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Stellungnahme

„Die Aussage der WHO-Behörde bedarf Revision“

Foto: Fotolia/Sergey Ryzhov

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat den Verzehr von verarbeitetem Fleisch, wie etwa Wurst, als krebserregend eingestuft. Der Medizinnobelpreisträger Harald zur Hausen warnt vor voreiligen Schlüssen.

Nach Untersuchungen seiner Arbeitsgruppe erhöht der Konsum von Fleischprodukten einer spezifischen Rinderrasse tatsächlich das Darmkrebsrisiko. Andere Studien haben jedoch ergeben, dass beispielsweise Menschen in der Mongolei, Bolivien und Botswana, die in besonders hohem Umfang rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte verzehren, ein auffallend niedriges Risiko aufweisen, an Darmkrebs zu erkranken. „Aus unserer Sicht bedarf die pauschale Aussage, dass rotes Fleisch und davon abgeleitete Fleischprodukte für das erhöhte Krebsrisiko verantwortlich sind, einer Revision und sie bedarf vor allem eingehender Analysen, inwieweit sich der epidemiologische Zusammenhang, eines artspezifischen Faktors auch in anderen Studien stützen lässt“, sagt zur Hausen.

Zur Stellungnahme zum erhöhten Krebsrisiko durch Fleisch und Wurst

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