Viele COVID-19-Infizierte können nicht mehr richtig schmecken und riechen. Bild: Shutterstock/New Africa

Wie verändert COVID-19 das Riechen und Schmecken?

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann den Geruchs- und Geschmackssinn erheblich stören – bis hin zum vollständigen Verlust. Das zeigt eine internationale Umfrage. Kathrin Ohla vom Forschungszentrum Jülich koordiniert die Befragung für die deutschsprachigen Länder und berichtet.

Das Riechen und Schmecken ist bei Erkältungen oder Grippe oft beeinträchtigt. Was ist daran überraschend, dass COVID-19-Infizierte auch darunter leiden?

Das Bemerkenswerte ist die Heftigkeit der Empfindungsstörungen. Eine erste Auswertung der Angaben von 4.039 Erwachsenen mit positiver COVID-19-Diagnose ergab, dass das Riechvermögen im Mittel um rund 80 Prozent zurückging. Beim Geschmack lagen die Einbußen bei rund 70 Prozent, bei der Irritation durch Brennen, Kälte oder Prickeln bei rund 37 Prozent. Ein Großteil der Teilnehmer beklagte einen vollständigen Verlust

Haben Sie die komplette Umfrage am Forschungszentrum Jülich entwickelt?

Wir sind eine internationale Lenkungsgruppe von neun Wissenschaftlern, die diese Studie koordiniert. Dem gesamten Konsortium gehören 550 Mitglieder in 56 Ländern an.

Wie viele Personen haben bisher mitgemacht?

Wir stehen bei mehr als 40.000 Teilnehmern. Das ist sehr gut, wenn man bedenkt, dass unsere Umfrage etwa 20 Minuten dauert. Wir haben einen sehr umfangreichen Fragebogen, um viele Faktoren mitzuerfassen – etwa Menschen, die einen Geruchsverlust erlitten haben, weil sie sich den Kopf gestoßen haben oder nicht schmecken können, weil sie sich einer Chemotherapie unterziehen.

Wie viele dieser 40.000 Teilnehmer wurden positiv auf COVID-19 getestet?

Aktuell sind wir bei 8.000 COVID-19-Positiven. Wir fragen das auf verschiedenen Ebenen ab: Haben Sie einen positiven Speicheltest? Einen positiven Antikörpertest? Hat der Arzt die Erkrankung ganz ohne Test festgestellt? Hatten Sie einen explizit negativen Test oder noch gar keinen? Das haben wir alles unterschieden, um die verschiedenen Gruppen miteinander zu vergleichen.

Was lässt sich aus den ersten 4.039 Datensätzen der COVID-19-Erkrankten herauslesen?

In dieser ersten Auswertung wollten wir herausfinden, wie sich Patienten mit einem positiven Labortest von denjenigen unterscheiden, die keinen Test durchgeführt haben, aber ihrem Arzt zufolge alle Symptome aufweisen. Wir haben verglichen, wie sich diese Gruppen in ihren subjektiven Berichten unterscheiden, wie gut sie riechen, schmecken und Irritationen erleben können.

Mit welchem Ergebnis?

Wir sehen, dass es in beiden Gruppen einen massiven Verlust beim Riechen und Schmecken gibt. Bei der Irritation war das Bild komplizierter. Da gab es Personen, die diesen Sinn komplett verloren haben, Teilnehmende, die ihn halb verloren haben und Personen, die Irritationen weiterhin komplett spüren können. Dass es beim Riechen und Schmecken so ein „Alles-oder-nichts-Prinzip“ war, ist ein spannendes Ergebnis.

Aber beruhend auf subjektiven Einschätzungen.

Normalerweise würden wir die Personen bei uns im Labor testen. Das geht in diesen Zeiten natürlich nicht. Es gibt aber eine ganze Reihe von Studien, die gezeigt haben, dass Selbsteinschätzungen sehr gut funktionieren, wenn Menschen tatsächlich massiv beeinträchtigt sind. Sie funktionieren hingegen nicht zuverlässig, wenn wir beispielsweise zehn Prozent der Riechfähigkeit verlieren. Das können wir nicht gut selbst einschätzen. Aber wenn wir fast alles verlieren, sind wir da genauso gut wie ein objektives Messverfahren. Dass sich die Gruppen mit Labortest und mit einer Einschätzung durch den Arzt nicht unterscheiden, zeigt uns, dass man die ärztliche Beurteilung ernst nehmen sollte.

Die Umfrage sagt aber nichts darüber aus, wie oft diese Schäden bei COVID-19-Patienten auftreten. Wer keine Beeinträchtigungen hat, ist natürlich wenig motiviert, daran teilzunehmen.

Genau, das kann mit einer Online-Befragung nicht einfach erfasst werden. Es gäbe nur eine Möglichkeit, indem man eine repräsentative Stichprobe zieht. Einige klinische, wenn auch nicht repräsentative Stichproben zeigen uns, dass bei 50 bis 80 Prozent der COVID-19-Erkrankten Riech- und Schmeckstörungen auftreten – gerade bei denjenigen mit mildem Krankheitsverlauf. Bei den besonders schweren Fällen konnte man die Zahl nicht bestätigen. Aber das ist natürlich auch das Letzte, was der Arzt erfragt, wenn jemand mit akuten Atemproblemen eingeliefert wird.

Wie lange treten die Beeinträchtigungen auf?

Für diese Frage haben wir gerade eine große zweite Studie gestartet, die die Symptome über längere Zeit nachverfolgen soll. In unserer ersten Studie ist unser Einschlusskriterium, dass die Probanden akute Symptome einer Atemwegserkrankung haben, in den letzten zwei Wochen zumindest. Viele Teilnehmer haben aber gesagt: Meine Krankheit hat schon vor Wochen begonnen und ich habe immer noch Symptome. Wir sehen, dass die Teilnehmer im Schnitt einen Monat krank sind. Das ist eine lange Zeit und wenn wir uns einzelne Patientenberichte anschauen, sehen wir sehr viele Fälle, die auch nach drei Monaten immer noch nicht riechen können. Es ist wirklich langwierig und anders als bei anderen viralen Erkrankungen.

Woran könnte das liegen?

Die Mechanismen sind andere. Bei einem Grippevirus oder anderen Coronaviren sehen wir: Die Patienten sind erkältet, die Nase ist zugeschwollen und wenn das Fieber weg ist, verlieren einige für eine Zeit ihren Geruchssinn und dann kommt er meist zurück. Bei den COVID-19-Patienten ist das anders: Sie können in der Regel sehr gut durch die Nase atmen, können aber von Anfang an nicht riechen. Viele sagen sogar, dass der Riechverlust vor allen anderen Symptomen eingetreten ist. Das ist sehr ungewöhnlich. Das zeigt, dass das Virus das Geruchssystem direkt befällt. Da auch Geschmack und Irritation betroffen sind, die davon unabhängige Sinnessysteme sind, sehen wir, wie das Virus auf diese Systeme einwirkt.

