Helmholtz-Allianz ROBEX

Robotische Exploration unter Extrembedingungen

Programm

Die Helmholtz-Allianz  “Robotische Exploration unter Extrembedingungen – ROBEX” bringt weltweit erstmalig Raumfahrt- und Tiefseeforschung zusammen. Insgesamt 15 über ganz Deutschland verteilte Institutionen entwickeln gemeinsam Technologien, die die Erforschung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen wie Tiefsee, Polargebiete, unseren Erdmond, aber auch andere Himmelskörper in Zukunft verbessern sollen.

Im ersten ROBEX-Jahr haben sich die beiden Wissenschaftlergemeinden im Rahmen verschiedener Workshops kennen gelernt, ihre jeweiligen Herausforderungen transparent gemacht und sich auf ein gemeinsames Lösungskonzept für beide Forschungsumgebungen geeinigt.

Die unterschiedlichen wissenschaftlichen Fragestellungen, die man mit der Forschung auf dem Mond und in der Tiefsee beantworten will, sollen sowohl mit einer gemeinsamen Methode, nämlich seismischen Untersuchungen, als auch mit einer gemeinsamen technologischen Lösung angegangen werden. Dazu hat man sich im Laufe des ersten Jahres darauf geeinigt, gemeinsam eine Kombination eines stationären Systems mit einem oder mehreren mobilen Elementen zu entwickeln und zu bauen. Dabei soll das stationäre System als zentraler Part für die Energieversorgung und den Datenaustausch sorgen, die mobilen Systeme sollen die eigentliche wissenschaftliche Exploration in der Tiefsee bzw. auf dem Mond durchführen.

Es ist das übergeordnete Ziel der ROBEX-Allianz, diese kombinierten Systeme mit innovativen Technologien zum Energieaustausch, Datentransfer und möglichst viel Autonomie auszustatten. In sogenannten „Demomissionen“ im letzten Jahr der Allianz – 2017 – soll das komplexe Zusammenspiel sowohl in der Tiefsee, als auch in einer sogenannten „Mond-Analog-Landschaft“ demonstriert werden.  Neben der zentralen Entwicklungsvorhaben, die in die „Demonstrationsmissionen“ münden sollen, wurden im ersten Jahr der Allianz  zusätzlich 12 sogenannte „Design Teams“ gegründet, innerhalb derer Forscher und Ingenieure interdisziplinär technologische Lösungen erarbeiten, bei denen beide Seiten mit ihren jeweiligen in Jahrzehnten erworbenen Erfahrungen voneinander profitieren können. So wird z.B. in einem der Design Teams ein Unterwasser-Glider gebaut, der durch das Know How eines in ROBEX involvierten Luftfahrt-Institutes einen Entwicklungsschub bekommt.  Ein anderes Beispiel ist das Design Team „Hochleistungs-Beton“, bei dem die TU-Dresden, nachdem sie ursprünglich wegen der Erstellung von Konzepten für die Produktion von Beton aus Mond-Regolith in die Allianz eingebunden wurde, jetzt sehr wahrscheinlich auch höchst innovative Impulse für die Entwicklung von tiefseetauglichen Druckgehäusen geben wird.

Die Helmholtz-Allianz wird begleitet durch ein weitreichendes Trainings- und Doktorandenprogramm, so dass sowohl die interessierte Öffentlichkeit, Lehrer und Schüler, als auch junge Wissenschaftler in die Fortschritte dieser neuartigen Synergie zweier bisher getrennter Wissenschaftsgemeinden eingebunden, bzw. darüber informiert bleiben.

Weitere Informationen unter:

http://www.robex-allianz.de/

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Kontakt

    • Prof. Dr. Karin Lochte
    • Sprecherin der Helmholtz-Allianz ROBEX
      Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung