Helmholtz-Allianz Systembiologie

Den Organismus als Ganzes verstehen

Die Netzwerke der Helmholtz Allianz Systembiologie

Die Helmholtz Allianz Systembiologie ist ein Zusammenschluss von Helmholtz-Zentren im Bereich der Systembiologie. Er besteht zurzeit aus sechs untereinander verbundenen Netzwerken, die verschiedene biologische und medizinische Fragestellungen aus einer systemorientierten Perspektive heraus bearbeiten. Jedes Netzwerk wird von einem Zentrum geführt, beinhaltet aber gleichzeitig eine Vielzahl von Kooperationen mit anderen Helmholtz-Zentren und anderen universitären und außer-universitären Partnern. Ziel der Helmholtz Allianz Systembiologie ist es, durch einen regen Austausch von Methoden, Informationen und Ergebnissen einen wichtigen Beitrag zur Systembiologie und biomdezinischen Forschung allgemein zu leisten.

Teilnehmende Netzwerke und Zentren

Systembiologie der Signalwege in Krebszellen (SBCancer)

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg

Das Netzwerk SBCancer befasst sich mit zellulären Signalwegen, die eine wichtige Rolle bei der Entscheidung zwischen Zellproliferation, Zelldifferenzierung und Zelltod spielen. Veränderungen in diesen Signalwegen und den damit verbundenen Genregulationsnetzwerken können diese Entscheidungen beeinflussen und dadurch unter anderem Tumorbildungen auslösen.

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The MDC Systems Biology Network – MSBN

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin-Buch

Der Schwerpunkt von MSBN liegt in der Erfassung der Krankheitsbilder und deren Regulation von fortschreitenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und von neurodegenerativen Krankheiten. In beiden Fällen gehen lange asymptomatische Phasen dem Ausbruch der Krankheit voraus. Die Regulationsmechanismen, die zunächst die Kompensation und später den Krankheitsverlauf beeinflussen, werden über eine umfassende, systembiologische Strategie untersucht.

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Von Schadstoffen zu zellulären Antworten: System-Quantifizierung und Entwicklung von Modellen zur Vorhersage

Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig

Das Systembiologie-Netzwerk des Umweltforschungszentrums Leipzig untersucht die Reaktion von Zellen auf chemische Stressfaktoren aus einer systemischen Perspektive. Dies beinhaltet die Erfassung des intra-zellulären Transportes von Chemikalien, den Reaktionen mit subzellulären Zielen sowie die Zellantwort auf transkriptioneller und post-transkriptioneller Ebene. Untersucht werden die zellulären Reaktionen auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Von diesen Chemikalien ist bekannt, dass sie eine Vielzahl von toxischen Effekten hervorrufen.

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CoReNe: Kontrolle von Regulatorischen Netzwerken unter besonderer Berücksichtigung von nicht-kodierenden RNAs

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Neuherberg

Das interdisziplinäre Netzwerk mit dem Titel CoReNe (Control of Regulatory Networks) beschäftigt sich insbesondere mit der Rolle von so genannten nicht kodierenden RNAs (ncRNAs). Untersucht werden soll im speziellen der Einfluss von ncRNAs auf die Genexpression und damit auf die regulatorischen Netzwerk der Zelle. Ziel ist es, den Einfluss von ncRNAs in bestehende Modelle von regulatorischen Netzwerken zu integrieren.

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The Human Brain Model: Verbindungen von neuronaler Struktur und Funktion in zeitlicher und räumlicher Perspektive

Forschungszentrum Jülich (FZJ)

Das Netzwerk "The Human Brain Model" untersucht die Struktur-Funktionsbeziehungen innerhalb des menschlichen Gehirns. Es wird als ein komplexes System analysiert, das sich vom Nano- bis in den Makrobereich hinein erstreckt.

Untersucht werden insbesondere die strukturellen Grundlagen und funktionellen Mechanismen in ihren Interaktionen, da deren Kooperation die Funktionen des Gehirns bestimmt. Das Projekt ist in drei miteinander verbundenen Arbeitspaketen organisiert. Ziel ist es, durch die Integration von Daten aus allen Bereichen Mechanismen des gesunden und erkrankten Gehirns besser zu verstehen.

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Systembiologie am HZI

Helmholtzzentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig

Am HZI werden im Rahmen von verschiedenen Projekten Fragestellungen mithilfe der Methoden der Systembiologie bearbeitet. Das HZI bearbeitet hierbei sowohl medizinische wie auch biotechnologische Themen.

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Kontakt

    • Prof. Dr. Roland Eils
    • Koordinator die Helmholtz-Allianz Systembiologie
      Deutsches Krebsforschungszentrum
    • Dr. Jan Eufinger
    • Wissenschaftlicher Projektmanager der Helmholtz-Allianz Systembiologie
      Deutsches Krebsforschungszentrum