Nämlich unterschiedlich?

Genau. Das Geruchssystem ist das einzige System, bei dem die Sinneszellen Neuronen sind, während das Schmecksystem Hautzellen hat, hauptsächlich auf der Zunge. Es scheint so zu sein, dass die Nervenzellen im Geruchssystem absterben. Glücklicherweise ist es aber auch das einzige System, bei dem sich Neuronen erneuern können. Das dauert aber durchaus mehrere Monate.

Dann kann man also wieder normal riechen?

In der sogenannten Erneuerungsphase riechen Sie falsch. Sie schnuppern an Ihrem Kaffee und er riecht nach Ausguss. Man nennt dieses Phänomen, dass Dinge plötzlich anders riechen, Parosmie. Fäkalgeruch, Abflussgeruch, Brandgeruch: Es gibt leider keine angenehmen Parosmien, es riecht nie nach Blume. Das ist sehr belastend für die Patienten, aber ein Zeichen dafür, dass sich das System heilt. Die Wahrscheinlichkeit ist dann sehr hoch, dass ein Großteil des Geruchssinns wiederkehrt.

Und wie verhält es sich mit dem Geschmackssinn?

Der funktioniert über Hautzellen, die sich alle 14 Tage erneuern. Hier ist der Einfluss des Virus weniger problematisch. Um alles zusammenzubringen, brauchen wir aber noch mehr Daten. Dafür haben wir einen Selbsttest veröffentlicht. Daran kann jeder teilnehmen, egal ob erkrankt oder nicht. Da geht es darum, an Haarshampoo zu riechen, etwas Zucker oder ein wenig Chilipulver auf die Zunge zu nehmen und das zu beurteilen. Wer beeinträchtigt ist, kann verfolgen, wie sich seine Wahrnehmungen verändern. Gesunde Teilnehmer können ihre Riech- und Schmeckfähigkeiten tracken und sind so für den Ernstfall sensibilisiert. 

Was bedeutet ein Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns generell für die Betroffenen?

Das hat Auswirkungen auf ihr Essverhalten, aber auch auf die gesamte Lebensqualität. Viele Betroffene sind verzweifelt, haben Angst oder leiden unter depressiven Verstimmungen. Eltern berichten zum Beispiel, dass sie ihre Kinder nicht mehr riechen können und empfinden das als sehr belastend. Wenn ich nicht riechen kann, kann ich auch nicht prüfen, ob ich selber Körpergeruch habe oder ob Gefahren wie Brände drohen.

Was können Sie Betroffenen sagen?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Geruchs- und Geschmackssinn mit der Zeit zurückkehren, ist größer als dass die Sinne dauerhaft betroffen bleiben. Um sie in Prozent auszudrücken, fehlen uns jedoch die Daten, da es bisher noch keine Langzeituntersuchungen gibt. Deshalb können wir Betroffenen nichts garantieren, sondern nur auf Erfahrungen mit anderen Viruserkrankungen setzen.

Bis wann ist die Teilnahme an der Umfrage noch möglich?

Es gibt keine Deadline. Je mehr Daten wir erhalten, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Wir werden immer wieder Zwischenergebnisse auswerten, wenn wir eine kritische neue Datenmenge erreicht haben.

Online-Umfrage des Globalen Konsortiums für Chemosensorische Forschung (GCCR)

Die Umfrage des GCCR ist seit dem 7. April 2020 und in 32 Sprachen online. Teilnehmen können alle Erwachsenen, die aktuell oder in den letzten zwei Wochen unter einer Atemwegserkrankung wie COVID-19, Grippe oder Erkältung leiden oder gelitten haben. Der Fragebogen erfasst den Geruchssinn, den Geschmackssinn und den Sinn für bestimmte Empfindungen im Mund. Dazu zählen Brennen, Kälte oder Prickeln etwa beim Kontakt mit Chili, Pfefferminzbonbons oder Kohlensäure. Diesen dritten Sinn nennen die GCCR-Experten Irritation. Die Teilnehmer sollen auf einer Skala zwischen 0 und 100 angeben, wie gut sie ihre Wahrnehmungen mit dem jeweiligen Sinn vor und während der Erkrankung beurteilen.

Die über 500 Mitglieder des GCCR wollen die globale Zusammenarbeit in der Erforschung der chemischen Sinne Geruch und Geschmack fördern – in Abstimmung mit lokalen Labors, Wissenschaftlern und Kliniken.

Link zur Teilnahme: https://gcchemosensr.org/surveys/

Außerdem haben Kathrin Ohla und ihr Team einen Geruchs- und Geschmackstest für jedermann entwickelt. Damit können alle Interessierten ihr Riech- und Schmeckvermögen kontinuierlich zu Hause messen: www.riech-check.de

15.07.2020 , Thomas Röbke

Leserkommentare

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Sylvia   15-07-2020 11:07

Ich freue mich, diesen Artikel gefunden zu haben. 3,5 Monate nach meiner Covid 19 Erkrankung leide ich unter Parosmie. Aktuell wird es von Tag zu Tag schlimmer. Während der akuten Covid Phase hatte ich kompletten Geruchsverlust. Der kam aber wieder und war halbwegs ok. Erst seit20 Tagen kommt diese heftige Parosmie.
Ich danke für Ihre Infos!

Christine   04-08-2020 17:08

Ich erfahre genau das gleiche wie Sylvia. Kompletter Verlust nach Covid 19, dann teilweise wieder zurueck und jetzt seit ca. 5 Wochen Parosmie. Ich hoffe sehr das dies der Anfang einer Genesung ist.

Julia   13-08-2020 11:08

Endlich finde ich Artikel zu dem gleichen Problem was ich aktuell auch habe!
Ich bekam im März Corona und konnte ca 10 Tage nichts riechen und schmecken. Dann war alles wieder gut. Seit Ende Mai kam dann die Parosmie. Benzin, Kaffee, Eier, Fleisch, Zwiebeln, Schweiß u.v.m.... es riecht alles so unerträglich und kaum einer kann es nachvollziehen. Ich habe dieses Problem nun schon seit fast 3 Monaten.. ich hoffe so sehr, dass ich bald wieder normal riechen kann. Es beeinträchtigt mich sehr, weil ich von jetzt auf gleich auf so viele Lebensmittel verzichten musste.. ich wünsche den anderen Betroffenen eine schnelle Genesung!

claudia   16-08-2020 23:08

auch ich bin sehr froh, endlich etwas darüber zu lesen, was ich empfinde bzw. rieche. es ist wenig im netz zu finden und keiner der von mir konsultierten ärzte kann nachvollziehen was diese kakosmie für mich bedeutet. auch in der hno-ambulanz der charite traf ich eher auf unverständnis. man geht auf den geruchsverlust ein, aber die phantomgerüche scheinen selbst diesen fachärzten so gut wie nicht geläufig zu sein. so habe zumindest ich es an 2 verschiedenen fachärztlichen institutionen erlebt. es ist schon ziemlich widerlich, wenn man diese irrealen, surrealen, ekligen gerüche in der nase hat, es kann einem echt kirre machen. ich hoffe, es handelt sich wirklich um eine wiederherstellung der geruchsnerven. auch ich muss irgendwann in der letzten märzhälfte an covid 19 erkrankt gewesen sein. ein test fiel negativ aus, meiner meinung nach wurde er nicht gut ausgeführt... oder aber es konnten schon keine viren mehr nachgewiesen werden. jedenfalls hatte ich fast 3 wochen einen totalen geruchs- und geschmacksverlust. ansonsten nur sehr leichte bis keine symptome. ein antikörpertest ende april fiel dann positiv aus. die parosmie habe ich erst nicht richtig einordnen können, sie begleitet mich aber schon seit mehreren wochen. ich würde mich sehr gerne mit den damen, die hier auch kommentiert haben austauschen. hat sich jemand von ihnen neurologisch (mrt?) untersuchen lassen? alles gute!

