtz Open Science Office

os.helmholtz.de

Artikelreihe Open Science

Heinz Pampel vom Helmholtz Open Science Office befasst sich in einer dreiteiligen Artikelreihe mit dem Thema Open Science.

Offene Daten für die Forschung

Offene Fachartikel aus der Forschung

Open Source in der Forschung