Fokus@Helmholtz: Der freie Wille – nur eine Illusion?

Hirnforscher, Philosophen und Computerexperten sind auf der Suche nach dem Kern des Ichs. Wer oder was lenkt unser Denken und Handeln? Wir selbst, unser freie Wille? Oder bestimmen komplexe chemische Prozesse in unserem Gehirn unser Verhalten und Denken? Und: Was würde das eine wie das andere für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft bedeuten, für unsere Gesetze, für die Hirnforschung selbst? In der Diskussionsreihe Fokus@Helmholtz brachten wir Forschung, Politik und Gesellschaft ins Gespräch miteinander über die Frage: „Der freie Wille – nur eine Illusion?“

Die Frage nach dem freien Willen eröffnet eine Diskussionsgrundlage für die vielen Facetten der Hirnforschung. Auf dem Podium der Fokus@Helmholtz-Veranstaltung saßen Onur Güntürkün. Er gehört zu den Wegbereitern der biologisch fundierten Psychologie und befasst sich vor allem mit der Entstehung von Wahrnehmung, Denken und Handeln im Gehirn. Markus Diesmann vom Forschungszentrum Jülich agiert dagegen an der Grenze zwischen Neurowissenschaft und Computerwissenschaft. Er entwickelt mathematische Modelle für Nervenzellen und Netzwerke von Nervenzellen, um die Funktionsweise des Gehirns besser verstehen zu können. Der Strafrechtler Reinhard Merkel ist Mitglied im Deutschen Ethikrat und beobachtet die immer präziseren Methoden und Techniken der Forschung am Gehirn kritisch – vor allem aus rechtlicher Sicht. Dass Hirnforschung komplex und nicht einfach zu vermitteln ist, weiß Manuela Lenzen nur zu gut. Die Wissenschaftsjournalistin beschäftigt sich schon lange mit der Hirnforschung. Lenzen versucht die Erkenntnisse einzuordnen und sie der Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln.

Nachbericht zur Veranstaltung mit Video-Statements der Diskutanten

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Kontakt

    • Janine Tychsen
    • Politische und Strategische Kommunikation
      Helmholtz-Gemeinschaft