Helmholtz-Gemeinschaft

Forschungsbereich Energie

Die Aufgabe

Im Forschungsbereich Energie arbeiten Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, die Energieversorgung langfristig und nachhaltig zu sichern und dafür Lösungen zu erarbeiten, die ökonomisch und ökologisch tragbar sind.

Dies erfordert die ganzheitliche Untersuchung relevanter Energieketten unter Einbeziehung von Randbedingungen und Begleiterscheinungen einschließlich der Klima- und Umweltfolgen. Dabei sind die Betrachtung aller Primärenergien und die breite Erforschung innovativer Technologien zur rationellen und effektiven Umwandlung, Speicherung und Nutzung von Energieformen unerlässlich.

Das langfristige Ziel ist die vollständige Substitution der Energieträger, die einem begrenzten Zeithorizont unterliegen, mit Energieträgern, die nachhaltig, dauerhaft und klimaneutral nutzbar sind.

Kurz- und mittelfristige Ziele schließen die Senkung des Energieverbrauchs durch rationelle Umwandlung und Nutzung, die Minderung der Importabhängigkeit in Deutschland und in Europa, die Erforschung neuer Speichertechnologien, die Verminderung der Klima- und Umweltfolgen und die Sicherung spezieller Anforderungen in mobilen Anwendungen mit ein. Aus diesem Gesamtspektrum leitet die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Strategie in der Energieforschung ab. Diese baut auf den bereits verfügbaren Kompetenzen und Erfahrungen der Helmholtz- Zentren auf. Die Fähigkeiten anderer wissenschaftlicher und industrieller Partner werden berücksichtigt. Zugleich werden Zukunftsfelder identifiziert, in denen die Helmholtz-Gemeinschaft neue Kompetenzen auf-und ausbauen muss.

Der Energiebedarf heutiger und künftiger Generationen erfordert die Entwicklung neuer Technologien, aus denen wettbewerbsfähige Innovationen entstehen können. Mit dieser Zielsetzung loten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem die Potenziale von erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenenergie, Biomasse oder Erdwärme aus. Sie arbeiten verstärkt an der Effizienzsteigerung von konventionellen Kraftwerken und der rationellen Energienutzung. Die Arbeiten zur Energieerzeugung durch Kernfusion erschließen langfristig eine neue Energiequelle. Dieser Weg ist eine wissenschaftliche und großtechnische Herausforderung, die in internationaler Zusammenarbeit vorangetrieben wird. Schließlich trägt die Helmholtz- Gemeinschaft mit dem weltweit einzigartigen Know-how in der nuklearen Sicherheitsforschung zum sicheren Betrieb von Kernreaktoren sowie zu der Behandlung und Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle bei. Zusätzlich zu den vielfältigen Forschungsaktivitäten gibt es in der Helmholtz Gemeinschaft strukturelle Entwicklungen, die die Energieforschung stärken.

Der im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder erfolgreiche Zusammenschluss zwischen der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe zum Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT, hat unter anderem zur Gründung eines KIT-Zentrums Energie geführt, das sich zum führenden europäischen Zentrum in der Energieforschung entwickeln soll. Das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen führen in der Sektion JARAENERGY der Jülich-Aachen Research Alliance JARA ihre sich ergänzenden Kompetenzen zu einer international wegweisenden Forschungspartnerschaft zusammen, um Disziplin- und fachgebietsübergreifend neue Energielösungen zu erarbeiten.

Schließlich wird die Solarenergieforschung durch ein vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie gemeinsam mit der Industrie und der TU Berlin gegründetes Kompetenzzentrum für Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik gestärkt.

Die Programmstruktur in der Förderperiode 2010-2014

Für die zweite Förderperiode haben die Helmholtz-Zentren im Forschungsbereich Energie ihre Strategie teilweise nachjustiert und erweitert, um den großen Herausforderungen zu begegnen. Insbesondere wird die Energieforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft in Zukunft nicht nur auf Stromerzeugung fokussieren, sondern alle Anwendungsszenarien über
die gesamte Prozesskette betrachten.

Der Forschungsbereich gliedert sich in der nächsten Förderperiode in vier Programme, das fünfte Programm „Technologie, Innovation und Gesellschaft“ wird gemeinsam mit dem Forschungsbereich Schlüsseltechnologien betrieben und umfasst auch Forschungsarbeiten zur Energiesystemanalyse. Programmübergreifend ist geplant, eine Initiative zur Entwicklung von Energiespeichersystemen zu starten, die zwischen 2010 und 2014 mit insgesamt 14,49 Mio. Euro gefördert werden soll.

Beteiligte Helmholtz-Zentren

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt,

Karlsruher Institut für Technologie,

Forschungszentrum Jülich,

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie,

Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Forschungsprogramm

Erneuerbare Energien

Der Themenkatalog wird erweitert: Zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie und Geothermie kommen Forschungsvorhaben zu Biomasse und solarer Brennstofferzeugung.

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Forschungsprogramm

Rationelle Energieumwandlung und -nutzung

Um den Nutzungsgrad sowohl der erneuerbaren als auch der fossilen Energieträger zu erhöhen, werden verschiedene Forschungsansätze verfolgt.

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Forschungsprogramm

Kernfusion

Das Programm Kernfusion der Helmholtz-Gemeinschaft verfolgt derzeit vorrangig zwei Ziele: deutsche Beiträge zum Bau und Betrieb von ITER und die Fertigstellung und Betrieb von Wendelstein 7-X in Greifswald.

Mehr zum Forschungsprogramm Kernfusion

Forschungsprogramm

Nukleare Sicherheitsforschung

Das Programm Nukleare Sicherheitsforschung teilt sich in drei Programmthemen auf: Sicherheit der Kernreaktoren, Sicherheit der nuklearen Entsorgung und Strahlenschutz.

Mehr zum Forschungsprogramm Nukleare Sicherheitsforschung

Forschungsprogramm

Technologie, Innovation und Gesellschaft

Ziel des forschungsbereichsübergreifenden Programms ist die Erforschung ökologischer, ökonomischer, politischer, ethischer und sozialer Aspekte neuer Technologien zur Unterstützung von Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Aktuelle Einblicke

Energie

Unter dem Motto "Große Fragen - Große Forschung" stellen wir Ihnen aktuelle Projekte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Helmholtz-Zentren vor.

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11.03.2010

Kontakt

Prof. Dr. Eberhard Umbach

Forschungsbereichkoordinator Energie

Karlsruher Institut für Technologie

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Telefon: +49 7247 82-2000
Fax: +49 7247 82-6123
eberhard.umbach(at)vorstand.fzk.de

www.kit.edu


Dr. Udo Erdmann

Forschungsbereichsbeauftragter Energie

Helmholtz-Gemeinschaft

Telefon: +49 30 206329-17
udo.erdmann(at)helmholtz.de


Aktuelles

Empfehlungen für
die Energie-
forschungspolitik:
Energiebroschüre 2009