Nach Großbrand laufen die Schadensanalysen bei GSI/FAIR
Nach dem Großbrand auf dem Campus des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt am frühen Donnerstagmorgen laufen bei GSI/FAIR die Schadensanalysen auf Hochtouren. Dank der effizienten Notfallregelungen und des schnellen und professionellen Einsatzes der Feuerwehren ist der Brand inzwischen gelöscht. Die Baustelle für das künftige internationale Beschleunigerzentrum FAIR ist von dem Feuer nicht betroffen. Die Brandursache wird derzeit von den zuständigen Behörden untersucht. Personen waren nicht zu Schaden gekommen, für die Nachbarschaft hatte zu keiner Zeit eine Gefährdung bestanden.
„Unser tiefer Dank gilt den Einsatzkräften vor Ort, die mit ihrem kompetenten und schnellen Handeln die Situation erfolgreich unter Kontrolle gebracht haben“, sagte die Geschäftsführung von GSI/FAIR. „Eine erste Bilanz des Geschehens zeigt, dass die Meldeketten und der Krisenstab von GSI/FAIR effizient funktioniert haben: Die Gebäude und der Campus der Forschungseinrichtung waren schnell und vollständig geräumt worden. Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Behörden lief reibungslos.“
Helmholtz-Präsident Martin Keller: „Der Brand am GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung ist ein Rückschlag für die Helmholtz-Gemeinschaft, den Forschungsstandort Deutschland und nicht zuletzt für die internationale Wissenschaftscommunity. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die Schlimmeres verhindert haben. Unser Ziel muss nun sein, Verzögerungen der Inbetriebnahme von FAIR so gering wie möglich zu halten.“
GSI/FAIR wird nun eine umfassende Analyse beginnen, um die Auswirkungen des Brandes zu bewerten. Dazu steht die Geschäftsführung in engem Kontakt mit den eigenen Fachabteilungen und den zuständigen Ministerien und Behörden. Das Ausmaß der Schäden an Infrastruktur und Geräten steht dabei ebenso im Fokus wie die Folgen für den Wissenschaftsbetrieb.
Vom Brand wurde das Gebäude des Linearbeschleunigers UNILAC stark betroffen. Aufgrund des Vorfalls ist ein Experimentierbetrieb der Beschleunigeranlage derzeit nicht möglich. „Unser Fokus liegt darauf, die Folgen des Brandes schnellstmöglich zu bewältigen und den Forschungsbetrieb wiederaufnehmen zu können. Wir werden alle notwendigen Schritte einleiten, um die Kontinuität unserer Arbeit zu sichern“, teilte die Geschäftsführung von GSI/FAIR mit.
06.02.2026