Unsere Forschungszentren im Überblick

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 19 Helmholtz-Zentren arbeiten an den unterschiedlichsten Themen von A wie Astrophysik bis Z wie Zellforschung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen modernste wissenschaftliche Infrastruktur, insbesondere Großgeräte, die auch der internationalen Scientific Community zur Verfügung stehen. Im Auftrag des Staates verfolgen Helmholtz-Wissenschaftler das ehrgeizige Ziel, wesentlich zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen.

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)

Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) hat zwei Schwerpunkte: Forschung an Materialien, die im weitesten Sinn mit Energieumwandlung zu tun haben sowie die Entwicklung von Beschleunigerkonzepten und Instrumenten für die Forschung mit Licht.  

Wir arbeiten an hocheffizienten Solarzellen der nächsten Generationen, zum Beispiel an Dünnschichttechnologien und neuen Materialklassen wie den Perowskiten. Dabei suchen wir bereits frühzeitig den Kontakt zur Industrie. Wir entwickeln neuartige Katalysatoren und Materialien, die Sonnenlicht in chemische Energie umwandeln und so erneuerbare Brennstoffe erzeugen, zum Beispiel Wasserstoff oder Methan. Auch Batteriematerialien mit besseren Eigenschaften werden am HZB erforscht. Ein wichtiges Forschungsfeld sind auch Quantenmaterialien für eine energieeffiziente Informationstechnologie von morgen.

BESSY II: Forschen mit Licht

Ein wesentlicher Schwerpunkt des HZB ist der Betrieb der Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II. Sie ist nicht nur ein wichtiges Werkzeug für Forschende aus dem HZB, sondern steht vor allem auch der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung. BESSY II erzeugt hochbrillantes Synchrotronlicht, das über 40 Strahlrohre zu den Experimenten geführt wird. Optimiert ist die Anlage für das weiche Röntgenlicht, mit dem chemische Prozesse und dünne Materialschichten besonders gut analysiert werden können.

3.000 Forschungsgäste aus allen Disziplinen

Mehr als 3.000 Besuche von Gastforscherinnen und -forschern aus Forschung und Industrie zählt der Speicherring BESSY II pro Jahr. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen, von Chemie, Physik, Biologie, Geologie bis zur Kunstgeschichte und nutzen das brillante Licht, um ins Innere ihrer Proben zu blicken und Strukturen zu aufzudecken. Sie entschlüsseln beispielsweise die Architektur von Proteinen, blicken ins Innere von Viren und Bakterien, kartieren magnetische Muster in Meteoriten oder analysieren Halbleitermaterialien. Mit diesen Erkenntnissen entwickeln sie beispielsweise Medikamente und Verfahren, um den Kunststoff PET aufzuspalten und zu recyclen. Für solche Experimente ist das Synchrotronlicht von BESSY II unentbehrlich – und in Deutschland einzigartig.

Ausblick

Die Nutzerforschung ist so vielfältig wie die Instrumente und Methoden an BESSY II, die von HZB-Teams stetig weiter verbessert werden. Um die Bedürfnisse der Gastforschenden und der Industrie auch langfristig zu erfüllen, erarbeiten die Expertinnen und Experten aus dem HZB bereits Konzepte für ein Nachfolgegerät.

In Kürze

Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) besteht seit 2009. Das HZB entstand durch Fusion des ehemaligen Hahn-Meitner-Instituts (gegründet 1959) und der BESSY-Gesellschaft (gegründet 1979). Mit ca. 1.200 Mitarbeitenden zählt das HZB zu den größten außeruniversitären Forschungszentren in Berlin.

 

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)

Newsroom des HZB

 

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