Helmholtz-Energie-Allianz:

Technologien für das zukünftige Energienetz

Gemeinsam mit Universitäten und Energieversorgern erarbeiten die Helmholtz-Forscher in der Energie-Allianz "Technologien für das zukünftige Energienetz" Lösungen für ein flexibles und stabiles Stromnetz, das der fluktuierenden Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien standhält. Auch geht es darum, bestehende Gasnetze als Energiespeicher zu nutzen sowie das Strom- und Gasnetz zu koppeln.

Die Allianz behandelt vier zentrale Themenfelder: „Systemführung im Verteilnetz“ betrifft die intelligente Steuerung des Verteilnetzes angesichts der zunehmenden Einspeisung aus dezentralen und fluktuierenden Quellen.

Im Themenfeld „Systemführung und Stabilität eines Hybrid-Transportnetzes“ geht es darum, wie ein dem bestehenden AC-Höchstspannungsnetz überlagertes Höchstspannungs-Gleichstromnetz (HVDC) aufgebaut sein muss und wie es betrieben werden kann. Hochspannungs-Gleichstromnetze existieren bis jetzt noch nicht, daher werden neue Technologien für ihre Realisierung und ihre Systemführung erforderlich sein. Weitere Aspekte in diesem Themenfeld sind die Entwicklung von Betriebsmitteln auf Basis neuartiger Technologien, beispielsweise Supraleiter, sowie die Entwicklung innovativer Technologien zur Sicherung der Netzstabilität. Denn mit dem zunehmenden Wegfall der klassischen Kraftwerke verringern sich die rotierenden Massen der Turbinen und Synchrongeneratoren, die heute die sogenannte Momentanreserve zum Ausgleich einer Differenz zwischen erzeugter und verbrauchter Leistung stellen.

Bei „Integration von Speichern in das zukünftige Energienetz“ liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Kopplung von Stromnetz und Gasnetz, wobei das Gasnetz als Speicher für überschüssig bereitgestellte elektrische Energie dient, beispielsweise von Windenergieanlagen.

Schließlich befasst sich die Allianz mit der „Vergleichenden Technologiebewertung“ nach verschiedenen Kriterien, etwa Wirtschaftlichkeit und Beitrag zur Energiewende.

  • Laufzeit: Januar 2013 bis Dezember 2014
  • Fördersumme: ca. 3,2 Mio. Euro
  • Federführer: Karlsruher Institut für Technologie
  • Sprecher: Prof. Dr.-Ing. Thomas Leibfried, Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe
  • Beteiligte Helmholtz-Zentren: Karlsruher Institut für Technologie, Forschungszentrum Jülich
  • Hochschulen: Technische Universität Darmstadt, Technische Universität Dortmund, RWTH Aachen
  • Assoziierter Partner: EnBW Energie Baden-Württemberg AG, MAINOVA AG, Stadtwerke Karlsruhe Netze GmbH
Druck-Version

Sprecher

Prof. Dr.-Ing. Thomas Leibfried

Karlsruher Institut für Technologie

Tel. +49 721 608-42520

thomas.leibfried(at)kit.edu

 

Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe

Karlsruher Institut für Technologie

Tel, +49 7247 82-3501

mathias.noe(at)kit.edu