Impact Story #11

Saubere Luft beim Tanken

Beim Tanken entweichen Benzindämpfe, die Luft und Klima belasten. Eine Membrantechnologie aus der Helmholtz-Forschung hilft, sie zurückzugewinnen.

Beim Befüllen von Tanks entstehen flüchtige organische Verbindungen (VOCs) – Benzindämpfe, die zur Luftverschmutzung beitragen und gesundheitsschädlich sein können. Weltweit gelten daher strenge Vorschriften, um diese Emissionen zu reduzieren.

Forschende am Helmholtz-Zentrum Hereon entwickelten dafür hochselektive Polymermembranen zur Gastrennung. Bereits vor rund 20 Jahren wurde die Technologie erstmals in Anwendungen zur Rückgewinnung von Benzindämpfen überführt. In entsprechenden Anlagen werden die beim Tanken abgesaugten Dämpfe durch eine Membran geleitet. Die Kohlenwasserstoffe werden dabei konzentriert, verflüssigt und zurück in den Lagertank geführt, während gereinigte Luft entweicht.

So lassen sich VOC-Emissionen um mehr als 90 Prozent senken. Gleichzeitig geht kein Kraftstoff verloren, da die zurückgewonnenen Dämpfe wieder genutzt werden können.

Die Technologie wurde weltweit lizenziert und kontinuierlich weiterentwickelt. Heute sind über 1.000 Anlagen im Einsatz – und die Membrantechnik wird zunehmend auch in anderen Bereichen wie Wasserstofftrennung, Industrieabgasen oder chemischer Produktion genutzt.

Ein Beispiel dafür, wie Helmholtz-Forschung Wissen in Wirkung verwandelt.