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Drei Fragen an die Elektrochemikerin Michelle Browne

Bild: Helmholtz-Zentrum Berlin/Kevin Fuchs
Michelle Browne ist Elektrochemikerin, Materialwissenschaftlerin und Leiterin der Helmholtz-Nachwuchsgruppe „Elektrokatalyse: Von der Synthese zum Bauteil“ am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB).
Was ist das Spannendste an Ihrem Job?
Wachstum in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist es schön zu sehen, wie die Forschenden in meinem Team in ihrer Karriere vorankommen. Es ist ein großes Privileg, mit den Doktorand:innen und Postdoktorand:innen über ihre Ziele zu sprechen und zu beobachten, wie sie diese erreichen. Wenn ich ihnen dabei helfen kann, ist das ein zusätzlicher Bonus. Zum anderen ist es das Wachstum unserer Wissenschaft am HZB, das Wasserstofftechnologien entwickelt. Es ist wirklich motivierend zu verstehen, wie man Materialien für grünen Wasserstoff optimiert. Es ist faszinierend, wie kleine Änderungen in der Synthese von Materialien die Wasserstoffproduktion verbessern können. Zum Beispiel die Verwendung unterschiedlicher Protokolle zur Herstellung desselben Metalloxids oder der Wechsel der MXene – das sind hochleitfähige 2D-Metallkarbid- und Nitridmaterialien – die dem Metalloxid zugesetzt werden.
Wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würden: Was wäre Ihr nächstes Projekt?
Ich würde ein hochmodernes, autonomes Labor zur Skalierung von Materialien (natürlich auf Metalloxid- und MXene-Basis) für Anionenaustauschmembran-Elektrolyseure (AEM) mit den besten Analysewerkzeugen für die Online-Charakterisierung bauen. Das Labor würde über eine Reihe von AEM-Elektrolyseuren mit unterschiedlichen aktiven Bereichen für die Skalierung sowie eine Syntheseplattform zur Herstellung von MXenen und eine weitere Plattform zur Kombination der MXene mit verschiedenen Metalloxiden verfügen. Hinzu käme ein Bereich mit Roboterarmen zur Herstellung von Membran-Elektroden-Einheiten oder katalysatorbeschichteten Membranen.
Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen und worüber würden Sie dann sprechen?
Mit meinem früheren und aktuellen Forschungsteam und all meinen Mentor:innen (einige im HZB, andere in Irland und dem restlichen Europa), um unsere Erfolge zu feiern und darüber zu sprechen, wie wir gemeinsam weiter vorankommen können, indem wir aus unseren Fehlern lernen.
Zuerst erschienen in unserem Newsletter „Helmholtz Monthly“
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