Forschungsbereich Energie

Ergebnisse und Empfehlungen der strategischen Begutachtung

Eine CO2 -neutrale Energieversorgung, die ökonomisch und gesellschaftlich tragbar ist – daran arbeitet der Forschungsbereich Energie. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gestalten den tiefgreifenden Umbau des Energiesystems mit: Sie erforschen und entwickeln innovative Wandlungs-, Verteilungs-, und Speichertechnologien und erarbeiten Lösungen für ein sektorenübergreifendes Energiesystem. Der Forschungsbereich ist wissenschaftlicher Architekt und Entwickler von Schlüsseltechnologien für die Energiewende, indem er ganzheitliche Konzepte erarbeitet, die alle relevanten Energiewandlungsketten systemisch einbeziehen sowie zukunftssichere technologische Optionen umfassen.


"Vieles von dem, was Helmholtz im Forschungsbereich Energie leistet, ist sehr, sehr stark, einiges absolut Weltklasse."

Steven Chu, Stanford University. Physik-Nobelpreisträger und Gutachter bei der strategischen Bewertung des Forschunsgbereichs Energie.

 


Programme der Förderperiode 2021–2027

• Energiesystemdesign

• Materialien und Technologien für die Energiewende

• Fusion

• Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung

Beteiligte Zentren

• Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

• Forschungszentrum Jülich

• Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)

• Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)

• Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Wissenschaftlich assoziiertes Zentrum

• Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP)


Ergebnisse

Das Expertenpanel war von der neu ausgerichteten Forschungsstrategie und -struktur tief beeindruckt. Sie greife die dringendsten Herausforderungen im Bereich der Energieforschung und Technologieentwicklung ausgezeichnet auf und leiste so einen substanziellen Beitrag, das Ziel einer CO2 -neutralen Gesellschaft bis 2050 zu erreichen.

Das neu eingerichtete Programm Energiesystemdesign werde dabei eine zentrale Rolle im Forschungsbereich spielen und könne ein Eckpfeiler der deutschen Strategie zur Umsetzung der Energiewende sein.

Das Programm Materialien und Technologien für die Energiewende habe einen klaren Fokus auf die wesentlichsten technologischen Herausforderungen, die sich aus der Transformation zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden, innovative Speichertechnologien einbeziehenden, nachhaltigen Energiesystem ergeben. Es stehe damit in Übereinstimmung mit der deutschen Strategie für die nächsten Jahrzehnte. Das Programm befasse sich in kohärenter Weise mit den dringend erforderlichen technologischen Entwicklungen und nutze dabei Synergien über Disziplinen, Technologien und Forschungsteams hinweg, die in ein nationales und internationales Forschungsnetzwerk eingebettet sind.

Das Forschungsprogramm Fusion decke wesentliche Herausforderungen für die Realisierung der Fusion als Primärenergiequelle ab. Es sei eines der umfassendsten Vorhaben der Welt und liefere herausragende Ergebnisse an der Spitze der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung in diesem Bereich.

Das Programm Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung stelle eine exzellente wissenschaftliche Basis für die sichere Entsorgung von radioaktiven Abfällen und Expertise auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit zur Verfügung. Ein starkes Engagement der Regierung, die Aufrechterhaltung der wissenschaftlichen Infrastruktur von Weltrang, die strategische Planung sowie die Rekrutierung von Talenten werden als wesentliche Elemente für den Erfolg dieses Programms auch nach dem Ausstieg aus der Kernenergie angesehen.


Strategische Empfehlungen

  • Eine Helmholtz-Energiewende-Roadmap solle als ein zentrales Strategieinstrument zur dynamischen Weiterentwicklung des Forschungsbereichs genutzt werden.
  • Eine progressive, zukunftsorientierte Innovationskultur solle zur weiteren Stärkung des Technologietransfers etabliert werden.

Zu den anderen Forschungsbereichen:

Forschungsbereich "Erde und Umwelt"

Forschungsbereich "Gesundheit"

Forschungsbereich "Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr"

Forschungsbereich "Materie"

Forschungsbereich "Schlüsseltechnologien"

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