Andreas   26-08-2020 12:08

Sehr interessant und sehr froh den Artikel gefunden zu haben. Hatte auch Covid mit komplettem Geruchssinnsverlust. Der kam dann langsam wieder, war alles ok, Wochen später plötzlich verschiedene Gerüche falsch. Andere ganz normal. Hat jetzt ein paar Tage gedauert bis ich einen Zusammenhang hergestellt habe. Aber es ist ein neuer Geruch, ein Geruch den ich zuvor nicht kannte und kaum beschreiben kann; der neue, falsche Geruch.

Sabina   28-08-2020 14:08

Kann mich den letzten Kommentaren anschließen. Ich hatte im März einen akuten Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn, dieser kam dann wieder und nun habe ich seit 2 Monaten eine sehr starke Parosmie, die sehr belastend ist.

Johannes   31-08-2020 13:08

Danke für die Einordnung im Artikel und auch den vorigen Kommentatoren. Auch ich bin froh, meine unangenehmen Geruchs- und Geschmacksveränderungen fünf Monate nach meiner COVID-Erkrankung klar als Parosmie identifizieren zu können und damit Hoffnung auf eine Rückkehr des vollständigen Geruchssinns zu gewinnen. Die momentanen "Störgerüche" besonders von Schweiß, gewissen Obst- und Gemüsesorten, Süßstoff-Getränken treten seit einigen Wochen überall im Alltag auf und sind sehr irritierend.

Christoph Mödder   03-09-2020 10:09

Ich bin ebenfalls hoch erfreut, endlich etwas zum Thema Geruchs- und Geschmacksveränderung nach überstandener COVID-19 Infektion im Netz zu finden. Ich war im März infiziert mit einem mittelschweren Verlauf, hatte 100% Geschmacks- und Geruchsverlust über fast 10 Tage. Aktuell (September 20) habe ich immer noch einen Antikörperwert von 18.8+. Mein Geruchssinn kam nach der Infektion schnell wieder (Gott sei Dank!), aber dann trat für mich der "CORONA-Geruch" ein. Ein Geruch, den ich gar nicht beschreiben kann mit bisher bekannten Gerüchen, daher habe ich ihn für mich so genannt. Ich stelle ihn fest bei Ausscheidungen des eigenen Körpers (Urin, Schweiß), bei Nahrungsmitteln (Eier, vor allem bei geschnittenen Zwiebel), aber auch häufig auf dem Golfplatz oder unterwegs in den Straßen. Ich habe es für mich mit Schwefel in Verbindung gebracht, aber vielleicht ist das physikalisch falsch. Jedenfalls nervt es enorm und nach nun 6 Monaten bin ich nicht überzeugt, dass es jemals wieder besser werden wird. Ich wünsche allen gute Genesung.

B   06-09-2020 22:09

Ich bin ein wenig erleichtert als ich diesen Artikel gelesen habe.
Ich hatte Ende März Corona (Test negativ, aber habe Antikörper) und kann neben anderen Spätfolgen auch nicht mehr richtig riechen oder schmecken.
Besonders diese Parosmie finde ich unerträglich. Vieles riecht einfach schlimm. Den Geruch kann man gar nicht beschreiben. Es beeinträchtigt einen schon sehr im alltäglichen Leben und belastet sehr stark. Doch außer Geruchstraining, was bis jetzt nicht viel geholfen hat, kann man laut den Ärzten nichts machen. Leider...

Anja   09-09-2020 02:09

Auch bei mir gewisse Erleichterung, dass ich nicht alleine mit meiner " Geruchsverirrung" bin. Andererseits noch keine positive Meldung von jemandem, der es ausgestanden hat.
Wie schon bei Anderen beschrieben zuerst Verlust von Geruch und Geschmack (03-04/20). Danach wieder als normal empfunden. Seit ca Juli treten diese abartigen Gerüche auf, die außer mir niemand wahr nimmt. Mich macht es wirklich kirre,wenn so vieles ( Brot, Paprika,Ei,Deo, Spülmaschine ,die Haut.....) danach riecht....krieg manchmal "Vergolgungswahn" davon.
Außerdem kam bei mir ca zeitgleich der Verlust etwa der Hälfte meiner Haare und eines Nagels.

Kübra   09-09-2020 12:09

Hallo zusammen,
Natürlich ist es nicht schön zu wissen das es anderen genauso schlecht geht wie mir aber es ist eine Bestätigung für mich das ich nicht durchgedreht bin und mir diese Gerüche vorstelle. Seit dem 19.04.2020 rieche ich nichts mehr bzw kam es nach 14 Tagen leicht zurück ich hatte die Hoffnung es wird besser doch als es nach 2 Monaten nicht besser wurde suchte ich mein HNO-Arzt auf sie verschrieb mir Cortison haltige Tabletten die ich nur 1 tag zu mir genommen habe weil ich in dieser Nacht höllische Kopfschmerzen bekam wir vermuteten das ich die Tabletten nicht vertragen habe aber ich denke, es hat einen Zusammenhang mit meiner jetzigen Situation. Seit 2halb monate riecht alles eklig verbrannt abgestorben das kann man nicht einmal beschreiben. Ich habe dadurch 12 kg abgenommen ich denke mir jeden tag okay was isst du heute. Eier Zwiebeln so vie beschrieben unerträglich. Ich wurde auch in die klink überweisen nach einem riechtest und ein CT von meinen Nasennebenhöhlen und ein MRT von meinen Nasennerven sagte mir der Oberarzt der HNO Klink in Heidelberg, sie wollen wieder mit cortizon behandeln weil nichts sichtbares da ist was anderes können die leider für mich nicht tun. Ich habe 0 Hoffnungen das ich je wieder schön riechen kann. Bleibt gesund.

