Simon Eickhoff

Simon Eickhoff nutzt maschinelles Lernen zur Erforschung von Hirnfunktion und Hirnfunktionsstörungen.

Als Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin (INM-7: Gehirn und Verhalten) am Forschungszentrum Jülich forscht Simon Eickhoff an der Schnittstelle von medizinischer Praxis und methodischer Innovation. Dabei spielen auch Datenmanagement und mobile Gesundheitsanwendungen (mHealth) eine wichtige Rolle. Verschiedene Daten, wie Hirnscans und Verhaltensdaten, werden miteinander kombiniert, um daraus Modelle für den klinischen Einsatz zu entwickeln. Daraus entstehen sogenannte „digitale Biomarker“, also messbare Hinweise zu Gesundheit oder Krankheit, die aus digitalen Daten gewonnen werden. Sie helfen Erkrankungen früher zu erkennen und Behandlungen besser auf einzelne Patienten abzustimmen.

In zahlreichen klinisch-wissenschaftlichen Verbundprojekten arbeitet Eickhoff daran, datenbasierte Ansätze in die medizinische Praxis zu übertragen, neue KI Methoden weiterzuentwickeln und ihre Anwendung wissenschaftlich sowie im Hinblick auf ethische Fragestellungen zu evaluieren. Dazu gehören auch standortübergreifende Initiativen, in denen digitale Verhaltensdaten erfasst und mit Hilfe von KI ausgewertet werden. Im Fokus stehen dabei verschiedene Erkrankungen wie Depression, Schizophrenie und neurodegenerative Erkrankungen, für die so neue Wege in Diagnose und Behandlung geebnet werden.

Als Programmsprecher des Forschungsprogramms „Biological and Artificial Intelligence: Learning from Living Systems“ der Helmholtz Förderperiode 2028-2034 gestaltet er die interdisziplinäre Weiterentwicklung von KI in den Lebenswissenschaften maßgeblich mit. Ziel ist es, sowohl das menschliche Gehirn mittels KI besser zu verstehen, als auch KI-Systeme nach dem Vorbild biologischer Prozesse weiterzuentwickeln.

Neben seiner Position am Forschungszentrum ist Simon Eickhoff auch Direktor des Instituts für systemische Neurowissenschaften und Professor an der medizinischen Fakultät der Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Der approbierte Mediziner studierte zuvor in Aachen, London, Sheffield, und Sydney, und gehört zu den weltweit meist zitierten Forschern.

Prof. Dr. med. Simon Eickhoff

Forschungszentrum Jülich

Expert:innen für KI-Forschung