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Open Science

Der Begriff Open Science bezeichnet einen kulturellen Wandel in der wissenschaftlichen Arbeitsweise und Kommunikation.

Bild: Shutterstock/Jackie Niam

Computergestütztes Arbeiten und digitale Kommunikation ermöglichen einen effektiveren und offeneren Informationsaustausch innerhalb der Wissenschaft und fördern den Transfer der Ergebnisse in die Gesellschaft. Der offene, durch möglichst wenige finanzielle, technische und rechtliche Hürden behinderte Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, Forschungsdaten und wissenschaftlicher Software erweitert die Transparenz und die Möglichkeiten zur Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeit, erhöht zudem die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft durch eine verbesserte Informationsversorgung und steigert durch die Erleichterung des Wissenstransfers in Wirtschaft und Gesellschaft auch die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Innovation.

Mit diesen Zielen vor Augen gehörten wir im Jahr 2003 zu den Erstunterzeichnern der "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen".

Im September 2022 haben wir die Helmholtz Open Science Policy verabschiedet. Die Richtlinie sieht vor, dass Fachartikel, Forschungsdaten und Forschungssoftware offen publiziert werden. Open Science wird damit Standard der Publikationspraxis. Wir formulieren Leitprinzipien und setzen uns Ziele. Die Richtlinie schafft einen gemeinsamen Rahmen für Open Science an unseren Forschungszentren und integriert die bisherigen Schritte zu Open Science.

Die Helmholtz Open Science Policy ersetzt damit die bereits seit 2016 vorliegende Open-Access-Richtlinie und die seit 2013 gültige Richtlinie für Mittelempfänger:innen des Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft.

Darüber hinaus definiert ein Positionspapier unseren Umgang mit Forschungsdaten. Es spricht neben der Frage des offenen Zugangs auch Themen wie die Qualifizierung von Datenspezialist:innen an sowie die Bereitstellung von digitalen Informationsinfrastrukturen und deren organisatorische und finanzielle Absicherung. Ergänzt wurde dies durch Empfehlungen für Richtlinien der Helmholtz-Zentren zum Umgang mit Forschungsdaten. Auch der nachhaltige Umgang mit Forschungssoftware ist ein Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft.

Bereits seit 2016 arbeiten wir zudem mit einer Open-Access-Richtlinie. Sie bietet einen klaren und verlässlichen Handlungsrahmen für die Transformation wissenschaftlicher Ergebnisse hin zu Open Access. Die Richtlinie sieht vor, dass Publikationen in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften spätestens nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich gemacht werden sollen. Für Mittelempfänger:innen des Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gilt eine entsprechende Richtlinie bereits seit 2013. Ein Positionspapier definiert darüber hinaus unseren Umgang mit Forschungsdaten. Es spricht neben der Frage des offenen Zugangs auch Themen wie die Qualifizierung von Datenspezialist:innen an sowie die Bereitstellung von digitalen Informationsinfrastrukturen und deren organisatorische und finanzielle Absicherung. Ergänzt wurde dies durch Empfehlungen für Richtlinien der Helmholtz-Zentren zum Umgang mit Forschungsdaten. Auch der nachhaltige Umgang mit Forschungssoftware ist ein Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft. 

Das Helmholtz Open Science Office

Die Mission des Helmholtz Open Science Office ist die Förderung des kulturellen Wandels hin zu Open Science. Das von uns 2005 etablierte Office versteht sich als Dienstleister, der diesen Kulturwandels unterstützt. Das Helmholtz Open Science Office richtet sich an alle an diesem Prozess Beteiligten innerhalb von Helmholtz. 

Unter dem Motto "Enabling open science practices in Helmholtz!" wirkt das Helmholtz Open Science Office in die Gemeinschaft hinein und fördert unsere Sichtbarkeit auf nationaler und internationaler Ebene im Bereich Open Science im Sinne der Helmholtz-Mission. 