Schernus, Simone   12-09-2020 15:09

Ich war den Tränen nahe als ich gesehen habe, dass ich nicht alleine bin. Ich habe schon an mir gezweifelt und gedacht, dass ich mir das alles nur einbilde. Auch ich bin Ende März an COVID 19 erkrankt. Ich hatte einen sehr leichten Verlauf. Seit dem 02.04.19 habe ich meinen Geruchssinn verloren. Komischerweise konnte ich aber alles schmecken. Erst vor einigen Wochen habe ich dann auch den Geschmackssinn verloren. Es beeinträchtigt wirklich die Lebensqualität und ich esse eigentlich nur weil ich Hunger habe, genießen kann ich nicht. Diese komischen Gerüche die man wahrnimmt sind meist eklig und schwer zu beschreiben. Ich habe vor kurzem eine Cortison-Infusion von meinem HNO-Arzt bekommen. Das ist jetzt 3 Wochen her. Bis jetzt noch keine Besserung. Aber ich denke dass ist auch normal. Am 14.09. muss ich nochmals hin. Mal schauen wie es dann weiter geht. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf und werde weiterhin positiv denken, auch wenn es immer schwerer fällt.

Schernus, Simone   14-09-2020 11:09

Ich muss mich korrigieren. Seit dem 02.04.20 kann ich nichts mehr riechen und schmecken.

Silke Gotthardt   16-09-2020 21:09

Ich bin Ende März erkrankt und verlor sofort den Geruch-und Geschmacksinn!
2 Monate später fing ich an, wieder etwas zu schmecken! Besonders süß und salzig bzw.scharf! Nach weiteren 2 Monaten kam der Geruchssinn minimal wieder! Eine stark duftende Rose oder Sommerflieder kann ich MANCHMAL riechen! Aber wirklich nur minimal! Deswegen hoffe ich, das Zeit der wahre Ratgeber ist!
Allerdings stört mich mein Geschmackssinn wahnsinnig! Seit ca.1 Monat schmeckt alles wie vom Holzkohlegrill (rauchig), sogar Salat!
Getränke schmecke ich komischerweise ganz gut! Deswegen hoffe ich sehr, das auch hier die Zeit ein guter Ratgeber ist!
Ich war deswegen nicht beim Arzt und warte einfach weiterhin ab!
Irgendetwas passiert mit meinen Zellen, das spüre ich und so lange ich Veränderungen spüre, gebe ich die Hoffnung nicht auf!
Allen Mitpatienten weiterhin GUTE GENESUNG und mein Rat...GEBT EUCH ZEIT!

Frank Barth   16-09-2020 23:09

es ist interessant das es mehr menschen gibt die das gleiche phänomen haben.
Ich habe einen Geuchs- und Geschmacksverlust seit März. Erst vor einer Woche habe ich das erste mal wieder etwas gerochen. Ich bin anm einem landirtschaftlichen Betrieb vorbei gefahren und habe den Stallgeruch war genommen. Es wa sehr schön. Der Geschmacksverlust ist noch da süßes, saures und salziges merke ich aber gar keine Aromen. Ich hatte gar keine Corona Syntome.
Ich wünsche allen eine schnelle Genesung.

Christoph   17-09-2020 08:09

Hallo Leidensgenossen,
poah, ich bin so froh, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin. Ich hatte Mitte März auch eine CoVid Infektion mit komplettem Geruchs- und Geschmacksverlust. Nach zwei Wochen ging es wieder leicht bergauf und ich dachte so bis vor 5 Wochen, das Thema wäre erledigt. Doch dann hatte ich plötzlich immer wieder so einen Geruch nach "Wäsche die feucht gelagert wurde und dann faulig riecht" in der Nase. Nicht permanent, sondern immer mal wieder. Das wurde dann immer häufiger und hat sich dann in so einen "erdig, fauligen" Geruch geändert. Ich kann es nicht zuordnen, wann es kommt, mal ist es da mal nicht. Vom HNO Arzt habe ich Kortison-Nasenspray bekommen und da wurde es erst mal kurz besser. Inzwischen ist es aber wieder wie zuvor. Am Dienstag geht´s ins MRT, mal sehen was man dort rausfindet.
Wie ist es bei Euch? Auch so sporadisch, mal mehr, mal weniger? Würde mich über Feedback freuen. Das Ganze verunsichert einen schon sehr...

Schernus, Simone   17-09-2020 12:09

Ich habe diese ekligen Gerüche auch nicht permanent. Ich befinde mich draußen oder drinnen und auf einmal ist dieser Geruch da. Komischerweise riechen meine Mitmenschen das nicht. Das einzige was ich im Moment richtig riechen und schmecken kann ist Honig. Das war’s dann aber auch. Bin gespannt was bei Dir beim MRT rauskommt und würde mich freuen wenn du mal berichtest. Allen weiterhin alles Gute und Geduld.

Silke B.   17-09-2020 14:09

Hallo zusammen und vielen Dank an alle, die sich hier gemeldet haben. Auch ich erkrankte Ende März an Covid19 mit leichtem Verlauf, aber völligem Geruchs- und Geschmacksverlust. Dieser Zustand hielt mehrere Wochen an. Dann kehrte beides etwas zurück, blieb aber bis Ende Juli deutlich eingeschränkt. Seit Anfang August nun riecht plötzlich fast alles "falsch", sehr unangenehm und nicht zu beschreiben. Es ist ein Geruch, den ich sowohl in Kosmetikartikeln, Lebensmitteln, in Räumen als auch im Freien wahrnehme. Ich kann es oft vorher nicht einschätzen, das empfinde ich als besonders belastend. Fast alle Speisen und Getränke schmecken nach diesem Geruch.... wirklich eklig.... Es schränkt mein Leben gerade sehr stark ein. Ich freue mich schon unglaublich, wenn ich zufällig einmal etwas finde, was normal schmeckt oder ganz normal riecht, auch wenn es etwas ist, was ich vor Covid19 nicht so gern gegessen oder gerochen habe. Hauptsache normal!!!!! Die Therapie besteht bei mir zurzeit in 2xtäglichem Riechtraining und die Einnahme von Cortison-Nasenspray und VitaminB Präparaten. Ich hoffe sooooooo sehr, wie alle hier, dass es mit der Zeit besser wird..... Ich wünsche Euch viel Kraft und alles Gute!!!!

Petra   19-09-2020 14:09

Ich bin sehr froh, endlich Erfahrungsberichte zu lesen. Es ist etwas beruhigend, weil Außenstehende dieses Problem gar nicht verstehen können, wie es ist, wenn man monatelang nicht riechen und schmecken kann. Ich bin im April an COVID 19 erkrankt, ein leichter Verlauf. Hatte ungefähr sechs Wochen einen kompletten Geruchs- und Geschmacksverlust. Danach konnte ich wenige Dinge wieder schmecken, z.B. Essig, Tomaten oder Erdbeeren. Inzwischen nehme ich nur noch diesen eigenartigen Geschmack oder Geruch war, der einem wirklich den Appetit verdirbt. Fleisch, Wurst, Eier und Kaffee schmecken abartig und Waschmittel riecht einfach schrecklich. Ich hatte vor der Erkrankung einen ausgezeichneten Geruchs- und Geschmackssinn und hoffe einfach, dass nach dieser Phase des „Fehlschmeckens“ alles wieder normal wird. Vom HNO Arzt wurde mir das Riechtraining empfohlen, der Hausarzt ist völlig ratlos. Ich wünsche allen viel Kraft und das wir bald positive Nachrichten lesen können.

