
Impact Story #14
Solarzellen im Display
Smartwatches können heute Licht in Strom verwandeln. Eine am Helmholtz-Zentrum Berlin entwickelte Technologie macht Displays zur zusätzlichen Energiequelle.
Smartwatches begleiten Millionen Menschen im Alltag – doch ihre Akkulaufzeit ist begrenzt. Forschende am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) entwickelten eine Lösung, bei der transparente Dünnschicht-Solarzellen direkt in Displays integriert werden können.
Die besondere Herausforderung: Die Solarzellen müssen lichtdurchlässig sein, damit das Display gut ablesbar bleibt. Am HZB wurden dafür geeignete Dünnschicht-Materialien und Strukturierungstechniken entwickelt, die Sonnen- und Umgebungslicht nutzen, ohne das Erscheinungsbild des Bildschirms wesentlich zu beeinträchtigen.
Gemeinsam mit Industriepartnern wurde die Technologie weiterentwickelt und in marktfähige Produkte überführt. Garmin integrierte die Lösung erfolgreich in Serienmodelle von Sport- und Outdoor-Smartwatches. Die Solarzellen liefern zusätzliche Energie und verlängern die Akkulaufzeit – insbesondere bei Nutzung im Freien. Sie ersetzen den Akku nicht, tragen aber spürbar zur Energieversorgung bei.
Der Impact ist unmittelbar: Geräte müssen seltener geladen werden, Nutzerinnen und Nutzer gewinnen mehr Unabhängigkeit. Zugleich zeigt das Projekt, wie Materialforschung aus dem Labor in industrielle Anwendungen überführt werden kann.
Die transparente Photovoltaik eröffnet darüber hinaus Perspektiven für weitere Einsatzfelder – von mobilen Geräten bis hin zu intelligenten Oberflächen.
Ein Beispiel dafür, wie Helmholtz-Forschung Wissen in Wirkung verwandelt.