Judith Katzy

Judith Katzy erforscht Elementarteilchen, vor allem das Higgs-Boson, mit Methoden des maschinellen Lernens.

Judith Katzy leitet am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) die Forschungsgruppe zu den Elementarteilchen Higgs und Top-Quark.

Maschinelles Lernen ist dabei essentiell für ihre Arbeit: Katzy forscht am ATLAS Experiment des Teilchenbeschleunigers LHC, angesiedelt am Europäischen Forschungszentrum CERN (Genf). Pro Tag produziert ATLAS mehr als 100 Terabyte an Daten. Maschinelles Lernen ist das Werkzeug, um darin wissenschaftliche Entdeckungen zu ermöglichen. 

Am LHC werden Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aneinander gestreut, sodass Teilchen wie das Higgs-Boson erzeugt werden. Diese Teilchen werden im ATLAS Detektor aufgezeichnet und analysiert. Katzy untersucht dabei die Wechselwirkung von Higgs-Bosonen mit Quarks, insbesondere mit dem schwersten existierenden Elementarteilchen, dem sogenannten Top-Quark. Diese Wechselwirkungen spielte bei der Entwicklung unseres Kosmos eine bedeutende Rolle: Beim Urknall ist dieselbe Menge Materie und Antimaterie entstanden, doch heute existiert kaum noch Antimaterie. Diese Materie-Antimaterie-Asymmetrie könnte aufgrund der Wechselwirkung von Top-Quarks mit dem Higgs-Boson entstanden sein.

Judith Katzy studierte Physik an der Universität Heidelberg und promovierte dort auch, ihre Habilitation erlangte sie an der Humboldt Universität zu Berlin. Als Postdoc arbeitete sie am MIT in Boston und an der University of Illinois in Chicago. Katzy forscht seit 2001 am DESY mit Forschungsaufenthalten am CERN und ist in zahlreiche Forschungsprojekte beim ATLAS Experiment und zum maschinellen Lernen eingebunden. Sie ist außerdem Privatdozentin an der HU Berlin.

Dr. Judith Katzy

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

Expert:innen für KI-Forschung