Sabrina   21-09-2020 13:09

Hallo,
auch ich erkrankte Anfang März an covid, verlor den Geruchs- und Geschnachsinn für ca. zwei Wochen und habe seit Anfang Juni Geruchsverwirrungen bei Zwiebeln, Ei und Kaffeesatz. Auch in der Natur rieche ich ab und zu einen unangenehmen Geruch.
Ich kann euch aber berichten, dass ich seit ein paar Tagen ab und zu wieder Zwiebeln riechen/essen kann. Ich nehme nur ein paar Vitamin Präparate ein. Ob das zusammenhängt kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.

Halter durch! Ich hoffe die Zeit heilt die Nervenzellen.

Peter Schiller   21-09-2020 21:09

Schön hier ein paar Gleichgesinnte gefunden zu haben. Ich hatte Anfang April eine Covid-19 Infektion mit komplettem Geruchs/Geschmacksverlust für 10 Tage. Ansonsten aber keine Symptome. Seit Anfang Juni (also bald 4 Monaten) leide ich auch unter einer Parosmie. Vor allem wie schon öfters genannt riechen Schweiß, Fleischprodukte (am schlimmsten Extrawurst und Toastschinken) und Urin am unerträglichsten für mich. Ich hoffe allen eine gute Genesung, falls diese irgendwann eintrifft.

Edith L.   25-09-2020 20:09

Endlich weiß ich nun, wie sich mein Problem nennt. Ja. Auch ich habe seit einigen Wochen Parosmie. Hatte Anfang April Covid 19. Zuerst ging der Geschmacksinn weg, dann der Geruchsinn. Nach einiger Zeit war alles wieder normal. Dann so ca. seit 5 Wochen dieser ekelhaften Geruch. Zuerst dachte ich nur, dass mein Mann einen merkwürdigen Kaffee gekauft hätte, dessen Geruch mir plötzlich ekelhaft vor kam. Dann hatte ich den Geruch einfach so zwischendurch am Tag in der Nase und auch im Straßenverkehr beim Auto fahren aber auch als Fußgänger. Im Baumarkt in der Nähe der Bäckerei und auch anderen Situationen. Ja, auch ich zweifelte schon an mir selbst. Habe mich gefragt, ob ich vielleicht Mundgeruch habe oder einfach nur stinke. Jetzt ist es mir klar. Ich hoffe für uns hier alle, dass dies bald ein Ende hat.

Carolin 3 Wochen

Endlich lese ich etwas zu meinem Phänomen. Im März hatte ich aufgrund von Corona einen Monat keinen Geschmacks- und Geruchssinn. Dann kam es wieder. Nun habe ich seit gut einem Monat einen veränderten Geruchssinn und schmecke anders. Mein Schweiß riecht unangenehm nach Zwiebeln (auch Urin und Kot riecht ekelig). Ich empfinde Paprika, Tomaten, Kaffee, Eier und besonders Zwiebel als richtig ekelig. Bisher habe ich es auf Hormone oder Stress geschoben .. ich habe leider auch das Gefühl, dass es immer schlimmer wird. Hat jemand schon eine Besserung in Sicht?

Christoph 3 Wochen

Hallo zusammen, ich bin es nochmal. Eigentlich hatte ich letzte Woche, gleich nach meinem MRT, schon ein Posting verfasst, aber das wurde nicht veröffentlicht. Naja, egal - hier eben ein neuer Versuch:
Ich war wie gesagt letzte Woche 50!!!min im MRT und man hat sowohl Gehirn im Allgemeinen (hurra, sie haben eines gefunden) und den Riechnerv im Speziellen untersucht. Gott sei Dank ist aber alles vollkommen normal und es wurde keine Veränderung in irgendeiner Art und Weiss festgestellt. Mein HNO Arzt meinte, der Nerv werde sich erholen und dann ist alles wieder gut. Und ich kann Euch sagen -> seit ein paar Tagen wird es wirklich wieder besser. Bin also guter Dinge, dass es uns allen bald wieder bestens geht!

Maria 3 Wochen

bin froh dass es nicht nur mir so geht. der Geruch ist einfach ständig da, beim Schwitzen, beim großen Geschäft auf der Toilette und auch bei Flatulenzen.
der Geruch bleibt dann auch über Stunden in der Nase hängen und manchmal, einfach irgendwo aus dem nichts, kommt auch wieder so eine Geruchswelle daher.

Schernus, Simone 3 Wochen

Hallo Christoph, vielen lieben Dank für Deinen Bericht. Ich froh zu hören, das organisch alles in Ordnung ist. Auch freue ich mich zu hören, das bei Dir langsam eine Besserung eintritt. Bei mir werden die Gerüche die letzten Tage noch schlimmer und ich habe das Gefühl, das ich diesen Geruch jetzt auch ständig schmecke. Aber vielleicht ist es auch ein Zeichen, das es bald wieder besser wird. Ich hoffe so sehr das es bald vorbei ist und wir alle wieder richtig riechen, schmecken und genießen können. Für Euch alle weiterhin alles Gute.

Christin 3 Wochen

Hallo. Also ich muss euch sagen dass ich gerade Rotz und Wasser heule, beim Lesen eurer ganzen Kommentare. "Endlich" Gleichgesinnte auf dieser Welt! Seit Monaten suche ich im Internet nach Antworten oder Erfahrungen... Nix! Ich dachte schon ich bin die Einzige der es so ergeht. Ich wurde Ende März positiv auf Covid getestet. Hatte ca. ein viertel Jahr kompletten Geruchs-und Geschmacksverlust. Ansonsten nur leichte Symptome. Aber die jetzigen, befremdlichen Gerüche die ich wahrnehme sind einfach nur schrecklich. Es "riecht" genauso wie es hier von Euch beschrieben wird. Ich vermisse es so sehr meine Kinder zu riechen und leckeres Essen usw... Bin so verzweifelt und Niemand versteht Einen.."Du bildest dir das doch mittlerweile ein" bekomme ich oft gesagt. Es ist so traurig. Habe so Angst dass das für immer so bleibt...
Und Niemand kann uns helfen...

