
Anna K. H. Hirsch
Anna Hirsch identifiziert und entwickelt neuartige Antibiotika und Wirkstoffdesigns, insbesondere gegen multiresistente Keime, wobei auch KI zum Einsatz kommt.
Antibiotikaforschung
Wirkstoffsuche mit KI
Wirkstoffdesign, -synthese und -entwicklung mit KI
Anna Hirsch leitet die Abteilung für Wirkstoffdesign und Optimierung am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI). Gemeinsam mit ihrem interdisziplinären Team konzentriert sich die Chemikerin dabei auf die Entwicklung neuer Antibiotika, vor allem gegen multiresistente Keime. Dafür nutzt Hirsch auch KI-Modelle: Diese helfen bei der Suche nach neuen synthetischen Verbindungen und auch bei deren Optimierung. Gleichzeitig lassen sich damit auch Vorhersagen treffen über die Wirksamkeit der Substanzen gegenüber bekannten Erregern oder über ihre weiteren Eigenschaften, die sie zu guten Wirkstoffkandidaten machen.
Hirschs Forschung beschleunigt so die Entdeckung und Entwicklung neuer Antibiotika entscheidend, denn diese kann sich damit auf besonders vielversprechende Wirkstoffkandidaten konzentrieren. Zugleich unterstützen die KI-Systeme auch den Entwurf vollkommen neuer Molekülstrukturen. Sitz der Abteilung Hirschs ist das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS).
Anna Hirsch studierte Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Chemie in Cambridge und am MIT, 2008 promovierte sie an der ETH Zürich. Nach Stationen in Straßburg und Groningen kam sie 2017 an das HIPS, das das HZI gemeinsam mit der Universität des Saarlandes gegründet hat. Hirsch hat dort eine Professur für Medizinische Chemie im Fachbereich Pharmazie inne. Für ihre Forschung wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt etwa mit dem Grand Prix en Sciences Chimiques de l’Institut Grand Ducal (2024) und dem SCT Award for Drug Discovery Chemistry (2025).
Prof. Dr. Anna K. H. Hirsch
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung