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Nationale Kohorte

Größte deutsche Langzeit-Gesundheitsstudie beginnt

200.000 Bundesbürger zwischen 20 und 69 Jahren sollen für die "Nationale Kohorte" rekrutiert werden. Bild: Ints Vikmanis, Fotolia.com

Es ist die bislang hierzulande größte Langzeit-Gesundheitsstudie, die Anfang 2014 anläuft. 200.000 Menschen in Deutschland sollen im Rahmen der „Nationalen Kohorte“ über einen Zeitraum von 20 Jahren in regelmäßigen Abständen untersucht und zu ihren Lebensumständen befragt werden. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch Erkenntnisse über die Entstehung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs.

Vieles von dem, was man heute über die Entstehung von Krankheiten weiß, basiert auf Befragungen von erkrankten Personen, die im Nachhinein Auskunft über ihre bisherigen Lebensumstände gegeben haben. Und obwohl die Medizin in den letzten Jahren und Jahrzehnten große Fortschritte gemacht hat, ist vieles noch rätselhaft. Welche Rolle spielen genetische Faktoren, welche die Umwelt, das soziale Umfeld und der Lebensstil der Erkrankten? Die Nationale Kohorte soll einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen leisten. Die Teilnehmer werden ausführlich zu ihren Lebensumständen befragt und in Abständen von 4-5 Jahren gründlich medizinisch untersucht.

Finanziert wird die Studie vom Bundesforschungsministerium (BMBF), den Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft. Im ersten Schritt wird es darum gehen, die Teilnehmer zu rekrutieren. Dazu werden Anfang nächsten Jahres 400.000 zufällig ausgewählte Bundesbürger zwischen 20 und 69 Jahren angeschrieben. Die Initiatoren hoffen, dass die Hälfte der angeschriebenen Personen an der Studie teilnehmen wird. Bundesministerin Johanna Wanka wäre im Fall der Fälle dabei: "Wenn ich einen Brief erhalten sollte, werde ich gerne als Teilnehmerin mitwirken", sagt Wanka.

"Die Nationale Kohorte" - Resonator- Podcast-Episode

"Nationale Gesundheitsstudie beginnt" - Pressemeldung des Forschungsministeriums (BMBF)

Website zur "Nationalen Kohorte"

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