Anja 2 Wochen

Ich hatte vor ca 4 Wochen schon mal einen Post hier hinterlassen.
Mir fehlt es sehr, mich weiteren Betroffenen auszutauschen. Mein Partner war zeitgleich mit mir im März/ April erkrankt, hat aber keine Parosmie. Ich suche das Internet auf und ab....es gibt nichts darüber zu finden weil es ja auch keine Erfahrungen damit gibt.
Ich empfinde es als ziemlich verstörend, was da im Körper abgeht.
Wie schon beschrieben, war ich krank mit Geruchs- und Geschmacksverlust, was nach ca 3-4 Wochen wieder relativ normal wurde. Seit Ende Juni nun diese Sinnesexplosion im negativen Sinne.
Der Geruch ist seither schlimmer geworden, hat sich auch verändert. Ich rieche etwas zwischen Kompostieranlage und verbrannte Chemikalie. Widerwärtig. Seit einigen Wochen schmecken die Dinge auch so. Scheint ja so, als ob es bei den meisten die gleichen Dinge sind, die verändert riechen.
Höhepunkt bisher: die erste Apfelsine( spalte) der Saison.Wiederlich. Ich habe die ganze Nacht aufgestossen davon und die Atemluft hatte diesen Geruch. Es beeinträchtigt einen wirklich soo sehr im Alltag. Nutze nun geruchloses Deo, Duschgel, Waschmittel....leider ( oder zu Glück) begleiten einen Gerüche so stark im Alltag.
Seit ca 1 Monat kann ich auch meinen Partner, meinen Sohn, sogar die Katze nicht mehr erriechen.
Ich warte auf den Tag, wo hier jemand schreibt: der normale Geruch kehrt zurück. Falls es so ist, lasst es uns wissen. Es hilft, dass man nicht allein ist.

Thomas 2 Wochen

Per Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen und es macht Mut zu lesen, dass man nicht alleine ist und weiter Hoffnung besteht. Ich war Anfang März Covid-19 infiziert mit komplettem Geruchs- und Geschmacksverlust. Nach circa 2 Monaten konnte ich über die Zunge wieder schmecken. (süß, salzig,...) Aber leider ist und war der Gersuchssinn weiter gestört, an guten Tagen war er minimal vorhanden. Aromen habe ich jedoch nur äußerst selten geschmeckt. Inzwischen (3.10.) lebe ich seit 7 Monaten mit der Geruchsstörung und vieles schmeckt und riecht schwefelig. Insbesondere organische Stoffe wie Harnstoff (Urin, Schweiß).
Ich wünschen allen gute und baldige Genesung.

Regina 2 Wochen

Wie tut es gut dies hier zu lesen! Meine positiv getestete covid 19 Erkrankung liegt nun sechs Monate zurück, mit einem mittelschweren Verlauf. Der Geruch und Geschmack ging mir in der akuten Erkrankungsphase komplett verloren und war auch der Grund für eine fünf wöchige Quarantäne. Seit Ende Mai leide ich zusätzlich unter massiven Schlafstörungen mit sehr schlimmen Albträumen, die sind nicht von dieser Welt. Im Urlaub, im August dann erstmalig dieser Fehlgeruch, wie aus dem Nichts. Als habe jemand in meinem Kopf eine Stinkbombe gezündet. Ein "gefundenes Fressen" für jeden Arzt/Psychologen, so landete ich kurzzeitig auf einer psychiatrischen Station, da man dachte dass ich eine Psychose entwickeln könnte.
Leider weiß die Medizin noch viel zu wenig darüber. Ich bin erst mit einem Psychopharmaka behandelt worden und auch mit einem Kortison Nasenspray, dies alles mit mäßigem Erfolg. Nun eine Umstellung auf Pregabalin und ich hab das Gefühl, dass das Albtraum Verhalten und auch der Schlaf positiv beeinflusst wird dadurch. Auch die Fehlgerüche, die ich als extrem lebensbeeinträchtigend empfinde, scheinen nicht mehr so häufig und heftig zu sein, alles unter vorsichtigem auf "Holz klopfen". Ich schmecke bitter und extrem salzig, rieche normalerweise nichts außer wenn der Fehlgeruch auftaucht, manchmal muss ich mich übergeben, so schlimm ist er. Ich verbinde ihn auch mit Schwefel oder Fäkalgeruch! Momentan bin ich nicht arbeitsfähig, ich arbeite eigentlich als medizinische Fachangestellte in Vollzeit, ich habe eine Reha genehmigt bekommen und warte auf einen freien Platz. Allen wünsche ich eine baldige Genesung...

Lisa 2 Wochen

Unfassbar! Freue mich diese Beiträge zu lesen und zugleich fühle ich mit. Auch mir ergeht es seit kurzer Zeit so, dass ich bestimmte Lebensmittel wie Kaffee oder Zwiebeln nicht mehr rieche wie vorher. Ich hatte im Juli Corona und mein Geruchs und Geschmackssinn war auch für einige Wochen komplett weg. Nach einiger Zeit kam der Geruchs- und Geschmackssinn jedoch zurück und nun seit Ende September habe ich diese komischen Geruchsempfindungen. Ich war schon überaus verzweifelt, da ich das überhaupt nicht zuordnen konnte. Ich freue mich wenigstens zu wissen woran es liegen könnte und wünsche mir einfach wieder normal zu riechen...

Silke B. 2 Wochen

Hallo an alle und Danke, dass Ihr Euch hier zu meldet. Christoph, Danke, dass Du von Deinem MRT Befund berichtet hast. Nun hat sich das hier ja schon fast zu einem kleinen Forum entwickelt, ich hatte mich vor ca. drei Wochen auch schon einmal gemeldet und schaue zwischendurch immer mal wieder, ob jemand inzwischen Infos zur Besserung seiner Beschwerden hat. Na ja.... So finden zum Glück aber immer mehr Leidensgenossen bei Ihrer verzweifelten Suche nach Informationen diese Seite, die endlich einmal ein wenig Aufschluss, Verständnis und auch ein wenig Hoffnung bringt. Für mich war auch wichtig zu erfahren, dass unsere Geschichten und Erfahrungen so unglaublich ähnlich sind. Ich hoffe, dass sich hier noch ganz viele Leute melden und vor allem, wenn jemand tatsächlich eine Besserung seiner Beschwerden verkünden kann :-) ....... Bis dahin alles Gute und haltet durch!

Martin 2 Wochen

Wie die meisten hier bereits geschrieben haben, erging es mir genau so. Auch ich muss irgendwann in der letzten Märzhälfte an covid 19 erkrankt gewesen sein. Ein Test viel negativ aus, meiner Meinung nach wurde er zu spät gemacht. Jedenfalls hatte ich fast 3 Wochen einen totalen Geruchs- und Geschmacksverlust. Ansonsten nur leichte bis keine Symptome. Ein Antikörpertest ende April viel dann positiv aus. die Parosmie habe ich erst nicht richtig einordnen können, sie begleitet mich aber schon seit mehreren Monaten. Ich hatte seit dem auch immer wieder andere Gebrechen, die ich so früher noch nie hatte, unter anderem 2mal Harnwegsinfekt, immer wieder Gelenkschmerzen, leichten Hörsturz und bei jedem Fieber, hab ich das Gefühl, das Riechen und Schmecken verändert sich wieder ins negative. Schädel MRT wurde bereits gemacht, was lt. HNO ohne Befund blieb.

Wilhelm Pichler 2 Wochen

Meine Frau klagt seit heute über plötzlich auftretendes Geruchsmißempfinden... sie beschreibt es als Geruch nach "Elektrosmog / Kabelbrand". Allerdings - ganz anders als von allen anderen hier beschrieben (wir haben eben alle Beiträge genau angesehen) kann sie sehr wohl Kaffee, Zitronensaft, Parfum und getragene Socken voneinander gut unterscheiden und "riecht" das auch soweit normal.
Schubweise allerdings steigt ihr dann einfach schon den ganzen Tag über plötzlich und ohne erkennbaren Zusammenhang dieser beschriebene "verbrannte Geruch" in die Nase.... kann uns da jemand weiterhelfen, denn das sind gefühlsmäßig doch anders gelagerte Geruchsprobleme als von den bisherigen Betroffenen beschrieben?
Vielen Dank vorab für Rückmeldungen!

Marius 2 Wochen

Hallo zusammen,

ich war im März mit leichtem Verlauf Covid-19 infiziert. Anfangs Kompletter Geschmacks und Geruchsverlust, nach ca. 3 Wochen konnte ich immer mehr wieder riechen und schmecken ich würde sagen zu 80%. Allerdings Ausscheidungen gar nicht. Dann nach ca. 6 Monaten Mitte September ist bei manchen Lebensmitteln oder Ausscheidungen dieser schwefelige Geruch kann man wirklich kaum beschreiben oder wenn man durch die Stadt geht und an Restaurants oder der Bäckerei vorbei geht immer dieser gleiche Geruch. Mir ist aufgefallen das viele sich melden die sich in diesem Zeitraum ca. März angesteckt haben und die Prosmie jetzt auftritt. Ich muss aber auch sagen das ich merke das ich viele Lebensmittel wieder intensiver schmecke und rieche aber trotzdem ist ab und zu dieser Geruch da, Vorallem auch bei Zwiebeln oder Knoblauch. Ich denke das die Psyche auch eine Rolle dabei spielt weil wir uns alle jetzt extrem auf diesen Geruch konzentrieren und wir alles hypersensibel wahrnehmen. Ich hoffe das diese Parosmie ein Prozess ist und wir in den nächsten Wochen wieder alles richtig riechen und schmecken können. Sobald sich bei einem etwas bessert bitte melden, bis dahin allen gute Besserung!

Bea 2 Wochen

Ich bin sehr froh über diese vielen Kommentare und dass ich offensichtlich nicht alleine bin mit diesem merkwürdigen Geruchsproblem. Offenbar habe ich Corona gehabt, ohne Symptome gehabt zu haben. Aber dieser unangenehme Geruch, der zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten auftritt, setzt mir unglaublich zu und verunsichert mich sehr. Immer auf der Suche nach der Ursache; die Angst, dass ich selber vielleicht so rieche; das Unverstandensein von meiner Umgebung, die mir versichert, dass da nichts ist, was komisch riecht.
Das ist in der Tat ein unglaubliches Virus und ich hoffe für alle Betroffenen, dass sich unser Geruchssinn möglichst bald wieder normalisiert.

N. 1 Woche

Hallo zusammen, mein Freund und ich sind Mitte März vermutlich auch an Covid-19 erkrankt. Wir dachten es wäre eine gewöhnliche Erkältung, haben später aber erfahren, dass ein Bekannter von uns, zu dem wir Kontakt hatten, positiv getestet wurde. Seit einigen Wochen haben wir auch diese Geruchsveränderungen wahrgenommen. Der Geruch ist neu und es ist wirklich schwer ihn zu beschreiben. Mir riechen viele Lebensmittel komisch, z.B. wenn ich eine Packung Aufbackbrötchen aufmache oder wenn ich in einer Einkaufsstraße an Restaurants oder Bäckereien vorbeigehe. Auch der Urin riecht immer komisch, ähnlich wie nachdem man Spargel gegessen hat, aber es ist ein anderer Geruch. Meinem Freund riechen generell eher schlecht riechende Sachen alle gleich und er nimmt den Geruch auch unterwegs wahr. Hoffentlich geht es irgendwann vorbei. Gute Besserung an alle Betroffenen.

Anne 1 Woche

Mir geht es ebenso. Infektion Mitte März, starker Geruchsverlust, einige Wochen später ist der Ekelgeruch/-geschmack hinzugekommen. Seit Anfang Oktober ist es nun nochmal schlimmer geworden bzw. habe ich das Gefühl, das ein zweiter Ekelgeruch/-geschmack hinzu gekommen ist, der nun auch frisches Obst und Gemüse betrifft. Gurke, Banane, Apfel - alles hat diesen ekligen Beigeschmack. Weiß nicht mehr, was ich noch essen soll. Davor hatte es auch bei mir eher Speisen mit Fleisch, Zwiebeln etc. betroffen, aber auch Schweiß, Urin, Abfalleimer etc. Ich bin echt verzweifelt. Falls es bei jemandem besser geworden ist oder falls jemand weiß, was hilft oder an wen man sich wenden kann, bitte schreibt es uns unbedingt. Ich drücke uns allen die Daumen, dass es wieder besser wird.

RabiaYüksek 1 Woche

Leute hört zu ich hatte auch im Februar Korona und das ganze wie bei allen anderen alles hat gestunken und alles hat ekelhaft geschmeckt ich hatte keine Hoffnung auf Besserung jedoch nehme ich seit einer Woche Keltican ein gibt es in jeder Apotheke informiert euch im Internet darüber das ist eine Kapsel einmal täglich einnehmen hab es selber empfohlen bekommen von einer anderen Korona patientin es wirkt yaaa es wirkt bitte probiert es alle aus es wird weniger Tag zu Tag !!!!!

Christian 1 Woche

Hallo, auch ich hatte Anfang April wohl Corona. Test war negativ, Antikörper Test jetzt Ende August positiv. Ich hatte damals kaum Symptome, Geruchs-und Geschmackssinn waren beeinträchtigt und kam dann zwischenzeitlich minimal wieder. Seit Ende August habe ich diesen Ekelgeruch und Geschmack, wie z.B. bei Kaffee, Wurst, sämtliche Backwaren, Zwiebel. Der Geruch ist kaum zu beschreiben. Auch der eigene Urin riecht ganz eklig. Zwischenzeitlich wurde ein MRT gemacht und jetzt war ich in der HNO-Klinik. Klinisch alles ok. Leider können die Ärzte nicht wirklich weiterhelfen, da sie keinerlei Erfahrungswerte haben. Empfohlen bzw es ist jetzt ein Versuch mit Kortison und Alpha Lipogamma. Ich werde es probieren und hoffe es wird helfen....ich meine auch das es jetzt ohne Medikamente etwas besser wird. Die Gerüchte verändern sich minimal.
Ich hoffe für uns alle, das wir bald wieder normal riechen und schmecken können.
Bitte meldet euch wenn es was Neues gibt...

