Die Helmholtz-Allianz zur Immuntherapie von Krebserkrankungen

Mit immunologischer Forschung Krebs bekämpfen

Neue Behandlungsstrategien gegen Krebs wollen Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz Immuntherapie von Krebserkrankungen entwickeln.

Dabei setzen sie auf die Mechanismen einer gezielten Immunreaktion, die neue Behandlungsansätze auch für fortgeschrittene Krankheitsstadien eröffnen.

  • Laufzeit: Januar 2008 bis Dezember 2012
  • Fördersumme: 18,75 Mio. Euro
  • Federführung: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
  • Sprecher: Prof. Dr. Peter H. Krammer
  • Beteiligte Helmholtz-Zentren: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Helmholtzzentrum München für Gesundheit und Umwelt, Max-Delbrück-Centrum Berlin-Buch, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
  • Translationszentren: Nationales Centrum für Tumorerkrankungen - Heidelberg, Twincore Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung - Braunschweig/Hannover, Experimental and Clinical Research Center - ECRC Berlin
  • Universitäten/Kliniken: Heidelberg, München LMU, München TU, Hannover MedH, Charité, Medical Center Mannheim, Universität Bonn, Universitätsklinikum Essen, Klinikum Darmstadt
  • Unternehmen: Apogenix GmbH, Heidelberg

Programm

Die Helmholtz-Allianz für Immuntherapie von Krebserkrankungen entwickelt Ansätze, die das Immunsystem gezielt auf den Angriff gegen den Tumor programmieren. Die Forschung konzentriert sich auf therapeutische Antikörper, Impfstrategien gegen Krebs, Transplantation von Immunzellen und das Induzieren des programmierten Zelltods bei Krebszellen. Das Immunsystem bietet hierfür ausgezeichnete Waffen. Antikörper und T-Zell-Rezeptoren sind Proteine, die hochsensibel körperfremde Zielstrukturen unter Millionen anderen herausfinden können. Ziel der Forschung ist es, Therapieansätze auch in die klinische Anwendung zu überführen.

Im Fokus stehen Hautkrebs, Hepatitis und Lebertumore sowie Leukämie und Lymphome, die alle exemplarisch für verschiedene Typen von Tumorerkrankungen sind. So ist das Leberkarzinom oft mit einer viralen Infektion assoziiert, weshalb sich auf den Tumorzellen virale Antigene als Zielstrukturen für den Angriff der Immuntherapie anbieten. Leukämiezellen sind für einen immuntherapeutischen Angriff besonders gut zugänglich. Als weiteres Beispiel dient das Melanom in der Allianz als Modell für solide, nicht viral verursachte Tumore und deckt damit den häufigsten Tumortyp ab.

Die Allianz hat außerdem ein Stipendienprogramm für junge Ärzte aufgelegt, die dafür zeitweise von ihren klinischen Pflichten freigestellt werden sollen, um Erfahrungen in der immunologischen Forschung zu sammeln. Umgekehrt sollen junge Wissenschaftler aus der Grundlagenforschung Einblick in die klinische Anwendung erhalten.

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