Um in den Helmholtz-Zentren für Open Science zu werben, pflegt das Office den Dialog mit den dortigen Akteuren aus Wissenschaft, Administration und Serviceeinrichtungen, wie Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren. In regelmäßigen Workshops, Vorträgen, Diskussionen und Publikationen informieren wir außerdem über Chancen und Herausforderungen von Open Science.

Das Informationsangebot richtet sich speziell an diejenigen, die im Rahmen ihrer täglichen Arbeit mit Open Science zu tun haben; im Fokus stehen z. B. Umsetzungsstrategien, technische Aspekte, Geschäftsmodelle und rechtliche Fragen. Neben dem persönlichen Informationsaustausch, z. B. im Rahmen der regelmäßigen Helmholtz Open Science Online-Seminare, wird dieser Dialog auch über die Mailingliste des Helmholtz Open Science Office gepflegt.

Darüber hinaus informiert der Helmholtz Open Science Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Bereich Open Science mit einem besonderen Fokus auf Helmholtz-relevante Aktivitäten. Der Newsletter richtet sich sowohl an Mitglieder der Helmholtz-Zentren als auch an externe Interessenten und erscheint mindestens vierteljährlich.

Weitere Informationen, etwa zu den Vorteilen von Open Science und den konkreten Projektaktivitäten, finden Sie auf der Helmholtz Open Science Website: http://os.helmholtz.de/

Beteiligung der Helmholtz-Zentren an der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

An folgenden NFDI-Konsortien sind Helmholtz-Zentren als antragstellende oder teilnehmende Institutionen beteiligt:

  • DAPHNE4NFDI (Beteiligung aus Helmholtz: DESY, FZJ, HZB, HZDR, HEREON, KIT)
  • DataPLANT (Beteiligung aus Helmholtz: FZJ)
  • FAIRmat (Beteiligung aus Helmholtz: FZJ, HZB, HZDR, KIT)
  • GHGA (Beteiligung aus Helmholtz: CISPA, DKFZ, DZNE, HMGU, HZI, MDC)
  • NFDI4BioDiversity (Beteiligung aus Helmholtz: AWI, UFZ)
  • NFDI4Cat (Beteiligung aus Helmholtz: KIT)
  • NFDI4Chem (Beteiligung aus Helmholtz: KIT, UFZ)
  • NFDI4DataScience (Beteiligung aus Helmholtz: AWI)
  • NFDI4Earth (Beteiligung aus Helmholtz: AWI, DLR, FZJ, GEOMAR, GFZ, HEREON, KIT, UFZ)
  • NFDI4Health (Beteiligung aus Helmholtz: MDC)
  • NFDI4Ing (Beteiligung aus Helmholtz: FZJ, DLR, KIT)
  • NFDI4Microbiota (Beteiligung aus Helmholtz: DLR, FZJ, GFZ, HMGU, HZI, KIT, MDC, UFZ)
  • NFDI-MatWerk (Beteiligung aus Helmholtz: FZJ, HEREON, KIT)
  • PUNCH4NFDI (Beteiligung aus Helmholtz: DESY, DLR, FZJ, GSI, HZDR, KIT)
  • Text+ (Beteiligung aus Helmholtz: FZJ)

Darüber hinaus wirken folgende Zentren als Mitglieder aktiv an der Gestaltung des NFDI-Vereins mit:

  • Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
  • CISPA-Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit
  • Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
  • Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ)
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
  • Forschungszentrum Jülich
  • GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
  • Helmholtz Zentrum Berlin für Materialien und Energie
  • Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ
  • Helmholtz-Zentrum Hereon
  • Helmholtz-Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
  • Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

Mehr Informationen unter https://os.helmholtz.de/open-science-in-der-helmholtz-gemeinschaft/open-research-data/.

Artikelreihe Open Science

Heinz Pampel vom Helmholtz Open Science Office befasst sich in einer dreiteiligen Artikelreihe mit dem Thema Open Science.

Offene Daten für die Forschung

Offene Fachartikel aus der Forschung

Open Source in der Forschung