Conny 5 Tagen

Es ist schön zu lesen, dass ich mir das mit dem "neuen Geruch" nicht eingebildet habe. Anfang März bin ich an Corona erkrankt und habe dabei für 14 Tage nichts richen können. Mein Geruch kam danach nach und nach zurück, jedoch hatte ich das Gefühl, dass manche Gerüche lange Zeit fehlten. Hingegen hatte ich seit Mai einen neuen Geruch, den ich nicht kannte und der mich bei verschiedenen Lebenmitteln (Kaffee, Backwaren,...) begleitete. Der Geruch an sich war nicht schön, aber auch nicht so eklig wie vielleicht bei einigen von euch. Da ich Kaffee einfach liebe und nicht drauf verzichten konnte, kann ich gut beschreiben, dass der Geruch zum Anfang sehr intensiv und immer präsent war. Seit September kann ich aber sagen, dass dieser neue Geruch wenig intensiv und nur noch selten auftritt. Das letzte Mal vor zwei Wochen:-) Yeapy!!! Ich wünsche euch alle gute Besserung.

Andrea 5 Tagen

Bin ganz frisch in Quarantäne und frage mich jetzt was schlimmer ist, die häusliche Isolation oder der komplette Geruchs -und Geschmacksverlust. Das war übrigens der Anlass für einen Test. Freitag begannen Symptome wie Gliederschmerzen, Kopfweh, Abgeschlagenheit. Am Samstag dann leichter Schnupfen und Husten. Kein Fieber. Montag Anruf beim Arzt. 3 Tage auf gelben Schein. Aber am Dienstag bereits urplötzlich Ausfall von Geruchs und Geschmackswahrnehmung. Wieder beim Arzt angerufen. Mittwoch zum Test. Donnerstag bereits Anruf vom Gesundheitsamt. Leute, ich rieche nichts mehr. Nicht einmal wenn meine Katze ins Klo gekackt hat (soll schon was heißen). Mein intensivstes Parfüm...nichts. Auf der Zunge unterscheide ich nur süß, sauer, salzig...weiß aber nicht, was ich gerade esse. Die Aromen sind weg. Ich hoffe, es geht bald vorbei!!!

Nicole 4 Tagen

Hallo zusammen,
auch ich hatte im März Corona mit anschließendem Geruchs- und Geschmacksverlust. Bis heute leide ich unter abartigen Fehlgerüchen, die bereits von allen anderen auch beschrieben worden sind. Begleitet von Kopfschmerzen (die ich vorher nie hatte), Konzentrationsstörungen, Appetitverlust und eine gewisse Kurzatmigkeit bei Anstrengung. Eine Ärzteodyssee habe ich bereits erfolglos hinter mir. Man wisse zu wenig über das Virus. Ich wünsche mir mehr Aufklärung und Publikationen zum Thema Geruchsstörungen nach Covid19 Infektion. Auch glaube ich, dass die Dunkelziffer hoch ist. Über Rehamaßnahmen sollte nachgedacht werden. Hoffentlich gibt es bald Hilfe und neue Erkenntnisse für uns alle. Ich bin wirklich verzweifelt. Gute Besserung für alle Betroffenen!

Alina 4 Tagen

Hallo zusammen,
auch Ich wurde Mitte April positiv auf Covid-19 getestet. Hatte keinerlei Symptome (Kein Fieber, kein Husten) außer den totalen Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn (ca. zwei Wochen).
Seither nehme ich viele Gerüche verändert wahr. Anfangs konnte ich überhaupt nicht zuordnen, woher das kommt oder womit es zusammenhängt.
Den typischen Schweißgeruch kenne ich nicht mehr, er riecht komplett anders. Weiterhin unangenehm, aber eben einfach verändert unangenehm!
Und immer wieder steigt mir eine Wolke von einem seltsamen Geruch in die Nase, den ich einfach nicht beschreiben kann. Mein Partner versichert mir dass er nichts riechen könne, daher dachte ich schon, dass ich anfange zu spinnen.
Interessanterweise war er fast zeitgleich wie ich an Covid-19 erkannt und er hat diese veränderte Geruchswahrnehmung nicht.
Leider betrifft das nicht nur unangenehme Gerüche: Viele meiner Lieblingsparfums nehme ich komplett verändert wahr, sie riechen bei weitem nicht mehr so angenehm wie ich sie in Erinnerung habe.
Ich hoffe so sehr, dass sich das wieder normalisiert, trotz dass die Infektion schon Monate her ist!

Abir k 2 Tagen

Vor drei Monaten sagten sie mir das ich corona hatte weil ich einfach nicht mehr riechen konnte ohne weitere Symptome die corona virus verursachen ich verlor für ca 2 wochen nur mein geruch , kam langsam wieder zurück aber nicht ganz wie es sein sollte , jetzt nach drei Monaten bekam ich zusätzlich ein komisches Geruch in der nase alles was ich rieche schmekt auch danach ich weiss nicht wie ich es erklären sollte aber es riecht schlecht und schmeckt danach , Parfüm, gekochtes essen was Zwiebeln und knoblauch enthält, shampoo alles riecht nicht mehr wie es sein sollte . Ich kann Obst, Gemüse, joghurt, Reis, Brot essen alles anderes will ich nicht mehr ins Mund nehmen , es ist sehr schwierig damit zu leben und hoffe das es nicht lange dauert bis alles wieder normal wird und das die Ärzte wissen was sache ist um uns helfen zu können .

Abir k 1 Tag

Hallo an allen
Ich habe das gleiche Problem wie ihr alle hattet und kein Arzt konnte mir helfen so bin ich selbst auf mein eigenes medizin gekommen und leute ich sag euch das hilft !
Abends nehme ich ein zeh knoblauch schneide es fein und mit ein glass Wasser nehmen das schmeckt zwar widerlich am anfang aber ist ein natürliches Antibiotika pur.
Zweitens nehme ich ein Esslöffel Honig ( gute Qualität) mit ein Esslöffel schwarzkümmel Öl,
Trinke ein glass Schwarzen Tee mit Salbei
Bin auf die Natur zurückgegangen es hilft
Nimmt alles was von der Natur ist trinkt alles was gegen Vieren hilft einfach searching was gut ist
Gute Besserung wünsche ich euch allen

Sophie Mayer 1 Tag

Ich bin direkt froh über diese Seite gestolpert zu sein! Ich hatte im März eine Covid-Infektion, daraus resultierend kompletter Geruchs- und Geschmacksverlust für 10 Wochen. Seit ungefähr 6 Wochen habe ich jetzt einen neuen Geruch in der Nase. Speziell wenn Zwiebeln, Fleisch, Eier im Kühlschrank liegen. Auch Porridge riecht danach. Urin und Schweiß ebenfalls. Es ist sehr belastend, wenn man einen unbeschreiblichen Duft permanent riecht, der alles andere überdeckt. Ich hoffe, dass sich auch das bald legt...

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