Christian J. Cyron

Christian Cyron nutzt maschinelles Lernen zur Erforschung innovativer Materialien und entwickelt KI-Methoden für die Medizintechnik.

Christian Cyron ist Direktor des Instituts für Werkstoffsystem-Modellierung am Helmholtz-Zentrum Hereon. Er forscht an der Schnittstelle zwischen KI und Computersimulation in den Ingenieurwissenschaften, insbesondere in der Materialforschung und der Medizin.

So arbeitet Cyron zum Beispiel an der Entwicklung einer neuartigen KI-Methode für die Magnetresonanztomographie. Mit dieser sollen umfassende Informationen über mechanische Eigenschaften und die Mikrostruktur biologischer Gewebe nicht-invasiv gewonnen werden. 

Als einer der drei Sprecher des Exzellenzclusters BlueMat ist Cyron außerdem treibende Kraft bei der Entwicklung der sogenannten „Blauen Materialien“, einer vollkommen neuen Klasse von Materialien: Sie machen sich die vielfältigen Eigenschaften von Wasser zunutze und können so auf die Verwendung seltener oder schädlicher Ressourcen verzichten. Interessant sind diese Materialien zum Beispiel für die Energiegewinnung oder als Werkstoff in der Architektur. Zur Erforschung dieser innovativen Materialien nutzt der Ingenieur auch maschinelles Lernen.

Cyron ist neben seiner Tätigkeit für das Hereon auch Professor an der TU Hamburg. Er studierte Maschinenwesen an der TU München, wo er auch promovierte. Nach Stationen an der École Polytechnique in Paris und an der Yale University forscht er seit 2018 am Hereon.

Prof. Dr.-Ing. Christian J. Cyron

Helmholtz-Zentrum Hereon

Expert:innen für KI-Forschung