
Carsten Marr
Carsten Marr treibt mithilfe von maschinellem Lernen die Erforschung, Diagnose, und Behandlung von schweren Blutkrankheiten voran.
KI im Gesundheitswesen
Einzelzellanalyse
Blutkrankheiten
Carsten Marr ist Gründungsdirektor des Instituts für KI im Gesundheitswesen bei Helmholtz Munich, einem europäischen Zentrum für angewandte künstliche Intelligenz. Marr gilt als Pionier auf dem Gebiet der KI-gestützten Diagnostik und Therapie, insbesondere für schwere Bluterkrankungen. Wegweisend sind seine Modelle zur Vorhersage von Stammzellentscheidungen, oder zur automatischen Leukämieerkennung in Blutausstrichen.
Mit seinem interdisziplinären Team entwickelt Marr maßgeschneiderte Algorithmen für die Analyse von Daten mit Einzelzellaufloesung, welche oft die Voraussetzung ist für individuell angepasste Therapieformen.
Für seine Forschung wurde Marr bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Consolidator Grant und dem Eugen Münch Preis für innovative Gesundheitsversorgung. Er studierte Physik an der TU München und am Max-Planck-Institut für Quantenoptik, wechselte dann zur Biologie und promovierte an der TU Darmstadt. Seit 2013 forscht er bei Helmholtz Munich. Seit 2025 ist er außerdem Professor für KI in der Hämatologie und Zelltherapie an der LMU München.