Helmholtz-Gemeinschaft
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Forschungsbereich Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr

Mobilität, Information, Kommunikation, Ressourcenmanagement sowie Umwelt und Sicherheit sind entscheidende Faktoren für die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Entwicklung einer modernen Volkswirtschaft.

Aufgabe

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsbereichs Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr greifen in den Bereichen Mobilität, Information, Kommunikation, Ressourcenmanagement sowie Umwelt und Sicherheit die Herausforderungen unserer Gesellschaft auf.

ZoomDer Niedergeschwindigkeits-Windkanal in Braunschweig. Bild: DLR
Der Niedergeschwindigkeits-Windkanal in Braunschweig. Bild: DLR

Die Forscher des Forschungsbereichs Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr erarbeiten Konzepte und Problemlösungen und beraten politische Entscheidungsträger. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt und als Deutsche Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Forschung im Rahmen des nationalen Raumfahrtprogramms und die Beiträge zur Europäischen Weltraumorganisation ESA zuständig.


Die Helmholtz-Allianz DLR@UNI setzt einen Rahmen für inhaltlich geprägte Partnerschaften zwischen ausgewählten DLR-Standorten im Bundesgebiet und den Universitäten. Zugleich kooperiert das DLR eng mit weiteren Forschungszentren in der Helmholtz-Gemeinschaft, insbesondere in den beiden Forschungsbereichen Energie sowie Erde und Umwelt.


Ein Beispiel für die Kooperation mit der Wirtschaft ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie finanzierte Projekt TAMS, bei dem das DLR mit Siemens und mittelständischen Partnern nachgewiesen hat, wie an Flughäfen durch die Vernetzung von bland- und luftseitigen Systemen Kosten, Wartezeiten, Schadstoffausstoß und Lärmemissionen reduziert werden können. Enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft war auch gefragt beim Projekt e-City-Logistik, das im Rahmen der Modellregion Berlin-Brandenburg DHL und die Spedition Meyer & Meyer beim Piloteinsatz von Elektrofahrzeugen im innerstädtischen Lieferdienst begleitete.

Ausblick

Neben der evolutionären Verfolgung der bisherigen Forschungsthemen werden Forschungsvorhaben zur Simulation von Flugzeugen, zur nächsten Generation von Bahnfahrzeugen und zur Entwicklung von Robotern in Kooperation mit der Industrie durchgeführt. Mitte 2011 gründete das DLR einen internen Forschungsverbund Maritime Sicherheit, um Forschungsaktivitäten verschiedener DLR-Institute zu bündeln und auszubauen. Ein positiv bewerteter Portfolioantrag mit dem Titel „F&E und Echtzeitdienste für die maritime Sicherheit“ untermauert die entsprechenden Aktivitäten, die mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Karlsruher Institut für Technologie abgestimmt werden.

Forschungsprogramme


Luftfahrt

Ziele der DLR-Luftfahrtforschung sind eine gesteigerte Leistungsfähigkeit des Lufttransportsystems, eine höhere Wirtschaftlichkeit, die Reduktion von Fluglärm und schädlichen Emissionen, eine höhere Attraktivität für Passagiere und eine größere Sicherheit.

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Raumfahrt

Forschungsthemen sind Erdbeobachtung, Kommunikation und Navigation, Erforschung des Weltraums, Forschung unter Weltraumbedingungen, Raumtransport, Technik für Raumfahrtsysteme und Robotik.

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Verkehr

Im Programm Verkehr gilt es, ein modernes Verkehrssystem für Menschen und Güter zu gestalten, das sowohl unter wirtschaftlichen als auch unter ökologischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten auf Dauer tragfähig ist.

Mehr zum Forschungsprogramm Verkehr

Die Programmstruktur in der Förderperiode 2014-2018

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das einzige Zentrum im Forschungsbereich Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen und kooperieren in drei Programmen:

Forschungsprogramme


Luftfahrt

In der DLR-Luftfahrtforschung arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Lufttransportsystems zu steigern, Fluglärm und schädliche Emissionen zu reduzieren und die Sicherheit zu garantieren.

