Kohlendioxid (CO2) ist ein Treibhausgas. Es verhindert, dass Wärme von der Erde ins Weltall entweicht. Durch den menschgemachte CO2-Ausstoß, heizt sich die Erde immer mehr auf. Für das weltweite Klima hat das fatale Folgen. Bild: Shutterstock/Riko Best

Klimaschutz

Was jeder Einzelne tun kann

Weniger Fleisch essen, auf Inlandsflüge verzichten, statt Auto Bus und Bahn nutzen – das sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie Verbraucher einen Beitrag leisten können um den CO₂-Ausstoß zu senken. Weitere Beispiele haben wir in unseren Faktenkarten zusammengetragen.

Anfang August 2019 veröffentlichte der Weltklimarat IPCC (International Panel on Climate Change) seinen Sonderbericht zu "Klimawandel und Landnutzung". Drei Jahre lang haben mehr als 100 ausgewählte Experten wissenschaftliche Publikationen ausgewertet, um zu klären, wie sich die Landnutzung auf den Klimawandel auswirkt.

Die Befunde des IPCC sind eindeutig, einige Beispiele:

Um 1,53 Grad Celsius hat sich die Lufttemperatur an der Landoberfläche im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bereits erhöht. Wüsten breiten sich aus, die Landdegradierung, also die Versalzung des Bodens oder der Abtrag fruchtbaren Ackerlands, nimmt zu.

Zwischen 1,3 und 3,2 Milliarden Menschen insbesondere in den Entwicklungsländern verloren ihre Arbeit, mussten Ertragseinbußen hinnehmen oder ihre Heimat verlassen.

Mehr als verdoppelt hat sich seit den 1960er Jahren die globale Fleischproduktion: Lag der Pro-Kopf-Verzehr 1965 noch bei etwa 25,24 Kilo, betrug er 2018 mehr als 43 Kilo. Ökologisch besonders gravierend ist der Verzehr von Rindfleisch, da vor allem tropische Wälder für Weideflächen und den Anbau von Soja herhalten müssen: So wurden bislang 17 Prozent der tropischen Regenwälder im Amazonasgebiet gerodet – Wald, der fehlt, um Kohlendioxid zu speichern.

Obendrein gehen pro Kopf jedes Jahr 180 bis 190 Kilo Lebensmittel verloren: Sie verderben auf dem Weg zum Großhändler oder landen beim Endverbraucher im Mülleimer. Weltweit, das schreiben die IPCC-Forscher, stammen nahezu 25 Prozent der Treibhausgase aus der Landnutzung.

Um die globale Erwärmung auf 1,5 oder 2 Grad Celsius begrenzen zu können, muss sich einiges ändern. Nicht nur bei der Landnutzung, sondern auch an anderer Stelle.

Bei einem konsequenten Umsteuern – auch das sagen die IPCC-Berichte – sind die Ziele durchaus noch erreichbar. Allerdings geht es nicht nur um die Landnutzung. In Deutschland ist zum Beispiel das Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Kohle und Erdöl aus Energiewirtschaft, Gebäuden und Verkehr mit 84,5 Prozent die wichtigste Quelle von Treibhausgasemissionen. Danach folgen die Industrie und die Landwirtschaft mit jeweils rund sieben Prozent. Um mindestens 80 bis 95 Prozent will Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2050 senken. Wie man das erreichen will, ist im Klimaschutzplan 2050 festgehalten.

Aber auch jeder einzelne kann dazu beitragen, den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Hier einige Beispiele:

17.10.2019 , Benjamin Haerdle

Leserkommentare

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Andreas Kaiser 24-10-2019 18:10

Weiter oben steht, 25% der Treibhausgase stammen aus der Landnutzung, weiter unten stammen 84,5% aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Wie ist das zu verstehen?

Ulrich Dzieran 27-10-2019 17:10

Sehr interessant, gerade beim Essen fällt eine Menge CO2 an, im Laufe eines Jahres, die Zahlen hier sind für mich ein Anreiz , den Fleischkonsum noch weiter zu reduzieren.

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