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Open Access

Helmholtz-Gemeinschaft verankert Richtlinie

Helmholtz-Gemeinschaft verankert Richtlinie
Bild: istockphoto.com/blyja
Der offene Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen fördert Innovation. Eine Open-Access-Richtlinie der Helmholtz-Gemeinschaft sorgt jetzt dafür, dass Publikationen, die in geförderten Projekten entstehen, über das Internet für die Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht werden

Noch immer werden viele Forschungsergebnisse in kostenpflichtigen Zeitschriftenportalen versteckt. Open Access ändert dies. Forschende machen ihre Veröffentlichungen über das Internet frei zugänglich. Dadurch wird der Transfer der Ergebnisse in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft erleichtert.

Bereits vor zehn Jahren, am 22. Oktober 2003, haben führende Wissenschaftsorganisationen, darunter auch die Helmholtz-Gemeinschaft, in der "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Wissen" die Vision einer offenen Wissenschaftskommunikation skizziert: Publikationen, Forschungsdaten und andere digitale Objekte sollten vernetzt und barrierefrei im Web gespeichert werden. Seitdem ist viel passiert.

Heute werden bereits etwa 30 Prozent der Publikationen, die an den Helmholtz -Zentren pro Jahr entstehen, über Repositorien frei zugänglich gemacht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft engagieren sich als Herausgeber für renommierte Open-Access-Zeitschriften und gestalten den Wandel des wissenschaftlichen Publikationssystems zu Open Access aktiv mit. In den Naturwissenschaften hat sich Open Access bereits zu einem Standard entwickelt. Nach Vorstellung der Europäischen Kommission sollen bis 2016 60 Prozent der Publikationen, die im Rahmen der öffentlichen Forschung in Europa entstehen, kostenfrei im Netz zugänglich sein.

Anlässlich der aktuell stattfindenden internationalen Aktionswoche "Open Access Week" gibt die Helmholtz-Gemeinschaft ihre neue Open-Access-Richtlinie bekannt. Von Mittelempfängern des "Impuls- und Vernetzungsfonds" der Helmholtz-Gemeinschaft wird künftig erwartet, dass sie Veröffentlichungen, die in geförderten Projekten entstehen, frei zugänglich machen. Der Impuls- und Vernetzungsfonds ist eines der zentralen finanziellen Förderinstrumente der Helmholtz-Gemeinschaft.

Die Open-Access-Richtlinie orientiert sich an der entsprechenden Regelung des Forschungsrahmenprogrammes der Europäischen Union. Publikationen sollen in Open-Access-Zeitschriften direkt mit ihrem Erscheinen oder über Repositorien spätestens sechs bzw. zwölf Monate (Naturwissenschaften bzw. Geistes- und Sozialwissenschaften) nach Erscheinen frei zugänglich sein. Die freie Wahl eines qualitätsgesicherten Publikationsorgans, das dem Forschungsergebnis größtmögliche Aufmerksamkeit verschafft, ist davon nicht berührt. Die Autorinnen und Autoren werden durch die Helmholtz-Bibliotheken bei der Umsetzung der Richtlinie unterstützt.

Die Helmholtz-Gemeinschaft war 2004 die erste wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland, die eine Empfehlung zu Open Access verabschiedet hat. Seit 2005 unterstützt das Helmholtz Open Access Koordinationsbüro die Zentren bei der Umsetzung von Open Access.

Ein Merkblatt informiert über die Richtlinie und die Umsetzungsoptionen.

22.10.2013, Heinz Pampel

Leserkommentare, diskutieren Sie mit

Horst Sprötge, 01-11-13 11:06:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich finde es sehr gut und spannend, dass auch mir, als nicht studiertem, zu so viel Wissen kostenlos Zugang verschafft wird. Dafür Danke Horst Sprötge
Hans-Peter Schulz, 12-11-13 21:56:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir alle bezahlen über unsere Steuergelder, die uns vom Gehalt, beim Einkauf, fürs Auto und in vielen anderen Bereichen abverlangt werden, auch die Forschung mit. Warum sollen wir dann als Menschen zweiter Klasse (die nicht mit wissenschaftlichen Titeln ausgestattet sind) die Ergebnisse dieser Forschung nicht auch unter einfachen Bedingungen und kurz nach der Veröffentlichung sehen Dürfen? Ob wir diese Arbeiten dann verstehen, ist unser Problem. Wir müssen aber nicht davor beschützt werden, dass wir erkennen, bestimmte Dinge (noch) nicht zu wissen.
Vieleicht gibt es dann ja auch hier und da Anregungen für andere Ansätze:
"Ich frage mich z.B. ob intrazellulär lebende Bakterien, die in Zellen in Geweben zwischen der Blutbahn und serösen Höhlen (z.B. mit Liquor) versteckt sind, nicht auch Auslöser für chronische schubweise verlaufende Erkrankungen sein können. Wenn das Umfeld dafür sorgt, dass der eigentliche Ort der Infektion, und der Ort der Immunpräsentation auseinandergesteuert werden, erscheint es mir plausibel, dass das Bild einer Autoimmunerkrankung entsteht, die in Wirklichkeit eine verdeckte bakterielle ist. Prüfen kann ich es nicht!"

Ich bin weder Arzt noch Mikrobiologe - aber trotzdem interressiert! ;-)

Gruß
Hans-Peter Schulz
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09.12.2016