Helmholtz-Allianz Systembiologie

Den Organismus als Ganzes verstehen

Progamm

In der Helmholtz-Allianz Systembiologie haben sich Netzwerke aus sechs Helmholtz-Zentren mit universitären Partnern und forschenden Unternehmen zusammen geschlossen.

Ziel der Helmholtz-Allianz ist es, zu einem besseren Verständnis beizutragen und neue Interventionsstrategien bei komplexen Krankheiten wie Krebs oder Erkrankungen des Nerven- und Herz-Kreislaufsystems zu identifizieren.

Die Systembiologie betrachtet nicht einzelne Gene, Proteine oder Zellen, sondern das biologische System insgesamt und versucht zu verstehen, wie die einzelnen Komponenten zusammenwirken und wo Ursachen für Fehlfunktionen liegen. Mathematische Modellierungen und Computersimulationen dienen dabei als Werkzeuge, um die Wechselwirkungen zwischen Genen, Proteinen aber auch Kommunikationsprozesse und Signalwege zwischen und innerhalb der Zellen aufzuklären. Diese Grundlagenforschung ermöglicht ein besseres Verständnis dafür, wie auf den Teilsystemen aufbauend ein ganzer Organismus funktioniert, wie Wachstumsprozesse ausgelöst oder das Absterben von Zellen programmiert wird. 

Zu den Schwerpunkten der Helmholtz-Allianz Systembiologie zählen Untersuchungen zu Signalübertragungsprozessen von Krebszellen, molekulare Grundlagen bei neurodegenerativen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Einfluss von Schadstoffen auf den Zellstoffwechsel, die Rolle nicht-kodierender RNA in regulatorischen Netzwerken, die Struktur und Funktion von Nervenverbindungen im Gehirn und die Modellierung von Hirnfunktionen.

Die Allianz stellt Ausbildungsmöglichkeiten für den Nachwuchs sowie Technologieplattformen für alle Partner bereit und soll dadurch auch das Feld der Systembiologie in ganz Deutschland voranbringen und international stärken. Langfristig sollen die Ergebnisse in Diagnose, Prävention und Therapie vieler Volkskrankheiten einfließen.

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    • Andreas Schulze
    • Referent Impuls- und Vernetzungsfonds:Forschungsverbünde und strategische Partnerschaften
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