Impact Story #09

Frühwarnung vor Tsunamis

Bei schweren Erdbeben bleiben oft nur Minuten. Eine am GFZ entwickelte Software liefert weltweit die Grundlage für schnelle Warnungen.

Starke Erdbeben und Tsunamis gehören zu den zerstörerischsten Naturereignissen. Frühzeitige, verlässliche Informationen können entscheidend sein, um Menschen rechtzeitig zu evakuieren.

Am GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam wurde dafür das seismologische Softwarepaket SEISComP entwickelt. Es verarbeitet kontinuierlich die Daten hunderter bis tausender Messstationen weltweit und bestimmt automatisch Ort, Tiefe und Magnitude eines Erdbebens – meist innerhalb weniger Minuten.

Diese schnellen Analysen bilden eine zentrale Grundlage für nationale und internationale Warnzentren, unter anderem im Indischen Ozean, im Pazifik und im Mittelmeerraum. Auf Basis der seismischen Auswertung entscheiden die zuständigen Behörden, ob eine Tsunami-Warnung ausgegeben wird.

SEISComP erfasst jährlich viele tausend Erdbeben weltweit. Neben der Tsunami-Frühwarnung wird die Software auch für die Überwachung aktiver Vulkane und zur seismischen Gefährdungsanalyse eingesetzt.

Heute gehört SEISComP zu den international verbreiteten Standardwerkzeugen der seismologischen Echtzeitanalyse und ist ein wesentlicher Baustein globaler Frühwarninfrastrukturen.

Ein Beispiel dafür, wie Helmholtz-Forschung Wissen in Wirkung verwandelt.