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Raumfahrt

Im Helmholtz-Programm Raumfahrt beobachten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Erdsystem, seine Prozesse und Veränderungen, sie explorieren das Sonnensystem, sie erforschen lebenswissenschaftliche und materialwissenschaftliche Zusammenhänge unter den besonderen Bedingungen des Weltraum.

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Verkehr

Das Programm Verkehr orientiert sich an drei übergeordneten Zielen: Mobilität sichern, Umwelt und Ressourcen schonen, Sicherheit erhöhen. Um diese Ziele zu erreichen, entwickelt das DLR Lösungsansätze für bodengebundene Fahrzeuge, Verkehrsmanagement und das Verkehrssystem. 

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Beteiligte Helmholtz-Zentren

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist das einzige Zentrum im Forschungsbereich Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Prägend für ihre Arbeit ist die thematische und organisatorische Integration unter dem Dach des DLR. Forscherinnen und Forscher in allen drei Programmen können so direkt auf gemeinsam benötigte Kernkompetenzen zugreifen. Beispiele hierfür sind Aerodynamik, Strukturen und Materialien, Kommunikation, Navigation und Mechatronik. Synergien werden darüber hinaus an den Schnittstellen von Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr genutzt, etwa bei der luft- und raumgestützten Fernerkundung.

Einblicke in den Forschungsbereich Luftfahr, Raumfahrt und Verkehr

Hier stellen wir Ihnen aktuelle Forschungsprojekte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Helmholtz-Zentren vor.

Blue dot: Alexander Gersts Mission auf der ISS

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Alexander Gerst arbeitet am Verbrennungsexperiment BASS. Bild: NASA: 2Explore

Rund 100 Experimente aus den verschiedensten Bereichen – von Materialphysik über Raumfahrtmedizin bis hin zu Biologie – gehören zu den Aufgaben von ESA-Astronaut Alexander Gerst, der seit dem 28. Mai 2014 auf der Internationalen Raumstation ISS lebt und arbeitet. Insgesamt 25 Experimente finden unter Führung deutscher Wissenschaftler oder mit deutscher Industriebeteiligung statt. Gersts Arbeit wird aus dem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum GSOC des DLR in Oberpfaffenhofen sowie europaweit aus Nutzerkontrollzentren wie dem MUSC des DLR in Köln betreut.


Eine Stadt wird zum Verkehrslabor

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Kooperatives Fahren im Simulator MoSAIC. Bild: DLR

Eine ganze Stadt mit all den Wegen, die ihre Bewohner im Alltag zurücklegen, wird zum Verkehrslabor. In Braunschweig fiel im Juli 2014 der Startschuss für AIM, die Anwendungsplattform Intelligente Mobilität beim DLR. Mit ihr können Verkehrsforscher und Unternehmen neue Technologien für Fahrerassistenz sowie ein effizientes Verkehrsmanagement entwickeln und erproben. Seit dem Start stehen unter anderem eine Forschungskreuzung, eine Referenzstrecke, Fahrzeuge zur Beobachtung des Fahrerverhaltens und verschiedene Verkehrssimulatoren zur Verfügung.


Nasa und DLR: Gemeinsame Forschungflüge mit Biotreibstoff

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Beteiligte Forscher und Forschungsflugzeuge des Projekts ACCESS-II. Bild: NASA

Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, das DLR und das kanadische National Research Council (NRC) haben bei gemeinsamen Formationsflügen die Emissionen eines Biotreibstoff-Kerosin-Gemisches sowie dessen Auswirkungen auf die Bildung und Eigenschaften von Kondensstreifen untersucht. Für das Projekt ACCESS-II kamen im Mai 2014 in Kalifornien vier Forschungsflugzeuge zum Einsatz. Erste Auswertungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Biotreibstoffen die Partikel- und Rußemissionen stark reduziert. Zudem verringert er die gas- und partikelförmigen Emissionen von Schwefelverbindungen.

Kontakt

Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund

Forschungsbereichskoordinatorin Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt


51147 Köln

Telefon: +49 2203 601-4201
Fax: +49 2203 64190
pascale.ehrenfreund (at) dlr.de
www.dlr.de


Olaf Kranz

Forschungsbereichsbeauftragter Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr

Helmholtz-Gemeinschaft

Telefon: +49 30 206329-31
olaf.kranz (at) helmholtz.de


28.08.2015