Fragen und Antworten zum Paktbericht

 

Die Helmholtz-Gemeinschaft veröffentlicht jährlich einen Bericht zum Pakt für Forschung und Innovation. Worum geht es in dem Dokument?

Die Helmholtz-Gemeinschaft erhält ebenso wie die anderen Forschungsorganisationen noch bis 2015 einen jährlichen Budgetaufwuchs von 5%. Diesen Aufwuchs haben Bund und Länder im "Pakt für Forschung und Innovation" beschlossen. Mit dem Bericht zeigen wir, wozu wir die zusätzlichen finanziellen Mittel eingesetzt haben: Um neue Forschungsthemen anzugehen, aber auch um Helmholtz als gut vernetzte Forschungsorganisation und attraktiven Arbeitgeber weiter zu entwickeln.

 

Die Forschungsagenda der Helmholtz-Gemeinschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Welche neuen Forschungsinhalte werden in Angriff genommen?

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat die Aufgabe, Vorsorgeforschung zu betreiben, damit wir die großen Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen können. Bestimmte Themen wie die Energie- und Klimaforschung oder auch die Bekämpfung von Volkskrankheiten sind dabei besonders wichtig und deshalb mit den Mitteln aus dem Pakt noch einmal forciert worden. Darüber hinaus investiert die Helmholtz-Gemeinschaft in die Weiterentwicklung wichtiger Infrastrukturen für die Wissenschaft wie z.B. Supercomputer, damit wir zunehmend komplexe Fragestellungen auch in Zukunft weiter erforschen können.

 

Die Möglichkeiten des Pakts wurden auch genutzt, um sich im Bereich der einzelnen Forschungsthemen mit wichtigen Partnern intensiver zu vernetzen. Wie sieht diese Vernetzung konkret aus?

Wir haben bereits seit einigen Jahren ein breites Spektrum von Kooperationsformen etabliert. Das reicht von zeitlich befristeten Netzwerken, in denen räumlich verteilte Partner ein gemeinsames Projektziel verfolgen, bis zu auf Dauer angelegten Strukturen wie z.B. den Helmholtz-Instituten - das sind Ableger von Helmholtz-Zentren auf dem Campus einer Partneruniversität. Mit dem Pakt für Forschung und Innovation ist es möglich geworden, solche neuen Strukturen gezielt zu fördern. Wichtigster Kooperationspartner sind dabei die deutschen Universitäten, die über die Förderung gemeinsamer Projekte durch Helmholtz auch an unseren Paktmitteln partizipieren. Aber auch die internationale Vernetzung ist für Helmholtz ein wesentliches Ziel. Viele unserer Verbünde sind grenzüberschreitend angelegt.

 

Auch die Weiterentwicklung der Helmholtz-Gemeinschaft als moderne Organisation ist Gegenstand des Berichtes. Worum geht es hierbei?

Wir stellen dar, was wir unternehmen, um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Helmholtz zu gewinnen und sie zu fördern. Besondere Schwerpunkte dabei sind die Frauen- und Nachwuchsförderung. Außerdem geht es um das Thema Technologietransfer. Durch neue Initiativen z.B. zur Förderung von Ausgründungen oder zur Validierung von Forschungsergebnissen ist es dank der Paktmittel gelungen, mehr Wissen aus der Forschung in Wertschöpfung umzusetzen.

 

Die Fragen beantwortete Dr. Korinna Strobel, ehemalige Referentin für Strategie und Chancengleichheit in der Helmholtz-Gemeinschaft.

 

Zum Paktbericht 2014

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    • Daniel Riesenberg
    • Referent Strategie und Organisationsentwicklung
      Helmholtz-Gemeinschaft