Unsere Forschungszentren im Überblick

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 19 Helmholtz-Zentren arbeiten an den unterschiedlichsten Themen von A wie Astrophysik bis Z wie Zellforschung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen modernste wissenschaftliche Infrastruktur, insbesondere Großgeräte, die auch der internationalen Scientific Community zur Verfügung stehen. Im Auftrag des Staates verfolgen Helmholtz-Wissenschaftler das ehrgeizige Ziel, wesentlich zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen.

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Mit Höchstgeschwindigkeit zu neuem Wissen

Forschung kann Tempo machen: Mit bis zu 90 Prozent der Lichtgeschwindigkeit rasen Ionen aus der modernen Beschleunigeranlage der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt. Ionen - das sind Atome, denen ein Teil der Elektronenhülle entfernt wurde. Mit ihrer Hilfe können die Forscher am GSI so unterschiedliche Projekte verfolgen wie die Synthese von sechs superschweren chemischen Elementen oder eine Strahlentherapie für die Behandlung von Tumorpatienten.

Die Voraussetzung für die Arbeit der insgesamt 1.350 Beschäftigten der GSI schaffen leistungsstarke Großgeräte: Der 120 Meter lange Linearbeschleuniger UNILAC (Universal-Linear-Accelator) und das Schwer-Ionen-Synchrotron (SIS) mit 70 Metern Durchmesser beschleunigen die Ionen auf extreme Geschwindigkeit und tanken sie dabei mit hoher Energie auf. In einem so genannten Target zerfallen die Ionen dann zu Kernbruchstücken. Diese lassen sich nach Masse und Ordnungszahl trennen und in einem Speicher-Ring sammeln.

Den Darmstädter Forschern steht ein weltweit einzigartiges Instrumentarium für die Grundlagenforschung und das anwendungsorientierte Arbeiten zur Verfügung. Sie können mit Strahlen von radioaktiven Atomkernen, mit völlig ionisierten Atomen und sogar mit nackten Urankernen arbeiten. Über dreißig Experimentierplätze, die mit modernsten Spektrometern und Detektorsystemen ausgestattet sind, bieten hervorragende wissenschaftliche Arbeitsbedingungen.

Kern- und Atomphysik sind die Schwerpunkte

Kern- und atomphysikalische Experimente bilden das Hauptarbeitsgebiet der Gesellschaft für Schwerionenforschung. Außerdem arbeiten die Forscherinnen und Forscher in der Plasmaphysik, der Materialforschung, der Biophysik, der Beschleunigerentwicklung und in der Strahlenmedizin.  

FAIR - das zukünftige Beschleunigerzentrum

In den nächsten Jahren wird bei GSI das neue internationale Beschleunigerzentrum FAIR entstehen, eines der größten Forschungsvorhaben weltweit. An FAIR wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten möglich sein, durch die Physiker aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums, vom Urknall bis heute, erwarten.

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