
Impact Story #18
Typ-1-Diabetes verhindern
Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern. Forschende bei Helmholtz Munich arbeiten daran, die Krankheit früh zu erkennen – und ihren Ausbruch zu verhindern.
Die Zahl der Neuerkrankungen an Typ-1-Diabetes steigt seit Jahren. Oft wird die Krankheit erst entdeckt, wenn bereits schwere Stoffwechselstörungen auftreten. Dabei beginnt sie lange vorher – mit einer fehlgeleiteten Reaktion des Immunsystems.
Forschende bei Helmholtz Munich setzen genau hier an. In großen Studien identifizieren sie Kinder mit erhöhtem genetischem Risiko oder frühen Anzeichen der Erkrankung, etwa durch spezifische Autoantikörper im Blut. Diese Frühstadien eröffnen die Möglichkeit, einzugreifen, bevor Symptome entstehen.
In Präventionsstudien wird das Immunsystem gezielt beeinflusst – etwa durch die orale Gabe von Insulinpulver oder Probiotika. Ziel ist es, die Autoimmunreaktion zu bremsen und den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder zumindest deutlich hinauszuzögern.
Je mehr Kinder frühzeitig untersucht werden und je besser die Therapien werden, desto größer ist die Chance, den Krankheitsverlauf grundlegend zu verändern.
Was heute noch Forschung ist, könnte künftig dazu beitragen, dass Kinder gar nicht erst an Typ-1-Diabetes erkranken.
Bild: Shutterstock/BearFotos